Konjunkturdaten

US-Kerninflation lässt nach - Dax auf Rekordhoch

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)

Die Inflation in den Vereinigten Staaten ist im Dezember, wie erwartet, leicht gestiegen. Doch die Kernrate ließ nach - die Märkte reagieren begeistert.

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Quelle: Chaay_Tee/Shutterstock.com

Die Inflation in den USA ist im Dezember leicht auf 2,9 Prozent gestiegen. Im Vormonat hatte die Rate 2,7 Prozent betragen, wie der Verbraucherpreisindex (VPI) zeigt. Die Kernrate, ohne schwankungsanfällige Güter wie Nahrung oder Energie, fiel indes leicht von 3,3 auf 3,2 Prozent. Auch auf Monatssicht ließ der Preisdruck der Kernrate nach.

Zwar richtet sich die US-Notenbank Federal Reserve, kurz Fed, nach anderen Inflationsdaten, wenn es um ihre geldpolitischen Entscheidungen geht. Dennoch zeigt der Verbraucherpreisindex auf, in welche Richtung der Trend geht.

Die etwas geringere Kernrate zeigt nun, dass der Inflationsdruck nachlässt. Damit weitet sich der Spielraum für die US-Zinshüter der Fed, die Zinsen in diesem Jahr womöglich doch stärker als erwartet zu senken. Die Börsen reagierten positiv auf die Zahlen. Während die Futures der US-Indizes stiegen, schoss auch der Dax nach den Daten nach oben und markierte ein neues Rekordhoch bei 20.573 Punkten.

Fed wird Zinsen 2025 weniger stark senken als erhofft

Zuletzt dämpften die Währungshüter die Hoffnung auf Zinssenkungen etwas. Dafür halte sich die Teuerung zu hartnäckig, wenngleich sie deutlich von ihrem Hoch im Sommer 2022 von etwa neun Prozent zurückgekommen ist.

Dem Tool Fedwatch der Chicagoer Terminbörse CME zufolge erwarten die Marktteilnehmer erst für die Fed-Sitzung Mitte Juni mehrheitlich eine Zinssenkung. Aktuell liegt der Leitzinskorridor in den USA bei 4,25 bis 4,50 Prozent.

Die Notenbanker selbst erwarten momentan höchsten zwei Leitzinssenkungen von jeweils 25 Basispunkten in diesem Jahr. Noch 2024 gingen Zinshüter und Märkte eher von vier Senkungen aus. 

Niedrigere Leitzinsen stärken die Aktienmärkte tendenziell - dadurch werden Investments und Finanzierungen für Firmen günstiger, zudem verlieren festverzinsliche Geldanlagen wie beispielsweise Anleihen relativ an Attraktivität zu Aktien.

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