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AKTIE IM FOKUS: Neue Milliardenbelastungen drücken VW an Dax-Ende

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Weitere Rückstellungen in Milliardenhöhe bei Volkswagen für den Dieselskandal haben die Anleger am Freitag verunsichert. Weil der Rückruf der von den Manipulationen betroffenen Dieselmotoren in den USA nicht so rund läuft wie gedacht, müssen die Wolfsburger weitere Milliarden auf die Seite legen. Der Aktienkurs sackte in einer ersten Reaktion um bis zu 4 Prozent ab. Anschließend erholte er sich wieder etwas und lag zuletzt noch 1,77 Prozent im Minus bei 135,90 Euro - VW waren damit das Schlusslicht im Dax . Der deutsche Leitindex legte zeitgleich moderat zu.

Die Rückstellungen dürften den operativen Gewinn im dritten Quartal mit 2,5 Milliarden Euro belasten, teilte der Konzern mit. Damit steigt die Rechnung für die Kosten der Bewältigung der in den USA aufgeflogenen Affäre auf nunmehr rund 25,1 Milliarden Euro. Analysten waren bislang recht optimistisch, die Konsensprognose für den operativen Gewinn (Ebit) in diesem Jahr liegt bei mehr als 16 Milliarden Euro. Die Experten dürften ihre Schätzungen nun jedoch nach unten anpassen.

Gänzlich überraschend kommen die neuerlichen Belastungen jedoch nicht. So schrieb Frank Biller von der Landesbank Baden-Württemberg jüngst in einer Studie: "Unverändert bestehen natürlich Risiken in Bezug auf die Restunsicherheiten aus der Dieselthematik in Europa." Es werde wohl auch noch eine Weile dauern, bis hier endgültig Klarheit herrsche. Auch Frank Schwope von der NordLB hatte unlängst geurteilt: "Weitere Rückstellungen im Zusammenhang mit Dieselmanipulationen in den nächsten Quartalen schließen wir nicht aus."

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Gleichwohl hatten Anleger zuletzt wieder auf die VW-Aktie gesetzt. Allein im September stiegen die Vorzugsaktien in der Spitze um mehr als 13 Prozent. Sie ließen damit nicht nur den Dax klar hinter sich, sondern auch die Aktien der Kontrahenten BMW und Daimler . Vor allem die auf der Internationalen Automobilausstellung angekündigten milliardenschweren Investitionen in Elektromobilität hatten an der Börse für Käufe der VW-Aktie gesorgt.

Vom Jahreshoch der Aktie von Ende Januar bei 156,55 Euro sind die Papiere allerdings noch ein gutes Stück entfernt. Um mehr als 20 Prozent müssten sie steigen, um diese Marke zu übertreffen. Zum Vergleich: Vor dem Bekanntwerden des Diesel-Skandals hatten die Aktien 162,40 Euro gekostet.

Sollten die VW-Papiere unter Druck bleiben, könnte der Bereich um die 130 Euro wieder in den Blick geraten. Abgesehen von einem Rutsch unter diese Marke im August hatten sich die Zone in den vergangenen Monaten mehrfach als Unterstützung erwiesen./bek/mis/oca

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