Auch Entlassungen sind nicht ausgeschlossen

Zuckerberg bereitet Meta-Mitarbeiter auf Sparmaßnahmen vor

onvista · Uhr
Quelle: rafapress/Shutterstock.com

Die Zahlen des letzten Quartals waren ernüchternd: Das erste Mal seit dem Börsengang 2012 hat Meta (das frühere Facebook) einen Rückgang des Umsatzes erlebt. Der Grund: Bei den Werbepartnern sitzt das Geld auch nicht mehr so locker wie früher. Die Rezession und die Inflation geht bei den Werbepartnern nicht spurlos vorbei. Tik-Tok setzt Meta ebenfalls stark zu wie auch Apple. Apple schützt mittlerweile auf seinen iPhones die Privatsphäre besser, was Meta zusetzt.

Im Ergebnis: Meta muss schrumpfen. Und Meta wird schrumpfen, wie Mark Zuckerberg mitteilte. 2023 werde der Konzern weniger Mitarbeiter haben. Konkreter ist der Meta-Chef bisher nicht geworden. In den letzten Jahren ist der Konzern stark gewachsen: Am 30. Juni 2022 beschäftigte Meta 83.553 Mitarbeiter, knapp 20.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Ein Blick auf die Aktie wirkt ernüchternd: Im September 2021 lag sie bei 320,50 Euro, jetzt bei knapp über 140 Euro. Ein Minus von mehr als 56 Prozent. Von diesem Crash ist Zuckerberg auch persönlich betroffen, da der Großteil seines Vermögens aus Meta-Aktien besteht. Wegen der fallenden Kurse ist Meta auch aus der Liste der Top Ten der wertvollsten US-Unternehmen gefallen.

Zuckerberg: Tik-Tok ist Hauptkonkurrent

Gänzlich abschreiben sollte man Meta zwar noch nicht, aber zugreifen auch nicht. Facebook hat seinen Status schon lange verloren und wird von der Jugend kaum noch benutzt. Die Entwicklung bei Instagram ist dagegen spannender: Sie entwickelt sich, angetrieben durch den Konkurrenten Tik-Tok, mehr und mehr zu einer Videoplattform. Schon im Februar erklärte Zuckerberg, Tik-Tok sei der Hauptwettbewerber, gegen den man sich behaupten muss.

Derzeit forscht Meta auch an sein Projekt „Metaverse“, eine digitale Welt, in der Nutzer als Avatare mit anderen Nutzern interagieren können. Diese Möglichkeit soll nicht nur privaten Usern offenstehen, sondern auch geschäftlichen, die in Metaverse Kunden treffen und Geschäfte abschließen sollen. Allerdings ist Metaverse noch zu weit entfernt, als dass es heute schon für den Aktienkurs relevant sein könnte. Derzeit gibt es keine Impulse, die für ein Wachstum sprechen.

Es heißt also: Erst einmal eine Bodenbildung abwarten und schauen, wie sich der Aktienkurs, die Marktumgebung und das Projekt Metaverse entwickeln. Und wer Interesse an die Meta-Aktie hat soll sie auf die Watchlist setzen.

(mit Material von dpa-AFX)

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