Evotec: Big Deal mit Novo Nordisk ++ Zooplus: Onlinehändler in der Gewinnzone angekommen ++ Dax: 13.000 bleibt nur in Reichweite ++ Bitcoin: Kryptowährung wieder beliebt

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Evotec: Big Deal mit Novo Nordisk  ++ Zooplus: Onlinehändler in der Gewinnzone angekommen ++ Dax: 13.000 bleibt nur in Reichweite ++ Bitcoin: Kryptowährung wieder beliebt

Die Stimmung in den New Yorker Industrieunternehmen hat sich im August wieder eingetrübt. Damit ist die Erholung nach dem drastischen Einbruch in der Corona-Krise vorerst gestoppt. Der Empire-State-Index fiel auf 3,7 Punkte, nach 17,2 Zähler im Juli, wie die regionale Notenbank von New York am Montag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur einen leichten Rückgang auf 15,0 Punkte erwartet.

Mit einem Stand über der Nulllinie wird aber weiter wirtschaftliches Wachstum angezeigt. Mittlerweile liegt der Stimmungsindikator den zweiten Monat in Folge im positiven Bereich, nachdem er im April wegen der Corona-Krise bis auf ein Rekordtief bei minus 78,2 Punkte abgestützt war.

Aus der Umfrage im August ging hervor, dass wieder mehr Industrieunternehmen von einem sinkenden Auftragseingang berichtet hätten. Insgesamt haben etwa 34 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, dass sich die Geschäftsbedingungen verbessern. Etwa 30 Prozent hätten von einem Rückgang der Aktivitäten berichtet.

Dax: Leitindex bleibt vorsichtig

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag zum Handelsauftakt geschwächelt. Die Anleger sind aktuell wieder vorsichtiger geworden, zumal es an neuen Aufwärtsimpulsen mangelt. Der Dax gab um 0,42 Prozent auf 12 866,82 Punkte nach. Damit hielt sich das Börsenbarometer zugleich weiter leicht über den Bereich um die 12 750 bis 12 850 Zähler, der charttechnisch inzwischen zu einer Unterstützung für den Leitindex geworden ist.

Der MDax sank um 0,49 Prozent auf 27.354,87 Punkte. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, fiel um 0,56 Prozent auf 3.287,21 Zähler. 

Evotec: Kooperation mit Novo Nordisk arbeiten zusammen

Der Wirkstoffforscher Evotec und der dänische Insulinhersteller Novo Nordisk schließen sich künftig bei der Erforschung und Entwicklung von Therapien gegen chronische Nierenerkrankungen zusammen. Das teilte Evotec am Dienstag in Hamburg mit. Im Zuge dieser Kooperation erhalte Evotec eine in der Höhe nicht genannte Abschlagszahlung, Forschungszahlungen und mehr als 150 Millionen Euro Meilensteinpotenzial je Produkt sowie Umsatzbeteiligungen.

Die beiden Unternehmen teilen sich im Rahmen der Vereinbarung die Verantwortlichkeiten während der Wirkstoffforschung und der präklinischen Entwicklung auf. Dabei sei Novo Nordisk für die klinische Entwicklung und die Vermarktung der Produkte verantwortlich.

Baader Bank plädiert für Kauf

Die Exerten der Bank haben die Einstufung für Evotec anlässlich einer erweiterten strategischen Allianz mit Novo Nordisk auf „Add“ mit einem Kursziel von 28 Euro belassen. Die nun vereinbarte Kooperation mit dem Insulinhersteller bei der Entwicklung von Therapien gegen chronische Nierenerkrankungen erweitere die erfolgreiche Beziehung des Hamburger Wirkstoffforschers mit den Dänen, schrieb Analyst Bruno Bulic in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Das Marktvolumen der Medikamente gegen chronische Nierenerkrankungen habe sich 2018 auf knapp 13 Milliarden Dollar belaufen und könne bis 2026 auf knapp 16 Milliarden steigen.

Lanxess: Corona-Pandemie bietet Chancen

Der Chef des Spezialchemie-Konzerns, Matthias Zachert, blickt positiv und möchte mit umfangreicheren Übernahmen die Geschäftsentwicklung weiter vorantreiben. „Unsere starke finanzielle Situation lässt auch größere Zukäufe zu, die wir uns in allen Segmenten vorstellen können“, sagte der Vorstandsvorsitzendes des Chemiekonzerns dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). „Wir sind gerüstet für Übernahmechancen, die sich durch die Corona-Pandemie sicherlich bieten werden.“ Die Marschrichtung laute „Klasse statt Masse“. „Wir sehen Chancen in der Elektromobilität, etwa in unserem Projekt zur neuartigen Gewinnung von Lithium für Batterien“, sagte Zachert weiter. Sollte sich die Technologie durchsetzen, werde man in größerem Stil investieren.

