Apple: Viele neue Produkte, aber keine große Fantasie für den Kurs

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Apple: Viele neue Produkte, aber keine große Fantasie für den Kurs

Mit viel Spannung wurde das Apple-Event „Spring Loaded“ erwartet. Tim Cook und sein Team hatten auch einige Neuigkeiten für die Fans parat. Eingeläutet wurde die Veranstaltung mit einer ganz neuen Farbe für das iPhone: Purple – passend zum beginnenden Frühling. Nach dem sanften Einstieg ließ Apple dann ganz schnell seine Muskeln spielen.

Die Plattform für Podcasts wurde komplett erneuert und ist jetzt sehr übersichtlich und bietet einige neue Features, was der Spotify-Aktie schon während der Präsentation nicht gerade gut bekam. Zusätzlich führt Apple ein Abo-Modell ein. Autoren können einzelne Episoden nur für zahlende Nutzer zugänglich machen. Abo-Kunden könnten Podcasts auch ohne Werbung hören. Dann kam die Zeit der hauseigenen Chips, die Apple immer unabhängiger von den Zulieferern machen und die eigenen Produkte stark aufwertet.

Neuer farbenfroher Desktop

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Dank dieser Chips  fordert der Konzern die PC-Konkurrenz mit einem innovativen Desktop-Computer heraus. Der am Dienstag vorgestellte neue iMac ist nur 11,5 Millimeter dick – dünner als viele Monitore ohne einen Computer im Inneren. Möglich macht das Apple zufolge der Umstieg von Intel -Prozessoren auf die hauseigenen M1-Chips. Dadurch könne man unter anderem drastisch Platz sparen: Statt eines voluminösen Kühlsystems seien lediglich zwei kleine Lüfter notwendig.

Ein weiterer Vorteil des M1-Chips ist, dass er sich eine technische Plattform mit den iPhones teilt, was das Zusammenspiel von Apps erleichtert. Die Tastatur des Geräts bekommt erstmals einen Fingerabdruck-Scanner wie bei den Macbook-Notebooks. Das Display liegt mit 24 Zoll zwischen dem bisherigen kleineren und größeren Modell. Der Preis ab 1445 Euro ist vergleichbar damit, was Apple bisher für einen iMac haben wollte.

Home-Office macht iPad noch interessanter 

Der M1-Chip kommt auch in die neue Generation des  iPad Pro, was den Tablet-Computer im Vergleich zu seinen Vorgängermodellen deutlich schneller macht. Das größere Modell mit einem 12,9-Zoll-Bildschirm erhält zudem ein deutlich verbessertes Display mit kontrastreicherer Darstellung. Das iPad hat sich für Apple mit dem Arbeiten und Lernen von zuhause aus in der Corona-Pandemie zu einem wichtigen Geldbringer entwickelt. Allein im vergangenen Weihnachtsquartal stieg der iPad-Umsatz im Jahresvergleich um gut 40 Prozent.

AirTags endlich auch präsentiert

Apple stellte bei dem Event zudem die seit langem erwarteten AirTags vor – kleine Plättchen, die man an Gegenständen wie Schlüsseln anbringen kann, um diese schnell wiederzufinden. Apple konkurriert damit mit etablierten Anbietern der Technik wie die Firma Tile.

Die nötige Infrastruktur dafür hat Apple bereits mit einem hauseigenen Ortungsnetzwerk, das an die App „Wo ist?“ angeschlossen ist. Dabei helfen die über die Welt verstreuten Apple-Geräte, die verlorenen Gegenstände in ihrer Nähe zu finden. Die Kommunikation dafür laufe verschlüsselt und anonym, betont Apple. „AirTag wurde entworfen, um Gegenstände zu verfolgen, nicht Menschen.“ Neuere iPhones mit einem Ultrawideband-Funkchip an Bord können die mit AirTags versehenen Gegenstände besonders präzise lokalisieren.

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Über „Wo ist?“ konnten bisher nur Apple-Geräte wie iPhones oder AirPods-Ohrhörer lokalisiert werden. Vor wenigen Tagen öffnete Apple das Netzwerk aber für andere Hersteller – darunter einen Anbieter von Elektro-Fahrrädern. Konkurrent Tile kritisierte schon den möglichen Einstieg von Apple in das Geschäft als unfairen Wettbewerb, weil der Konzern aufgrund des iPhones eine bevorzugte Position bekäme. Apple setzte den AirTag-Preis bei 35 Euro an – genauso viel kostet das teuerste Modell der Tracker von Tile. Auch Smartphone-Marktführer Samsung präsentierte jüngst seine ähnlichen Tracker.

Weitere Ankündigungen waren eine neue Version der Fernsehbox Apple TV mit besserer Bildqualität und einer neuen Fernbedienung – die alte wurde oft wegen eines Touch-Felds kritisiert, auf dem man sich leicht verklickte.

Insgesamt zeigten die Neuigkeiten aus Cupertino keine großen Auswirkungen auf den Kurs von Apple. Die Aktie ging in einem schwachen Marktumfeld mit einem Minus von etwas mehr als einem Prozent aus dem Handel.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

Foto: John Gress Media Inc / shutterstock.com

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