Ausbruchsversuch von Siltronic eingefangen - Hauck-Kritik

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Der Ausbruchsversuch der Aktien von Siltronic ist zunächst gescheitert. Am Freitag sanken die Papiere des Waferherstellers um 3,8 Prozent auf 83,85 Euro. Am Mittwoch waren sie nach einer Kaufempfehlung noch bis auf 92,80 Euro geklettert, am Donnerstag dann aber im Zuge des Kapitalmarkttages aber schon deutlich um rund 6 Prozent zurückgekommen.

"Es war ein ernüchternder Kapitalmarkttag", kommentierte Hauck Aufhäuser-Experte Tim Wunderlich. Die Anlegerveranstaltung habe die heißen Gemüter deutlich abgekühlt und "kaltes Wasser auf die Anlagestory gegossen". Wenig inspirierende mittelfristige Wachstumsziele hätten neben vorsichtigen Äußerungen zu 2024 gestanden.

Auch die Signale zu den Barmitteln seien wenig erbaulich, so der Experte. Es gebe wohl zunächst kaum etwas zum Ausschütten an die Aktionäre und sogar eine Kapitalerhöhung könnte früher oder später eine Option sein. So müssten zunächst einmal Vorauszahlungen von Kunden für den Fabrikneubau in Singapur refinanziert werden.

Zudem habe das Management betont, dass im Zusammenhang mit dem Hochlaufen der Produktion im neuen Werk wohl erstmal mit Belastungen zu rechnen sei. Ein operativer Verlust (Ebitda) des Werkes im Jahr 2024 würde ihn nicht überraschen, so der Experte.

Mit Wunderlichs Kursziel von 52 Euro würde sich auch das Chartbild massiv verändern. Nicht nur das Jahresplus 2023 von zwischenzeitlich 36 Prozent wäre dahin, sondern auch das Zwischentief von Oktober 2022 geriete in Gefahr.

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