Deutsche Wohnen mit Geschäftszahlen

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Die Vonovia-Tochter Deutsche Wohnen hat Zahlen zum Geschäftsjahr 2022 vorgestellt. Doch sind diese ähnlich besorgniserregend wie bei der Muttergesellschaft?

Schwieriger Wohnungsmarkt

Trotz eines schwierigen Umfeldes mit Regulierung, steigenden Zinsen und der Sorge vor hohen Renovierungskosten, durch Wärmemangel im Winter, hat die Deutsche Wohnen ein stabiles Geschäftsjahr 2022 hingelegt. CFO Olaf Weber sagte:

Die Deutsche Wohnen hat sich in einem herausfordernden Umfeld im Geschäftsjahr 2022 stabil entwickelt. Die wesentlichen Unternehmenskennzahlen liegen im Rahmen unserer Erwartungen.

CFO Olaf Weber

Und tatsächlich belief sich der Gewinn aus dem operativen Geschäft des Konzerns auf 593,6 Mio. EUR, nach 594,3 Mio. EUR im Vorjahr, was auf Basis eines leicht geschrumpften Mietportfolios als Erfolg zu verbuchen ist. Auch die Leerstandsquote blieb mit 1,9 Prozent weiter niedrig.

Sorgen bleiben

Trotzdem gab es auch einige Probleme, die bei der Vorlage des Geschäftsberichtes deutlich wurden und die Aktie um ein Prozent ins Minus drückten.

Konkret ging es dabei vor allem um den Ausblick des Unternehmens, denn für das Jahr 2023 erwartet man einen leichten Gewinnrückgang. Trotzdem soll im bereits laufenden Jahr der NAV (aktuell bei 51,30 EUR) weiter steigen, trotz dessen, dass man 9000 Wohnungen weniger im Portfolio hält. Zudem sollen Anleger eine Dividende von 0,04 EUR erhalten.

Fazit:

Damit hält sich die Deutsche Wohnen in einem schweren Marktumfeld stabil, anders als ihre Muttergesellschaft Vonovia, die inzwischen 87 Prozent an dem Unternehmen hält. Trotzdem bleiben hier die aktuellen Probleme der gesamten Branche präsent, was auch am Kursverlauf der Aktie deutlich wird.

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