Harter Wettbewerb in China

BMW mit Gewinneinbruch - Prognose bekräftigt

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Artikel teilen:
Quelle: Dennis Diatel/Shutterstock.com

(Reuters) - Der Münchner Autobauer BMW sieht sich trotz eines Gewinneinbruchs um ein Drittel und der Zölle von US-Präsident Donald Trump auf Kurs und hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest.

Das Geschäftsmodell von BMW sei intakt, sagte Finanzchef Walter Mertl am Donnerstag bei der Vorlage der Geschäftszahlen zum zweiten Quartal. "Unser Footprint in den USA hilft uns dabei, die Zollauswirkungen zu begrenzen." Dennoch lasten die Zölle auf der Gewinnmarge im Autogeschäft. Diese dürfte um 1,25 Prozentpunkte geringer ausfallen als ohne die Zusatzbelastungen, sagten die Münchner voraus.

Bereits im ersten Halbjahr lag sie um 1,5 Prozentpunkte niedriger, weil die Einfuhrabgaben fällig wurden. BMW betreibt sein weltweit größtes Werk in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina und exportiert von dort aus SUV-Modelle unter anderem nach Europa. Limousinen werden dagegen aus Europa und Mexiko in die USA eingeführt. Dazu kommen jedoch auch die Einfuhrzölle der Europäischen Union auf Elektroautos aus China. BMW produziert in der Volksrepublik den elektrischen Mini für den europäischen Markt.

Nettogewinn sinkt um ein Drittel

Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft lag im Frühjahrsquartal bei 5,4 Prozent und damit drei Prozentpunkte niedriger als vor Jahresfrist. Sie liegt damit aber in der Spanne von fünf bis sieben Prozent, die die Münchner für das laufende Jahr vorhersagen. Der Umsatz ging im zweiten Quartal um 8,2 Prozent zurück auf 33,9 Milliarden Euro, der Nettogewinn sank um 32 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den Analystenprognosen ergibt sich ein gemischtes Bild: Der Umsatz liegt deutlich unter den Schätzungen von im Schnitt 36 Milliarden Euro, der Nettogewinn aber über den Erwartungen von 1,72 Milliarden Euro. Bei der Gewinnmarge im Autogeschäft hatten die Experten 5,5 Prozent vorhergesagt.

Trading-Impuls
Dieser Dax-Wert hat in den kommenden Wochen ordentlich Aufholpotenzial29.07.2025 · 14:00 Uhr · onvista
Jemand prüft Kurse auf seinem Smartphone.

Das Unternehmen rechnet weiter mit einem steigenden Automarkt in vielen Märkten, auch wenn die Zölle die Inflation in den USA nach oben treiben und die US-Handelspolitik und mögliche Gegenmaßnahmen die Wirtschaftsleistung bremsen könnten. In Europa gehe es insbesondere bei Elektroautos und Hybriden aufwärts, erklärte BMW. In China bleibe dagegen der Wettbewerb hart, ein Wachstum werde nur für die unteren Preissegmente vorhergesagt. In der Volksrepublik leiden wohlhabende Kunden unter der hartnäckigen Krise am Immobilienmarkt, die ihnen den Kauf von teuren Neuwagen verleidet. Das bekamen zuletzt auch Mercedes-Benz und Porsche zu spüren. Bei Elektroautos tobt ein Preiskrieg.

Das könnte dich auch interessieren

Ausblick
Anleger skeptisch vor Lieferzahlen von Teslagestern, 07:25 Uhr · dpa-AFX
Anleger skeptisch vor Lieferzahlen von Tesla
Elektroautobauer
Tesla verkauft mehr Autos "Made in China"gestern, 11:18 Uhr · Reuters
Tesla verkauft mehr Autos "Made in China"
Nettogewinn gesunken
E-Auto-Riese BYD mit Gewinnrückgang27. März · Reuters
E-Auto-Riese BYD mit Gewinnrückgang
Premium-Beiträge
Inflation, Aktien, Anleihen
Was J.P. Morgan für den Rest des Börsenjahrs erwartetgestern, 13:45 Uhr · onvista
Chartzeit Marktbericht 29.03.2026
Märkte im Rückwärtsgang: Der März 2026 wird zum Warnsignal29. März · onvista