Es ist noch nie so teuer gewesen, Cash zu halten

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Cash zu halten ist wichtig. Egal ob für Privatpersonen, um für den Fall der Fälle vorzusorgen. Beispielsweise wenn die Waschmaschine oder das Auto mal kaputt geht. Oder aber für Investoren, um in einem Crash- oder Korrekturfall flexibel zu sein. Auch was eben das eigene Leben angeht, damit man nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen muss.

Im Endeffekt ist das Halten von Cash daher eine Form von Flexibilität, deren Opportunitätskosten eigentlich geringer sind als das Nichthalten liquider Mittel. Trotzdem können wir  jetzt sagen: Es ist noch nie so teuer gewesen, sich ein finanzielles Polster zu halten. Wobei das Teure auf zwei verschiedenen Ebenen wirkt.

Cash halten: Noch nie so teuer gewesen

Das Halten von Cash wird derzeit von zwei Faktoren bestimmt, die beide diese Ausgangslage nicht gerade begünstigen. Zum einen ist das die bekannte Inflation. Eigentlich handelt es sich dabei um ein regelmäßiges Phänomen, das sich jedoch im niedrigen einstelligen Prozentbereich rund um die Marke von 2 % abspielen soll. Derzeit liegt die Inflation jedoch bei 3,1 % für das Jahr 2021 in Deutschland. Sowie mit einem weiteren Ausreißer von 5,3 % im Dezember nach oben.

Die Inflation zehrt die Kaufkraft unseres Geldes auf. Für das, was man im Dezember des Jahres 2020 noch 10.000 Euro bezahlen musste, sind durchschnittlich 530 Euro mehr angefallen. Wobei die Referenz dafür ein Verbraucherpreisindex mit einem gewichteten Warenkorb ist. Trotzdem zeigen diese Zahlen, dass das Halten von Cash im Moment wenig ratsam ist und Kaufkraft dadurch sogar verloren geht.

Aber die Inflation ist nicht der einzige Grund, warum Liquidität schwierig ist. Niemand will sie im Moment haben, Banken und Geldinstitute fangen an, Negativzinsen auf Vermögen einzuführen. In der Regel noch mit üppigen Schonvermögen von 100.000 Euro. Aber erste Institute fangen auch an, diese Gebühren ab dem ersten Euro einzuführen, was eine zusätzliche, reale Belastung darstellt. Oder anders ausgedrückt: Auch deswegen ist es in einigen Fällen nie so teuer gewesen, Cash zu halten.

Benötigt werden ein Ausgleich und eine niedrige Quote

Als aufmerksamer Sparer und Investor weißt du bestimmt, dass Rendite der Ausgleich ist, um diesen Phänomenen entgegenzuwirken. Selbst wenn man nicht sein gesamtes Vermögen investiert hat: Die Hälfte und eine Rendite im höheren, einstelligen Prozentbereich wäre womöglich ausreichend, um der Inflation und den Negativzinsen aus dem Weg zu gehen.

Allerdings ist das für mich nicht alles: Zudem sollte man überlegen, welchen Anteil an Cash man sich als Sparer und Investor leisten sollte. Es ist jedenfalls nie so wenig vorteilhaft gewesen, Liquidität zu besitzen. Die Zeiten ändern sich im Moment, was auch zu einem aktiven Nachdenken hinsichtlich des Umgangs mit dieser Form der Flexibilität führen sollte.

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