Reuters-Insiderbericht

Bundesregierung und deutsche Großkonzerne planen Aufbruchskampagne

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Travel mania/Shutterstock.com

(Reuters) - Deutsche Großkonzerne und internationale Investoren üben den Schulterschluss mit der Bundesregierung und wollen Insidern zufolge mit einer groß angelegten Kampagne Aufbruchstimmung in Deutschland erzeugen.

Die Initiative unter dem Arbeitstitel "Made for Germany" solle zeigen, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht so schlecht sei, wie er oft gemacht werde, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem wollten die Beteiligten damit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Rückendeckung für eine Wirtschaftswende geben. Den Auftakt dazu machen die als Zugpferde vorgesehenen Chefs von Siemens und der Deutschen Bank, Roland Busch und Christian Sewing. Sie sollen am 21. Juli im Kanzleramt mit Merz und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) den Startschuss für die Kampagne geben.

Hinter "Made for Germany" stehen die Kommunikationsagentur FGS Global und der Verlag Axel Springer. Der Initiative seien inzwischen mehr als 30 Unternehmen und ein halbes Dutzend Finanzinvestoren beigetreten, sagten Insider. Zu ihnen gehörten RWE, SAP, Rheinmetall und Volkswagen sowie KKR und Advent. "Es werden täglich mehr", sagte eine der Personen.

Investitionsprojekte über 300 Milliarden geplant 

Sie unterstrichen ihr Engagement mit Investitionsplänen von rund 300 Milliarden Euro in Deutschland in den kommenden drei Jahren sowie "Leuchtturmprojekten", die die Zukunftsfähigkeit des Standorts zeigen sollen. Zusätzliche Ausgaben seien darunter aber nicht zu verstehen, sagte einer der Insider. Vielmehr gehe es darum, klarzumachen, wie viel in Deutschland in Forschung, Entwicklung, Produktion und Personal investiert werde.

Von der Ampel-Vorgängerregierung unter Olaf Scholz (SPD) und ihrem wirtschaftspolitischen Kurs hatten sich viele deutsche Konzerne enttäuscht gezeigt. Mit Merz, dem Infrastrukturprogramm der schwarz-roten Regierung und den im Juni beschlossenen 46 Milliarden Euro schweren Steuererleichterungen verbinden sie die Hoffnung auf einen Kurswechsel. Die genannten Beteiligten wollten sich dazu zunächst nicht äußern.

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