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Die Bilanz war gut ... aber nicht gut genug:

Trading-Chance American Express: Overshooting abverkauft ... jetzt sind die Bären dran

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Die Ende letzter Woche vorgelegte Quartalsbilanz des Kreditkarten-Unternehmens American Express war auf den ersten Blick absolut überzeugend. Auf den zweiten dann aber nicht mehr so, dass das im Vorfeld der Zahlen erzielte Rekordhoch zu halten gewesen wäre. Und ein abverkauftes Rekordhoch nach Zahlen ... das lockt die Short-Seller an: Eine Trading-Chance Short.

Quelle: onvista

Die American Express-Aktie hatte im Vorfeld der Bilanzvorlage ein Plus von 50 Prozent im laufenden Jahr erreicht. Das muss keine Gewinnmitnahmen provozieren, wenn das Wachstum des Unternehmensgewinns vergleichbar stark ist oder den Kursanstieg sogar noch übersteigt. Aber so gut waren die Zahlen nicht, nicht einmal im Ansatz. Und das bietet Abwärts-Chancen ... ebenso wie die charttechnische Gemengelage, in der sich die Aktie jetzt befindet.

Der Kurs steigt schneller als der Gewinn pro Aktie ... und der Umsatz gar nicht

Zwar übertraf American Express mit einem Gewinn pro Aktie von 3,49 US-Dollar die durchschnittliche Analysten-Prognose von 3,38 US-Dollar. Aber im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn bei 3,30 US-Dollar gelegen – eine Revolution war dieser Gewinnzuwachs also nicht. Und auch mit der leicht angehobenen Gewinnprognose für das Gesamtjahr, die jetzt bei 13,75 bis 14,05 US-Dollar liegt, war die Aktie damit weiterhin teuer. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis hatte zum am Tag vor der Bilanz erreichten Rekordhoch bei 20,38 gelegen, wenn man das obere Ende der avisierten Gewinnspanne rechnet. Und das ist weit teurer als in den vergangenen Jahren üblich, nimmt man das „verzerrte“ Corona-Jahr 2020 aus.

Und es gibt eben keine Argumente, warum American Express eine untypisch teure Bewertung haben müsste. Der Konsum wird in den kommenden Jahren eher nicht drastisch zunehmen, denn er ist weiter auf hohem Niveau und wirkt „gesättigt“. Und dass der Umsatz des Unternehmens nicht nur die Prognosen verfehlte, sondern mit 16,64 Milliarden US-Dollar auch unter dem Vorjahresvolumen von 17,19 Milliarden lag, zeigt schon: Man kann an den Margen noch drehen, aber auf Dauer ist da nicht mehr allzu viel Luft. Was indiziert, dass die Luft, die sich im Aktienkurs angesammelt hat, jetzt abgelassen werden könnte, zumal:

Overshooting wird zur Bullenfalle: Das lockt die Short-Seller an

Auch das Chartbild würde eine größere Korrektur unterstützen. Wir sehen hier, dass die American Express-Aktie im Vorfeld der Bilanz an das obere Ende eines zu Jahresbeginn etablierten Aufwärtstrendkanals gelaufen war und diesen Kanal in Form eines „Overshootings“ einen Tag vor der Bilanz nach oben verließ. Dass die Trader so etwas riskieren, zeugt von einer Selbstsicherheit, die der Lage ebenso wie den dann vorgelegten Zahlen nicht angemessen war. Dass der Kurs dann angesichts der Ergebnisse umgehend in den Trendkanal zurücksackte, dürfte den Bullen den Schneid abgekauft haben und bietet jetzt Spielraum nach unten:

Quelle: marketmaker pp4

Ein Test der unteren Begrenzung des Trendkanals wäre jetzt keine allzu große Überraschung, zumal sie mit dem September-Tief eine Kreuzunterstützung bildet und knapp darunter bereits die 200-Tage-Linie verläuft und die Zone damit ein natürliches Kursziel wäre. Bis dort hinunter würde es sich also nur um eine ganz normale Korrektur handeln, die indes für einen Short-Trade mit einem soliden Hebel und einem nicht zu weiten Stop Loss lukrative Perspektiven bieten würde.

Abwärts-Chancen haben deutlich zugenommen

Wir haben hierfür ein Knock Out-Zertifikat Short mit unbegrenzter Laufzeit des Emittenten HSBC für Sie herausgesucht. Das Zertifikat hat einen Basispreis und K.O.-Level bei 343,204 US-Dollar, daraus errechnet sich aktuell ein Hebel von 3,68. Den Stop Loss würden wir bei 292 US-Dollar in der Aktie ansiedeln, das entspräche beim momentanen Umrechnungskurs Euro/US-Dollar von 1,0820 einem Kurs von ca. 4,65 Euro im Zertifikat. Die WKN dieses Short-Zertifikats auf American Express lautet HS84S1.

Wichtige Chartmarken:

Widerstände:  281,00 US-Dollar,  286,36 US-Dollar (Verlaufsrekord)

Unterstützungen:  240,59 US-Dollar,  233,63 US-Dollar,  222,03 US-Dollar,  220,74 US-Dollar

Knock-Out Zertifikat Short auf American Express

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Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

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