Übernahme-Poker

Unicredit-Chef: Stillstand bei Commerzbank nicht gut für Deutschland

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Alexander Fedosov/Shutterstock.com

(Reuters) - Unicredit-Chef Andrea Orcel hat vor einer langen Hängepartie im Fall der von seinem Institut umworbenen Commerzbank gewarnt.

Gebe es keinen Dialog um das Frankfurter Institut, drohe eine lange Phase des Stillstands, die auch für Deutschland nicht gut sei, sagte er bei einer Investorenkonferenz am Mittwoch. Unicredit habe weiter die Optionen, die Commerzbank-Beteiligung zu behalten, sie mit Gewinn weiterzuverkaufen oder in Übernahmeverhandlungen einzutreten.

Die Bundesregierung hatte sich jüngst erneut gegen eine Übernahme der Commerzbank durch Unicredit ausgesprochen. Ein unabgestimmtes und unfreundliches Vorgehen wie das der Unicredit sei nicht akzeptabel, hatte Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Brief an das Frankfurter Geldhaus geschrieben.

Die Mailänder Unicredit hatte sich im vergangenen Jahr mit 28 Prozent bei der Commerzbank eingekauft. Die Italiener wollen Deutschlands zweitgrößte börsennotierte Bank mit der eigenen Münchner Tochter HypoVereinsbank (HVB) zusammenbringen, stoßen dabei aber auf Widerstand.

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