Stratec: Gehobener Ausblick lockt die Anleger ++ Vantage Towers: Analysten starten Bewertung und sind optimistisch ++ ABB: Möglicher Börsengang des Elektromobilitätsgeschäfts

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Stratec: Gehobener Ausblick lockt die Anleger ++ Vantage Towers: Analysten starten Bewertung und sind optimistisch ++ ABB: Möglicher Börsengang des Elektromobilitätsgeschäfts

Nach seinem zähen Wochenstart bleibt der Dax auch am Dienstag zunächst gemächlich. Seit Wochen schon bewegt sich der Dax in einer Spanne zwischen 15000 und knapp über 15.500 Punkten. In der Vorwoche hatte er mit 15.501 Punkten seinen bisherigen Höchststand erreicht. Laut den Experten der Helaba scheint auf der Oberseite der Spielraum kurzfristig ausgereizt zu sein. Auf der Unterseite sei aber der Abgabedruck bislang noch zu gering ausgefallen, um eine größere Korrektur einzuleiten.

Quartalsberichte der US-Tech-Schwergewichte im Fokus

In den USA trat der Dow Jones Industrial am Vorabend weiter auf der Stelle, während der marktbreite S&P 500 nur minimal ein weiteres Rekordhoch erklomm. Der breit gefasste Technologieindex Nasdaq Composite kratzte nach zweimonatiger Konsolidierung wieder an seiner Bestmarke. In dieser Woche stehen Quartalsberichte einiger Schwergewichte aus dem Techsektor auf dem Tableau, an diesem Dienstag beispielsweise Alphabet und Microsoft. Zudem warten die Anleger auf den US-Zinsentscheid am Mittwochabend.

Ifo-Institut: Gute Stimmung in der Exportwirtschaft

In der deutschen Exportwirtschaft herrscht trotz Corona-Pandemie gute Stimmung. Laut monatlicher Konjunkturumfrage des Münchner Ifo-Instituts lag der Index der Exporterwartungen in der Industrie im April bei 24,6 Punkten, dem höchsten Stand seit zehn Jahren. In vielen Ländern zeige sich die Industrie von der Pandemie kaum beeinträchtigt, teilten die Ökonomen am Dienstag mit. „Davon profitiert die Nachfrage nach deutschen Exportgütern deutlich.“

In der Elektroindustrie sind die Erwartungen demnach sehr optimistisch, ebenso im Maschinenbau. Pessimistisch bleibt unter anderem die Bekleidungsindustrie, in der viele Unternehmen mit schlechteren Geschäften rechnen. Der Index basiert auf den Rückmeldungen von etwa 2300 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes.

Stratec mit optimistischem Ausblick

Im Fokus stehen am Dienstag einige Werte aus dem Nebenwerteindex SDax, der am Vortag ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte. Stratec legten zu Handelsstart deutlich zu bei allerdings dünnem Umsatz. Der Diagnostik-Spezialist blickt nach einem guten Jahresstart optimistischer auf das Gesamtjahr. Analytsen lobten das Abschneiden des SDax-Unternehmens. Stratec sei stark ins Jahr gestaret, schrieb etwas Oliver Metzger von der Commerzbank und erhöhte sein Kursziel von 146 auf 151 Euro an. Analyst Michael Healy von der Berenberg Bank nannte das Zahlenwerk beeindruckend, blieb aber bei seinem Kursziel von 130 Euro. Die Aktie notiert derzeit dennoch 11 Prozent im Plus.

Die Titel des Metall-Recyclers Befesa gewannen gut zwei Prozent, ebenfalls nach Zahlenvorlage. RTL notierten höher und profitierten von einer Kaufempfehlung der Citigroup.

HSBC verdient mehr als erwartet

Die britische Großbank HSBC ist besser als erwartet ins Jahr gestartet. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern habe in den ersten drei Monaten des Jahres 6,4 Milliarden Dollar (5,3 Mrd Euro) betragen und damit mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr, teilte die Bank mit einem starken Asiengeschäft in London mit. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem deutlich niedrigeren Ergebnis gerechnet. Unter dem Strich verdiente die Bank 3,9 (Vorjahr: 1,8) Milliarden Dollar. Die HSBC profitierte dabei unter anderen von Einsparungen und einer besseren Einschätzung beim Blick auf mögliche Kreditausfälle. So konnte die Bank im ersten Quartal rund 400 Millionen Dollar aus der Risikovorsorge auflösen. In den ersten drei Monaten vergangenen Jahres hatte die Bank wegen der Corona-Pandemie noch drei Milliarden Dollar für Kreditausfälle zurückgestellt.

ABB stellt Börsengang des Elektromobilitätsgeschäfts in Aussicht

Der Elektrotechnikkonzern ABB bringt einen möglichen Börsengang seines Geschäfts mit Ladetechnik für Elektroautos auf den Weg. Die Sparte sei ausgegliedert worden und solle eine eigene rechtliche Einheit werden, sagte ABB-Chef Björn Rosengren am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen. Damit würden die Grundlagen für eine eigenständige Börsennotierung geschaffen. Die Sparte, die Schnellladestationen für Autos und Busse herstellt, erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 220 Millionen Dollar.

Die angekündigte Trennung von weiteren Geschäftsbereichen dauert offenbar etwas länger als gedacht. Er gehe davon aus, dass ein erster Verkauf in der zweiten Jahreshälfte besiegelt werden könne, sagte Rosengren. Noch im Februar hatte er in Aussicht gestellt, eine erste Sparte möglicherweise im ersten Halbjahr zu veräußern. ABB hatte im November angekündigt, drei überdurchschnittlich profitable Bereiche mit einem Umsatz von insgesamt 1,75 Milliarden Dollar abstoßen zu wollen. Dazu gehören das Turbolader-Geschäft, der Bereich Stromwandler und Mechanical Power. Insidern zufolge wurden Investmentbanken mit der Organisation der Transaktionen beauftragt.

Vantage Towers gefragt – Analysten starten optimistisch

Nach einer Reihe von Erststudien sind die Papiere des Börsenneulings Vantage Towers am Dienstagmorgen deutlich geklettert. Auf der Handelsplattform Tradegate gewannen die Aktien der Mitte März an die Börse gegangenen Funkturmsparte von Vodafone bis zu 2,8 Prozent auf 25,67 Euro. Die Experten, die sich nun nach der üblichen Schweigephase erstmals äußerten, sind mit Kurszielen bis zu 35 Euro optimistisch. Allerdings gehörten Morgan Stanley, Barclays, Jefferies, die Deutsche Bank und Goldman Sachs auch zum Konsortium, die Vantage für Vodafone an die Börse brachten. Üblicherweise hält man dann den Papieren auch nachher die Stange, erklärte ein Börsianer.

Die zu 24 Euro ausgegebenen Papiere machen den Anlegern der ersten Stunde bislang noch nicht allzu viel Freude. Zwar kletterten sie im März zunächst schnell auf 25,80 Euro, kamen aber auch ebenso rasch wieder zurück und trotten bei steigenden Aktienmärkten ohne größere Kursgewinne dahin.

onvista/dpa-AFX/reuters

Titelfoto: Piotr Swat / Shutterstock.com

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