Experten: USA drohen wegen Trump-Zöllen höhere Kaffeepreise

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London/New York (Reuters) - Den US-Verbrauchern drohen drastische Preissteigerungen bei täglichen Grundnahrungsmitteln wie Kaffee und Orangensaft, wenn Präsident Donald Trump wie angedroht Importe aus Brasilien mit Zöllen in Höhe von 50 Prozent belegt.

Die ab 1. August geplante Einfuhrabgabe würde die Lieferung von brasilianischem Kaffee in die USA zum Erliegen bringen, warnten Experten und Händler am Donnerstag. Weder US-Röster noch brasilianische Exporteure könnten die durch den Zoll entstehende Preisdifferenz überbrücken.

In keinem Land wird so viel Kaffee getrunken wie in den USA. Etwa ein Drittel des so beliebten Getränks kommt aus Brasilien in die USA. Die Südamerikaner lieferten 2024 nach Angaben ihrer Exporteursvereinigung Cecafe 8,14 Millionen 60-Kilogramm-Säcke in die USA. Auch andere Grundnahrungsmittel dürften teurer werden. So stammt zum Beispiel mehr als die Hälfte des in den USA verkauften Orangensafts aus Brasilien. Weitere Exportprodukte sind Zucker, Holzwaren und Öl.

Paulo Armelin, ein großer Kaffeeproduzent, der direkt an US-Röster verkauft, erklärte, seine Kunden würden wohl nicht in der Lage sein, ihn noch zu bezahlen, wenn der angedrohte Zoll umgesetzt wird. Schon ohne die Abgabe seien die Verhandlungen für Lieferungen in diesem Jahr aufgrund des 70-prozentigen Kaffeepreisanstiegs im vergangenen Jahr schwierig. "Wir werden nach anderen Märkten suchen müssen, vielleicht Deutschland."

(Bericht von May Angel und Marcelo Teixeira, geschrieben von Christian Rüttger; Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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