Zooplus: Zahlen sind endlich schwarz

Der Onlinehändler für Haustiefbedarf hat im ersten Halbjahr dank gut laufender Geschäfte in der Corona-Krise auch unter dem Strich einen Gewinn erwirtschaftet. Der Überschuss bezifferte sich auf 7,8 Millionen Euro, wie das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen am Dienstag in München bei der Vorlage ausführlicher Zahlen mitteilte. Im Vorjahr hatte noch ein Fehlbetrag von 7,1 Millionen Euro zu Buche gestanden. Im ersten Quartal waren die Zahlen mit Minus 0,5 Millionen ebenfalls noch rot.

Zooplus profitierte in der Pandemie von einer starken Nachfrage etwa nach Futter und Streu, da viele Menschen den Gang in Geschäfte mieden. Zudem verbesserte sich die operative Profitabilität deutlich. Während der Umsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 862 Millionen Euro stieg, legte das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sogar auf 29,4 Millionen Euro zu, nach 4,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Vor allem im zweiten Quartal kletterte das Ebitda rasant.

Wie bereits bekannt, hatten die Münchener ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr Mitte Juli zum wiederholten Mal angehoben. Demnach erwartet das Unternehmen beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) für 2020 mindestens 40 Millionen Euro, beim Umsatz traut sich Zooplus ein Wachstum um rund 240 Millionen Euro auf rund 1,77 Milliarden Euro zu. Der Ausblick wurde nun bestätigt. 

Kurz & knapp:

Bitcoin: Die Digitalwährung Bitcoin steht bei Anlegern offenbar wieder höher im Kurs. Aktuell rangiert die älteste und bekannteste Kryptowährung über der Marke von 12 000 US-Dollar. Nachdem am Montag mit rund 12 400 Dollar der höchste Stand seit gut einem Jahr erreicht worden war, wurden am Dienstagvormittag auf der Handelsplattform Bitstamp 12 200 Dollar für einen Bitcoin gezahlt. Auch andere Kryptowährungen wie Ether oder XRP konnten zuletzt zulegen. Die Antriebskräfte der Kryptokurse sind nicht immer eindeutig. Zurzeit scheint der Bitcoin von der durchwachsenen Börsenstimmung zu profitieren. Es gab aber auch Zeiten, da stellten fallende Aktienkurse eine Belastung dar. Eine gewisse Rolle könnte auch das sinkende Anlegervertrauen in den Dollar spielen, nicht zuletzt wegen des von vielen Seiten kritisierten Corona-Krisenmanagements der Regierung. Auch politische Krisen wie die gegenwärtigen Proteste in Belarus können in den betroffenen Ländern zu einer höheren Nachfrage nach Kryptowährungen führen.

Novartis: Der Schweizer Pharmakonzern begrüßt die Entscheidung eines US-Gerichts im Zusammenhang mit seinem Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya. Demnach würde das Generika-Produkt des Unternehmens HEC ein Patent verletzen, teilte der schweizerische Pharmakonzern am Montagabend mit. Das Gericht habe gleichzeitig auch die Gültigkeit des entsprechenden Patents von Novartis bestätigt, das am 25. Dezember 2027 ausläuft. Man habe aber zuvor mit einigen Herstellern bereits Vergleiche geschlossen. Unter den vereinbarten Bedingungen könnten diese eine Generika-Version von Gilenya lancieren zu einem Datum vor Ablauf des Patents, so der Konzern in der Mitteilung. Ende Januar hatte Novartis-Chef Vas Narasimhan bestätigt, dass man sich in den USA im Rechtsstreit mit Herstellern möglicher Nachahmerprodukte befinde. Mit Blick auf den Blockbuster Gilenya, der im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als 3 Milliarden zum Konzernumsatz beigesteuert hat, sagte er aber, man gehe weiterhin davon aus, dass 2020 in den USA keine Generika auf den Markt kommen.

Easyjet: Die Billigfluglinie gibt wegen der Corona-Krise drei ihrer elf Basen in Großbritannien auf. Betroffen sind die Flughäfen Stansted und Southend in der Nähe von London sowie Newcastle im Nordosten Englands. Die Stützpunkte werden ab 31. August geschlossen, teilte Easyjet-Chef Johan Lundgren am Montag mit. Die gesamte Branche leidet unter einem Einbruch der Passagierzahlen. Erst kürzlich hatte sich Easyjet mit dem Verkauf eines Teils der Flotte finanziellen Spielraum verschafft. Die britische Fluggesellschaft verkaufte 23 Maschinen mit einem Gesamterlös von 771 Millionen US-Dollar (650 Millionen Euro). Die Flugzeuge nutzt Easyjet jetzt weiterhin im Rahmen eines Leasing-Vertrags.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: PowerUp / Shutterstock.com

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