Bitcoin: Morgan Stanley setzt BTC auf Liste möglicher Investments ++ Michelin: Zahlen besser als gedacht ++ Delivery Hero: „Top Pick“ im Sektor

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Bitcoin: Morgan Stanley setzt BTC auf Liste möglicher Investments ++ Michelin: Zahlen besser als gedacht ++ Delivery Hero: „Top Pick“ im Sektor

Der Dax tastet sich heute langsam, aber stetig vorwärts und hält sich zunächst über der Marke von 14.100 Punkten. Vorige Woche hatte er mit 14.169 Punkten sein bisheriges Rekordhoch erreicht. Die Experten der Helaba fragen sich jedoch, von welcher Seite neue Impulse kommen können. Zwar nehme die Zahl von Corona-Neuinfektionen weiter ab, aber die Sorgen über Virusmutationen hielten an.

An der Wall Street war am Montag feiertagsbedingt nicht gehandelt worden. Zuvor waren dort der technologielastige Nasdaq 100 und der marktbreite S&P 500 mit Rekorden bereits voran gelaufen. Anleger setzten auf Impf-Fortschritte, die ein wichtiger Schritt sind für die Konjunkturaufhellung.

ZEW-Index erwartet

Am Vormittag steht hierzulande mit dem ZEW-Index ein Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft auf dem Programm. Darin dürfte der verlängerte Lockdown von den Umfrageteilnehmern mittlerweile weitestgehend verarbeitet sein, glauben die Ökonomen der Helaba. Die Hoffnung, dass auf Sicht von sechs Monaten eine wirtschaftliche Erholung eintritt, dürfte gestützt werden.

Bitcoin pirscht sich an 50.000 Dollar Marke heran

Der Bitcoin nähert sich wieder der Marke von 50.000 Dollar. In der Nacht auf Dienstag stieg der Kurs der weltweit bekanntesten und wichtigsten Digitalwährung bis auf 49.938 Dollar, verlor danach aber wieder etwas an Wert. Zuletzt lag der Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp mit rund 49.000 Dollar aber immer noch in Reichweite der symbolträchtigen Marke über dem Niveau vom Montag. Der Bitcoin war bereits am Sonntag fast auf 50.000 Dollar gestiegen, war aber am Montag dann bis auf rund 46.000 Dollar abgesackt.

Der Bitcoin befindet sich seit Wochen und Monaten im Höhenflug, der sich zuletzt noch einmal beschleunigte. So hatte der Bitcoin an Weihnachten noch die Hälfte gekostet. Im Spätsommer lag der Kurs noch bei rund 10.000 Dollar. Angetrieben wurde der Kurs zuletzt unter anderem vom Elektrobauer Tesla und dessen Chef Elon Musk.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Milliardenbetrag in Bitcoin investiert und beabsichtigt, die Digitalwährung künftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Musk selbst wiederum machte immer wieder via Twitter auf die Digitalwährung aufmerksam. Teslas Engagement weckt die Hoffnung, dass auch andere Unternehmen folgen könnten, was die Akzeptanz des Bitcoin steigern würde.

So scheint auch das Kreditkartenunternehmen Mastercard dem Kryptogeld nicht mehr abgeneigt. So hatte Raj Dhamodharan, zuständig bei Mastercard für digitale Vermögenswerte, vergangene Woche in einem Blog geschrieben, dass der Konzern Transaktionen mit ausgesuchten Kryptowährungen erlauben wolle. Darüber hinaus stehe man in engem Kontakt mit Zentralbanken, die an eigenen Digitalwährungen arbeiten.

Und auch immer mehr professionelle Investoren schielen auf die Digitalwährung. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Wochenende unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, erwägt ein auch auf Wachstumswerte ausgerichteter Investmentarm der US-Bank Morgan Stanley den Bitcoin auf die Liste möglicher Investments zu setzen.

Nordex dank Auftrag im Plus

Unter den Einzelwerten stiegen vorbörslich die Papiere des Windkraftkonzerns Nordex auf Tradegate um 0,4 Prozent zum Xetra-Schluss. Ein Auftrag aus den Niederlanden half. Einen Blick wert sein könnten zudem Continental nach Halbjahreszahlen des französischen Reifen-Konkurrenten Michelin, die von Analysten als unerwartet stark eingestuft wurden. Continental notierten auf Tradegate zuletzt ebenfalls leicht höher zum Xetra-Schluss.

Michelin leidet deutlich unter der Krise

Die Corona-Krise hat dem französischen Reifenhersteller Michelin einen herben Umsatz- und Gewinnrückgang eingebrockt. Allerdings verdiente das Unternehmen im laufenden Geschäft besser als gedacht. Für das laufende Jahr rechnet das Management wieder mit besseren Geschäften, wie Michelin am Montagabend in Clermont-Ferrand mitteilte. Das Niveau aus dem Jahr vor der Pandemie dürfte aber auch 2021 außer Reichweite bleiben.

Im abgelaufenen Jahr sackte Michelins Umsatz um 15 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro ab. Der operative Gewinn der Segmente brach um fast 38 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro ein, übertraf aber die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich blieb mit 625 Millionen Euro nur gut ein Drittel so viel Gewinn übrig wie im Jahr 2019. Für das neue Jahr erwartet Michelin-Chef Florent Menegaux, dass die Nachfrage nach Reifen für Pkw und Kleinlaster um sechs bis zehn Prozent zulegt. Der Markt für Lkw-Reifen dürfte um vier bis acht Prozent und für Spezialprodukte um acht bis zwölf Prozent wachsen. Bei stabilen Währungskursen rechnet er für 2021 mit einem operativen Gewinn der Segmente von mehr als 2,5 Milliarden Euro.

Delivery Hero profitiert von Lob durch Morgan Stanley

Eine positive Einschätzung von Morgan Stanley zu Delivery Hero hat den Papieren des Essenslieferdienstes am Dienstag Auftrieb verliehen. Auf Tradegate kletterten sie im vorbörslichen Handel um 0,4 Prozent zum Xetra-Schluss auf 131,28 Euro. Für Analystin Miriam Adisa zählt Delivery Hero in diesem Jahr zu den „Top Picks“ im Sektor. Der Dax-Konzern sei Branchenführer in attraktiven Märkten und verglichen mit der Konkurrenz weiterhin nicht sehr anspruchsvoll bewertet. Mehr Klarheit zum Geschäft in Südkorea und zu geplanten Investitionen im Lebensmittelhandel könnten den Aktienkurs wieder entfachen.

Delivery Hero gilt als Gewinner der Pandemie. In Lockdowns mit geschlossenen Restaurants bestellen viele Menschen ihr Essen online und lassen es sich liefern. Anfang des Jahres war Delivery Hero mit 145,40 Euro auf ein weiteres Rekordhoch gestiegen und hatte sich seit dem Corona-Crashtief im vergangenen März damit nahezu verdreifacht. Zuletzt war die Kursentwicklung aber etwas ins Stocken geraten. Die Anteile pendelten um die Marke von 130 Euro.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: Ken Wolter / Shutterstock.com

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