Melco über 20 Prozent im Plus

Casino Aktien außer Rand und Band - ab November darf in Macau wieder richtig gezockt werden

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Avigator Fortuner/Shutterstock.com

Die strikte Null-Covid Strategie im China hat nicht nur Probleme in den internationalen Lieferketten ausgelöst, sie hat auch dem chinesischem Zockerparadies Macau schwer zugesetzt. So wurden Mitte Juli wegen 71 Corona-Neuinfektionen in der Sonderverwaltungszone Macau alle Spielcasinos geschlossen. Das Glückspieleldorado, dass normalerweise mehr Erträge liefert als das amerikanische Glückspiel-Eldorado Las Vegas, war damit erst einmal lahm gelegt. Seit diesem Zeitpunkt gelten für die chinesische Sonderverwaltungszone strenge Einreiseauflagen für Bewohner des Festlandes. Genau diese solle jetzt gelockert werden und die Aktien der Spielcasino-Betreiber machen trotz der schlechten Marktstimmung heute große Freudensprünge.

Ab November darf wieder richtig gezockt werden 

Ho Iat-seng, der Regierungschef von Macau, hat am Wochenende bekanntgegeben, dass die strengen Einreisebeschränkungen gelockert werden und Touristen wieder nach Macau dürfen. Ho erklärte, dass der Prozess der Ausstellung von e-Visa für Besucher aus dem chinesischen Festland in einem Monat wieder aufgenommen wird. Guangdong, Shanghai, Zhejiang, Jiangsu und Fujian werden die ersten Orte sein werden, die wiedereröffnet werden.

Anleger gehen All-In

Den größten Freudensprung machen heute die Papiere von Melco Resorts & Entertainment Limited, ein Entwickler, Eigentümer und Betreiber integrierter Resortanlagen in Asien und Europa. Der Kurs legt über 20 Prozent zu. Die Aktie ist zuvor allerdings ordentlich unter die Räder gekommen.

US-Konkurrent legt auch zu 

Die Aktien von Wynn Ressorts und Las Vegas Sands legen heute zwar nicht ganz so stark zu wie die Papiere von Melco Ressort, kommen allerdings auch noch auf ein zweistelliges Plus. Anleger sollten dem heutigen Kurssprung allerdings nicht hinterherlaufen, sondern einen günstigeren Einstiegszeitpunkt für die Papiere der Casinobetreiber abwarten.

Keine Blanko-Vollmacht

Wer sich für einen Einstieg bei den Casinobetreibern entscheidet, der muss aktuell noch eine Menge Geduld mitbringen. Zwar sind in einigen Zocker-Paradiesen die Tore wieder geöffnet, aber aufgrund der hohen Inflation dürfte auch bei den Spielern das Geld nicht mehr so locker sitzen. Zudem darf die vorsichtige Öffnung von Macau nicht als Blankoschein gesehen werden. Sollte wieder Corona-Fälle verstärkt auftreten, dann könnte das Glücksspiel-Eldorado auch ganz schnell wieder geschlossen sein. Daher müssen Anleger sehr viel Geduld mitbringen, wenn sie jetzt in die Branche einsteigen. Allerdings könnte es sich in 2 bis 3 Jahren durchaus bezahlt gemacht haben, dass Risiko eingegangen zu sein.

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