OTS: ibw - Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V. / vbw warnt ...

dpa-AFX · Uhr
    vbw warnt vor Folgen durch Erhöhung der Vermögens- und
Erbschaftssteuer / Brossardt: "Steuererhöhungen gefährden Standort,
Arbeitsplätze und Wohlstand"
München (ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. lehnt den
Vorstoß nach einer Erhöhung der sogenannten "Reichensteuer" und der
Erbschaftssteuer strikt ab. "Beide Maßnahmen blockieren kurz- wie langfristig
die wirtschaftliche und soziale Leistungsfähigkeit unseres Landes. Sie bremsen
Investitionen aus, gefährden Unternehmen in ihrer Substanz und schwächen sie
gegenüber internationalen Wettbewerbern", sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram
Brossardt und ergänzt: "Die Steuerpyramide zeigt deutlich, dass
Besserverdienende schon heute überproportional zum Steueraufkommen beitragen. So
tragen die oberen zehn Prozent der Steuerpflichtigen mehr als der Hälfte der
Lohn- und Einkommenssteuer. Weitere Belastungen wären nicht nur ungerecht,
sondern schädlich für den gesamten Standort, für die Arbeitsplätze und unseren
Wohlstand. Allein die Diskussion über Erhöhungen verstärkt die ohnehin nach wie
vor hohen Unsicherheiten und macht die langsam aufkommende Aufbruchstimmung
wieder zunichte".

Auch höhere Erbschaftsteuerlasten für Unternehmen verbieten sich laut vbw von
selbst. In Bayern stehen rund 35.000 Unternehmensnachfolgen an.
"Betriebsvermögen wird völlig zurecht von der Erbschaftsteuer verschont - und
wir gehen hier noch nicht weit genug. Es ist völlig absurd, anzunehmen, dass
Unternehmensnachfolger eine Erbschaftsteuer von 30 Prozent auf das
Betriebsvermögen tragen können - selbst wenn man sie über Jahre streckt. Wer das
tut, blockiert Investitionen und provoziert Stilllegungen sowie
Unternehmensverkäufe oder Standortverlagerungen ins Ausland ", warnt Brossardt.

Der Koalitionsvertrag sieht aus Sicht der vbw zurecht einen investitions- und
entlastungsorientierten steuerpolitischen Kurs vor. "Die tiefgreifenden
strukturellen Probleme in unserem Land sind neben den hohen Energie- und
Arbeitskosten insbesondere den hohen Steuern und Abgaben geschuldet. Mit der
verspäteten Körperschaftssteuersenkung und der Stromsteuersenkung, die nun doch
nicht für alle kommt, bleibt die Bundesregierung bereits hinter den
ursprünglichen Vereinbarungen im Koalitionsvertrag zurück. Vor diesem
Hintergrund sind weitere Steuererhöhungen nicht akzeptabel . Das ist ein
falsches Signal. Stattdessen müssen die angekündigten Entlastungs- und
Investitionsimpulse jetzt dringend in die Tat umgesetzt werden. Das ist
unerlässlich, um endlich auf einen Wachstumspfad zurückzukehren", so Brossardt
abschließend.

Pressekontakt:

Lena Grümann, Tel. +49 (0) 89-551 78-391, E-Mail:
mailto:lena.gruemann@ibw-bayern.de

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