IG-Metall-Tarifkommission stimmt für Warnstreiks bei VW

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Frankfurt (Reuters) - Im Streit um milliardenschwere Einsparungen bei Volkswagen rücken Warnstreiks näher.

Die Tarifkommission der IG Metall habe sich nach der dritten Tarifverhandlung in Wolfsburg einstimmig für Warnstreiks ab Anfang Dezember ausgesprochen, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. "Infolgedessen wird ein Arbeitskampf folgen, der das Unternehmen massiv unter Druck setzen wird", hieß es.

Der Vorstand des Autokonzerns fordert in dem Tarifkonflikt unter anderem eine Lohnkürzung für die rund 120.000 Beschäftigten an den Standorten Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel sowie bei drei Töchtern um zehn Prozent - und schließt Werksschließungen nicht aus. VW-Finanzvorstand Arno Antlitz begründete das zuletzt unter anderem mit massiven Überkapazitäten: Auf dem europäischen Markt würden derzeit zwei Millionen Fahrzeuge weniger verkauft als vor der Corona-Pandemie, für VW bedeute das, dass 500.000 Autos jährlich fehlten. Die Arbeitnehmer wollen auf die Überkapazitäten mit einem Fonds antworten, der eine Arbeitszeitverkürzung an den besonders betroffenen Standorten finanzieren kann. Zugleich fordern sie Perspektiven für alle Standorte des Konzerns in Deutschland.

(Bericht von Olaf Brenner, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

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