Dax: Leitindex zieht weiter kräftig an ++ Brenntag: „Keine nennenswerte Beeinflussung“ ++ Morphosys: Prognose steht noch

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Dax: Leitindex zieht weiter kräftig an ++ Brenntag: „Keine nennenswerte Beeinflussung“ ++ Morphosys: Prognose steht noch

Die Hoffnung auf ein allmähliches Nachlassen der Coronavirus-Pandemie hat die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Dienstag weiter angetrieben. Der Dax rückte im frühen Xetra-Handel um 3,9 Prozent auf 10 469 Punkte vor und setzte sich damit weiter von der 10 000er Marke nach oben ab. Am Vortag hatte sich der Dax bereits um fast sechs Prozent erholt. Seit dem Crash-Tief Mitte März von rund 8255 Punkten hat sich der Index mittlerweile um mehr als ein Viertel erholt.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sieht für den besonders heftig vom Coronavirus getroffenen Bundesstaat Licht am Ende des Tunnels. Zwar sei die Zahl der in der Pandemie gestorbenen in New York zuletzt nochmals gestiegen; der Anstieg liege jedoch im Bereich der vergangenen Tage, hatte Cuomo am Montag gesagt.

„In den USA scheint sich der Anstieg der Neuinfektionen abzuflachen“, schrieb Volkswirt Marco Wagner von der Commerzbank. In Europa schienen derweil die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu wirken. Weltweit sei die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tage kaum nochgestiegen.

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Der MDax für mittelgroße Unternehmen rückte um 3,6 Prozent auf 21.870 Punkte vor. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 erholte sich um gut drei Prozent.

Brenntag: Alle Standorte „voll operativ“

Der Chemikalienhändler setzt wegen der Coronavirus-Pandemie seine Jahresprognose aus. Die Geschäftsentwicklung sei im ersten Quartal zwar noch nicht nennenswert beeinflusst worden, teilte der MDax-Konzern am Dienstag in Essen mit. Abgesehen von wenigen Ausnahmen arbeiteten auch alle Standorte „voll operativ“. Dennoch lasse die derzeitige Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 vor allem in Europa und Nordamerika aktuell keine verlässliche Einschätzung der Geschäfte für den weiteren Jahresverlauf zu. Die Unsicherheit auf die erwarteten Auswirkungen habe sich seit dem Prognosebericht von Anfang März deutlich erhöht.

Sobald sich eine Eindämmung der Pandemie abzeichnet und eine genauere Abschätzung der Effekte möglich ist, will der Konzern die Prognose aktualisieren. Der Konzern verfüge über ein robustes Geschäftsmodell, eine hohe Liquidität und habe Zugriff auf umfangreiche Kreditlinien, hieß es.

Morphosys: Prognose steht noch

Das Biotechnologieunternehmen hält derzeit an seinen Jahreszielen für Meilensteine fest. Es sei jedoch nicht möglich, die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf laufende und geplante klinische Studien und den Geschäftsbetrieb zuverlässig vorherzusagen oder zu quantifizieren, wie das MDax-Unternehmen am Montagabend in Planegg bei München mitteilte. Trotz der sich weltweit rasch verändernden Bedingungen und der damit verbundenen möglichen Auswirkungen auf klinische Studien arbeite Morphosys weiterhin intensiv daran, seine Pläne zur Medikamentenentwicklung aufrechtzuerhalten.

„Wir beobachten die Entwicklungen um COVID-19 sehr genau und passen unsere Aktivitäten zur Eindämmung der Pandemie kontinuierlich daran an, um nachhaltig den Wert unseres Unternehmens zu sichern“, sagte Unternehmenschef Jean-Paul Kress laut Mitteilung. Das Wohl der Mitarbeiter und Patienten habe oberste Priorität. Das Unternehmen treffe alle notwendigen Vorkehrungen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Ansteckungsketten zu durchbrechen.

Die Aufnahme von Patienten in der sogenannten „M-Place-Studie“ sei vorübergehend unterbrochen, das gelte auch für das Screening. Deshalb könnte es zu Verzögerungen von Zeitplänen kommen.

Kurz & knapp:

 Hugo Boss: Der Modekonzern will vor dem Hintergrund der negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für das abgelaufene Jahr keine Dividende ausschütten. Einen entsprechenden Vorschlag werde der Hauptversammlung vorgelegt, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Diese soll am 27. Mai als virtuelle Veranstaltung stattfinden.

Carnival: Saudi-Arabien steigt in der Corona-Krise als Großaktionär beim angeschlagenen US-Kreuzfahrtkonzern Carnival ein. Der Saudi-Staatsfonds PIF legte am Montag in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht einen Anteil von gut acht Prozent an dem Touristikunternehmen offen, der am letzten Schlusskurs der Aktie gemessen knapp 370 Millionen Dollar (rund 343 Mio Euro) wert war. Carnival steht mit dem Rücken zur Wand – die Kreuzfahrtbranche zählt zu den Wirtschaftszweigen, die besonders stark unter der Corona-Pandemie leiden. Der Konzern war in der Krise durch Virus-Ausbrüche auf zwei Kreuzfahrtschiffen schon recht früh in die Bredouille geraten und musste den Betrieb fast komplett einstellen. Zu Carnival gehört auch der deutsche Anbieter Aida Cruises.

Samsung: Angesichts der soliden Nachfrage nach Chips inmitten der Coronavirus-Krise erwartet der Elektronikriese für das erste Quartal 2020 einen höheren operativen Gewinn. Der Gewinn aus den Kerngeschäften werde im Jahresvergleich um 2,7 Prozent auf 6,4 Billionen Won (etwa 4,9 Milliarden Euro) steigen, teilte das südkoreanische Unternehmen am Dienstag in seinem Ergebnisausblick mit. Die Zahlen lagen damit leicht über den Markterwartungen. Samsung ist marktführend bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern. Beim Umsatz rechnen die Südkoreaner mit einem Anstieg um 5 Prozent auf 55 Billionen Won. Wie üblich legt der Konzern genauere Geschäftszahlen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: H-AB / Shutterstock.com

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