Intel-Chefs schließen Abspaltung von Fertigung nicht aus

San Francisco/Bangalore (Reuters) - Nach dem Rücktritt von Intel-Chef Pat Gelsinger haben die beiden Manager an der Spitze des Chipherstellers eine Abspaltung der Fertigung nicht ausgeschlossen.
Die Erklärungen der Co-Chefs Michelle Johnston Holthaus und David Zinsner bei einer Konferenz für Investmentbanker am Donnerstag in San Francisco ließen die Aktie des Konzerns im Verlauf um 2,3 Prozent steigen. "Glaube ich, dass es sinnvoll ist, dass sie komplett getrennt werden und es keine Verbindung gibt?", fragte Holthaus bezüglich der Chipfertigungs- und -designsparten. "Ich glaube nicht. Aber jemand wird darüber entscheiden." Zinsner beschrieb, wie die finanziellen und operativen Vorgänge bei der Fertigung bereits getrennt würden. Die Frage nach einer kompletten Trennung stelle sich jedoch "an einem anderen Tag".
Intel ist in der Branche einzigartig, weil der US-Konzern Chips entwickelt und sie auch selbst fertigt. Allerdings hat er die Führung bei der Herstellung verloren und das Nachsehen gegenüber Nvidia auf dem boomenden Markt für KI-Chips. Der Börsenwert von Intel ist um mehr als 100 Milliarden Dollar eingebrochen. Die Fragen an Holthaus und Zinsner bezogen sich auf einen Plan von Intel, durch eine neue Fertigungstechnologie den Anschluss wiederherzustellen. Das als 18A bekannte Verfahren soll im kommenden Jahr anlaufen.
(Bericht von Stephen Nellis und Arsheeya Bajw; Geschrieben von Scot W. Stevenson; Redigiert von Birgit Mittwollen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)