Bei Prognose optimistischer

Siemens Energy kontert US-Zölle

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Artikel teilen:
Quelle: T. Schneider/Shutterstock.com

Düsseldorf (Reuters) - Der Energietechnikkonzern Siemens Energy blickt nach Zuwächsen im Quartal noch optimistischer als bislang auf das Geschäftsjahr 2025.

"Die im zweiten Quartal angehobene Prognose wird erfüllt – aktuell bewegen wir uns am oberen Ende des Zielkorridors", erklärte das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen von April bis Ende Juni. Siemens Energy hat für 2025 ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse in einer Bandbreite von 13 bis 15 Prozent und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen vier und sechs Prozent in Aussicht gestellt. Die hohe Nachfrage nach Anlagen und Produkten zur Stromerzeugung hat den Auftragsbestand mit 136 Milliarden Euro auf ein Rekordniveau anschwellen lassen. Nach Steuern fuhr der Konzern im Quartal einen Gewinn von 697 Millionen Euro ein, nach einem Verlust von 102 Millionen Euro vor Jahresfrist.

"Unsere Geschäfte haben erneut ein starkes Quartal erzielt und damit die bisher gute Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres fortgesetzt", sagte Vorstandschef Christian Bruch. Die Belastungen durch die von den USA erhöhten Zölle bezifferte der Manager auf rund 100 Millionen Euro. Die USA gehören zu den wichtigsten Absatzmärkten des Unternehmens.

AUFTRAGSEINGANG AUCH DANK GAMESA AUF REKORDNIVEAU

Die Kunden rennen dem Unternehmen die Türen ein. Die Auftragseingänge seien mit 16,6 Milliarden Euro so hoch wie noch nie im Quartal gewesen. Dazu hätten alle Segmente beigetragen, auch die spanische Problemtochter Gamesa, die Aufträge für zwei Offshore-Windparks in der Ostsee an Land gezogen habe. Siemens Energy hat Gamesa nach den Qualitätsmängeln zurück in die Spur gebracht, erwartet aber im Gesamtjahr bei der Tochter ein negatives Ergebnis vor Sondereffekten von rund 1,3 Milliarden Euro.

Das könnte dich auch interessieren

Brent und WTI nahe der 90-Dollar-Marke
Ölpreise geraten nach Iran-Feuerpause immer weiter unter Druckgestern, 13:48 Uhr · dpa-AFX
Ölspeicher sind zu sehen.
Öl- und Gaskonzern
Shell spürt Auswirkungen des Iran-Kriegs im Gas-Geschäftgestern, 08:53 Uhr · dpa-AFX
Shell spürt Auswirkungen des Iran-Kriegs im Gas-Geschäft
US-Ölkonzern
Exxon sieht Produktionseinbußen durch Krieg im Nahen Ostengestern, 12:33 Uhr · dpa-AFX
Exxon sieht Produktionseinbußen durch Krieg im Nahen Osten
Premium-Beiträge
Chartzeit Eilmeldung
Investment-Chance: Wenn der Markt einen Weltmarktführer übersiehtgestern, 14:58 Uhr · onvista
So reagieren die Märkte
Fünf Grafiken zum Waffenstillstand im Iran-Krieggestern, 12:15 Uhr · onvista
Inflation, Aktien, Anleihen
Was J.P. Morgan für den Rest des Börsenjahrs erwartet07. Apr. · onvista