Dax durch Ölpreis-Chaos im Abwärtssog – Analysten rechnen mit weiteren, erheblichen Kursturbulenzen an den Finanzmärkten

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Dax durch Ölpreis-Chaos im Abwärtssog – Analysten rechnen mit weiteren, erheblichen Kursturbulenzen an den Finanzmärkten

Unter dem Eindruck der Turbulenzen am Ölmarkt hat der Dax am Dienstag kräftige Abschläge verbucht. In der ersten Stunde nach dem Start belief sich das Minus auf 2,39 Prozent auf 10.421,16 Punkte. Die in der vergangenen Woche erreichten 10.820 Punkte seien möglicherweise bereits der Höhepunkt der jüngsten Erholungsrally gewesen, hieß es von den Charttechnik-Experten der UBS.

Der laufende Rückschlag dürfte nun die Unterstützung bei 10.300 Punkten einem Test unterziehen, schrieben die Chartexperten der Schweizer Investmentbank am Dienstag in ihrem Morgenkommentar. Unter 10.300 Punkten sehen sie weitere Korrekturmarken knapp unter 10.100 und bei 10.000 Punkten. Gestern war der Leitindex drei Mal an der Marke von 10.700 Punkten abgeprallt und konnte diese Marke nicht mehr überwinden.

Turbulenzen am Ölmarkt

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Angebot und Nachfrage am Ölmarkt klaffen derzeit stark auseinander. Die Corona-Pandemie legt die ohnehin schon in billigem Öl schwimmende US-Wirtschaft lahm – der Bedarf an dem Rohstoff sinkt dadurch kräftig, die Öllager drohen überzulaufen. Sollte nun die US-Ölindustrie mit ihren vielen kleineren Unternehmen noch stärker unter Druck geraten, fürchten Experten eine Pleitewelle, die womöglich auch die Finanzbranche belasten könnte.

„Solche Preisasymmetrien wie am Ölmarkt setzen nicht nur Ölförderunternehmen unter Druck, sie ziehen oft auch größere Handelsverluste bei Investmentbanken und Hedgefonds nach sich, die dann wiederum Geld aus anderen Anlagen wie etwa Aktien oder Anleihen abziehen müssen“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Ihm zufolge dürfte dies noch zu erheblichen Kursturbulenzen an den internationalen Finanzmärkten führen. Im Dax kann er sich einen weiteren Kursrückgang bis unter 10.000 Punkte vorstellen.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es im frühen Dienstagshandel um 1,27 Prozent auf 22.175,68 Punkte nach unten. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank um 2,4 Prozent.

Neben den Verwerfungen am Ölmarkt kommen aktuell noch Spekulationen über die politische Entwicklung in Nordkorea ins Spiel, da der Machthaber des Landes, Kim Jong Un, sich Berichten zufolge nach einer Operation in kritischem Zustand befindet. Die Chartanalysten der UBS werten dies fundamental als Destabilisierungsgefahr für die koreanische Halbinsel und somit auch als Gefahr für die Aktienmärkte.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: H-AB Photography / Shutterstock

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