Angst vor den Folgen der US-Wahl? Bedenke: Politische Börsen haben wirklich kurze Beine

Aktienwelt360 · Uhr
Die Qual der Wahl: Mehrere Türen, aber nur eine ist die richtige Entscheidung

Lieber Aktiensegler,

wenn du diese Zeilen liest, bist du mir in einem Punkt weit voraus: Du weißt bereits, wer die US-Wahl zwischen Donald Trump und Kamala Harris gewonnen hat. Während ich diese Zeilen schreibe, befinde ich mich noch im Stadium der Ungewissheit. Es ist, genauer gesagt, noch nicht einmal der Wahltag angebrochen.

Vielleicht korrigieren die Aktienmärkte, vielleicht auch nicht. Das werden wir sehen, wenn es so weit ist. Heute möchte ich aber eine noch viel wichtigere Lektion mit dir teilen: Nämlich die, dass politische Börsen wirklich kurze Beine haben. Sehr kurze sogar.

Die Statistik zeigt es: Politische Börsen haben kurze Beine

Eines möchte ich durchaus vorwegnehmen: Großereignisse wie die US-Wahl können einen Einfluss auf die kurzfristigen Aktienmarktbewegungen haben. Die Politik, so manche Wahl und so mancher Wahlausgang zu vermeintlicher Ungunst des Aktienmarktes wird schnell antizipiert. Das können wir sogar anhand von Statistiken ausmachen.

Insbesondere Wahlen haben einen signifikanten Einfluss. Wie ich bei meinen Recherchen herausgefunden habe, neigen die Aktienmärkte nach einer Wahl des Öfteren dazu, zu korrigieren. Die durchschnittliche Aktienkursperformance liegt bei einer solchen politischen Börse dann bei einem Minus von 4,6 % innerhalb der ersten 20 Handelstage. In rund vier Wochen verlieren Indizes daher gerade so im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Der erfahrene Investor mag das vielleicht noch so abschütteln können. So manchem geht vielleicht trotzdem die Pumpe. Ein höherer Verlust in kurzer Zeit ist nicht einfach hinzunehmen. Daher möchte ich zugleich die positive Seite mit dir teilen.

Eine andere Auswertung von LPL Research. Nach deren Erkenntnissen hat sich der Aktienmarkt in der Regel nach lediglich 43 Handelstagen wieder beruhigt und ist zurückgekehrt zu seinen vorherigen Indexständen. Das Minus von 4,6 % ist verschwunden. Es braucht also lediglich noch weitere 23 Handelstage nach den ersten 20 Tagen der Korrektur, ehe wir von einer Egalisierung sprechen können.

Deswegen machen wir keinen Radau

Die Statistik zur politischen Börse mag in Summe gelten. Einzelne Ausreißer wird es mit Sicherheit gegeben haben. Mal hat die Korrektur länger gedauert, mal ließ die Erholung auf sich warten. Vergessen sollten wir aber auch nicht, dass eine Tendenz in die andere Richtung möglich ist. Wenn sich der Markt über ein Ergebnis freut oder einfach nur die Perspektive der Klarheit schätzt, sind steigende Kurse ebenso eine Möglichkeit.

Im Endeffekt solltest du dir nur eines merken: Politische Börsen haben keinen wirklichen Einfluss auf den Aktienmarkt. Statistisch gesehen sind sie, wenn überhaupt, ein kurzlebiger Knick. Dafür Aktien zu verkaufen oder seine Strategie zu verändern wäre vermessen. Zumal die wirklich guten Unternehmen langfristige Gewinner bleiben. Egal ob der künftige US-Präsident Donald Trump heißt und poltert oder ob es eine eher gemäßigte Kamala Harris geben wird.

Darauf, dass wir die Politik bei unseren Investitionsentscheidungen weitgehend außen vor lassen können,

Vincent Uhr

Chefredakteur Aktienwelt360

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