Angeschlagener Autobauer

Volkswagen will mit neuer Tarifstruktur langfristig Personalkosten senken

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Volkswagen will mit einem neuen Tarifvertrag die Ausgaben für die Tarifgehälter langfristig spürbar senken.

In einer internen Mitteilung des Autobauers, die Reuters am Donnerstag auszugsweise vorlag, heißt es, durch die Einführung eines neuen Entgeltsystems reduziere sich die tarifliche Entgeltsumme am 1. Januar 2027 um sechs Prozent. Die Reduzierung beziehe sich dabei auf das Gesamtvolumen und nicht auf die Absenkung der oberen Entgelte. Allerdings dürfte die Einsparung sich erst auf längere Sicht bemerkbar machen.

Denn zugleich vereinbarte VW mit den Arbeitnehmern eine Besitzstandregelung, die verhindert, dass die Gehälter gekürzt werden. Wer nach der neuen Regelung zu hoch eingestuft ist, bekommt sein Gehalt zunächst weiter, wird aber bei künftigen Tariferhöhungen nicht voll berücksichtigt. Aus Betriebsratskreisen hieß es, niemandem werde ins bestehende Entgelt eingegriffen.

Volkswagen und die IG Metall hatten sich kurz vor Weihnachten in einem beispiellosen Verhandlungsmarathon unter anderem darauf geeinigt, die Gehaltsstruktur in dem jahrzehntealten Haustarifvertrag neu zu verhandeln. Ziel sei ein wettbewerbsfähiges Entgeltniveau, hieß es in der Mitteilung. Dazu will Volkswagen zunächst untersuchen, wo das Unternehmen verglichen mit anderen Firmen in der Branche stehe. Ab Anfang 2026 werde dann mit den Arbeitnehmern über die neue Tarifstruktur verhandelt.

Insgesamt will der Wolfsburger Autokonzern die Arbeitskosten jährlich um 1,5 Milliarden Euro senken. Neben den Änderungen in der Gehaltsstruktur spielt dabei auch der Verzicht auf einige Bonuszahlungen eine Rolle. Zudem verzichten die VW-Beschäftigten auf Lohnerhöhungen. Im Gegenzug wurde die seit drei Jahrzehnten geltende Beschäftigungssicherung wieder in Kraft gesetzt und bis 2030 verlängert.

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