Johnson & Johnson: Prognoseerhöhung wird von Aussetzung der Impfstoffstudie ausgestochen – Aktie im Minus

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Johnson & Johnson: Prognoseerhöhung wird von Aussetzung der Impfstoffstudie ausgestochen – Aktie im Minus

Der US-Pharma- und Medizintechnikkonzern wird nach den Zahlen für das dritte Quartal optimistischer. Die Zahlen hier fielen besser als erwartet aus. Allerdings musste Johnson & Johnson bereits gestern nach Börsenschluss einräumen, dass die Studie für einen Corona-Impfstoff vorerst unterbrochen werden musste, da ein Probant erkrankt ist. Dieser negative Effektr lässt das gute 3. Quartal heute etwas untergehen und die Aktie kämpft mit einem vorbörslichen Minus.

Prognose für Umsatz und Gewinn je Aktie wird angehoben

Bislang rechnete der US-Pharmakonzern für 2020 mit einem Umsatz von 79,9 bis 81,4 Milliarden US-Dollar (rund 67,6 bis 68,9 Milliarden Euro). Nun erwartet er Erlöse zwischen 81,2 und 82,0 Milliarden Dollar, wie Johnson & Johnson am Dienstag in New Brunswick (US-Bundestaat New Jersey) mitteilte. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie soll mit 7,95 bis 8,05 Dollar höher ausfallen als bislang angenommen. Zuvor war der Konzern von 7,75 bis 7,95 Dollar je Anteilsschein ausgegangen.

Knock-Outs zur Johnson & Johnson Aktie

Kurserwartung
Johnson & Johnson-Aktie wird steigen
Johnson & Johnson-Aktie wird fallen
Höhe des Hebels
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Pharmageschäft läuft rund

Im dritten Jahresviertel profitierte Johnson & Johnson von einem anhaltend guten Pharmageschäft, in dem sich die Krebsmedikamente Darzalex und Imbruvica sowie der Entzündungshemmer Stelara als Wachstumstreiber erwiesen. Auch im Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten konnte das Unternehmen zulegen. Zudem sei die Erholung in der Medizintechnik besser als angenommen verlaufen, sagte Konzernchef Alex Gorsky, der sich trotz der negativen Folgen der Covid-19-Pandemie entsprechend zufrieden zeigte.

Konzernweit stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 Prozent auf 21,08 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Erwartungen der Analysten. Den Nettogewinn konnte Johnson & Johnson mit 3,55 Milliarden Dollar etwas mehr als verdoppeln. Im vergangenen Jahr hatten allerdings milliardenschwere Kosten für Rechtsstreitigkeiten auf den Gewinn gedrückt. Die Johnson & Johnson-Aktie lag im vorbörslichen New Yorker Handel dennoch rund 1,2 Prozent im Minus.

Aussetzung der Studie belastet jedoch

Johnson & Johnson hat seine Studie für einen künftigen Corona-Impfstoff wegen einer ungeklärten Erkrankung eines Probanden vorübergehend unterbrochen. Das teilte das Unternehmen bereits am Montag mit. Die Erkrankung des Studienteilnehmers werde nun von einer unabhängigen Expertengruppe und von internen Ärzten geprüft und bewertet. Weitere Informationen zu dem erkrankten Probanden gab es zunächst unter Hinweis auf seine Privatsphäre nicht.

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Johnson & Johnson teilte zudem mit, es sei nicht immer sofort ersichtlich, ob ein Teilnehmer eine Studienbehandlung oder ein Plazebo erhalten habe. „Unerwünschte Ereignisse“ wie Krankheiten oder Unfälle seien zu erwartende Bestandteile jeder klinischen Studie.

Die Anleger werten das Aussetzen der Studie trotzdem höher als das gute dritte Quartal. Daher liegt das Papier des US-Pharmakonzerns vorbörslich im Minus.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: josefkubes / Shutterstock.com

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20.10.2020, 22:10, NYSE

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