Biontech: Aktie bleibt entfesselt – der bereits erreichte Erfolg, eine starke Impfstoff-Nachfrage und eine Menge Zukunftsfantasie treiben die Rally an

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Biontech: Aktie bleibt entfesselt – der bereits erreichte Erfolg, eine starke Impfstoff-Nachfrage und eine Menge Zukunftsfantasie treiben die Rally an

Die Aktien von Biontech steigen unbeirrt von Höhepunkt zu Höhepunkt. Am Montag rückte der Kurs im Tradegate-Handel um 3,7 Prozent vor, in der Spitze erreichte er mit knapp 291 Euro erneut ein Rekordniveau. An der Hauptbörse in New York zeichnet sich ein ähnlich fester Start ab. Bei dem Impfstoff-Entwickler werden derzeit gleich mehrere positive Kurstreiber gesehen: Die Aussicht auf bald beginnende Booster-Impfungen gegen das Corona-Virus, der verstärkte Einsatz auch bei Kindern und Jugendlichen und die Perspektive, dass die mRNA-Technologie auch für andere Anwendungsgebiete marktreif werden könnte.

Die Privatbank Berenberg preschte vor diesem Hintergrund am Montag vor und passte ihr Kursziel an den jüngsten Höhenflug der Papiere an. Mit einem von 235 auf 400 Dollar erhöhten Ziel sieht Analyst Zhiqiang Shu trotz der seit Anfang Juli eingeschlagenen Rally noch Potenzial für die primär in den USA gelisteten Papiere. Dort hatten die Biontech-Titel am Freitag bei 328 Dollar geschlossen. Als Treiber empfindet er zunächst die wohl nötigen Booster-Impfungen, auf längere Sicht die geplante Entwicklung von Impfstoffen gegen Malaria oder Tuberkulose.

Biontech ist am Finanzmarkt einer der ganz großen Gewinner der Corona-Pandemie. An der Nasdaq zog der Kurs alleine in diesem Jahr um mehr als 300 Prozent an; seit März 2020 zu Zeiten des ersten Lockdowns hat sich der Kurs mehr als verzehnfacht. Das Mainzer Unternehmen kommt inzwischen auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 67 Milliarden Euro und damit auf einen höheren Börsenwert als die meisten Dax-Titel – derzeit würde Biontech im deutschen Leitindex auf Rang zehn vor Adidas , BASF , BMW und Bayer liegen.

Von dem Kursanstieg haben unter anderem die beiden Biotech-Investoren Andreas und Thomas Strüngmann profitiert. Die beiden Brüder, die 2005 den Generikahersteller Hexal an Novartis verkauft hatten, halten Bloomberg-Daten zufolge über die Beteiligungsgesellschaft AT Impf GmbH knapp die Hälfte der Biontech-Anteile. Biontech-Chef Ugur Sahin, der das Unternehmen 2008 auch gegründet hat, hält rund 17 Prozent der Anteile. Sein Aktienpaket ist derzeit umgerechnet rund elf Milliarden Euro wert.

dpa-AFX

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onvista-Redaktion: Bei Biontech stimmt derzeit einfach alles. Sowohl der bereits erreichte Erfolg mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty, der dem Unternehmen einen milliardenschweren Geldregen beschert hat, als auch die sich abzeichnenden, notwendigen Booster-Impfungen und die weitere, weltweite Nachfrage nach Impfungen gegen das Corona-Virus eben den Weg für sehr lukrative Geschäfte.

Als Bonus folgt die langfristige Fantasie, wenn man sich das Potenzial der mRNA-Technik von Biontech anschaut, die neue Behandlungsmöglichkeiten gegen Tuberkulose, aber beispielsweise auch eine ganz neue Herangehensweise gegen Krebs-Erkrankungen in Aussicht stellt. Angetrieben von dem Erfolg des letzten Jahres ist der Weg für das Unternehmen „nach oben offen“, wenn man die neu erhaltenen Möglichkeiten richtig nutzt. Mit Pfizer als starkem Partner dürfte das jedoch nicht zu schwer sein. Selbst deutliche Gewinnmitnahmen können als Einstiegsgelegenheiten genutzt werden.

Titelfoto: Karol Ciesluk / Shutterstock.com

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