Bayer: Britisches Biotech-Unternehmen gekauft ++ HelloFresh: Prognose erneut erhöht ++ Zalando: Nettogewinn fast verdreifacht

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Bayer: Britisches Biotech-Unternehmen gekauft ++ HelloFresh: Prognose erneut erhöht ++ Zalando: Nettogewinn fast verdreifacht

Sobald Donald Trump frisches Geld in Aussicht stellt, dreht die Wall Street auf. Ob der US-Präsident die versprochenen finanziellen Hilfen für Arbeitslose einfach per Erlass durchboxen kann oder er nachträglich per Gerichtsbeschluss noch gebremst wird, scheint die US-Anleger nicht zu interessieren. Sie greifen beherzt zu und spekulieren vor allem auf einer Erholung der arg gebeutelten Konzerne.

Die Papiere des Kreuzfahrtriesen Royal Caribbean Group zum Beispiel legten zweistellig zu. Hotel- und Fluglinienpapiere standen ebenfalls in der in der Beliebtheitsliste der Anleger ganz weit oben. Trotz der Corona-Pandemie scheinen viele Anleger auf eine Erholung der Tourismus- und Flugbranche zu setzen. Vielleicht ein wenig früh, aber wer einen langen Atem mitbringt, der könnte sich durchaus in ein/zwei Jahren über deutliche Kursgewinne freuen.

Chinesischer Automarkt erholt sich weiter

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Der gerade für die deutschen Hersteller so wichtige chinesische Automarkt fährt auf Erholungskurs. Das zeigen auch die neuesten Daten des Branchenverbandes PCA (China Passenger Car Association) nach den bereits positiven Zahlen des Herstellerverbandes CAAM in der vergangenen Woche. Im Juli seien 1,63 Millionen Pkw, SUVs und kleinere Nutzfahrzeuge an die Kunden gegangen, meldete der Branchenverband PCA am Dienstag in Peking. Das sei ein Plus von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der PCA zählt den Verkauf von Autos an die Endkunden. Der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) hingegen misst den Absatz der Hersteller an die Händler. Vor einer Woche hatte der CAAM erste Juli-Zahlen vorgelegt. Laut diesen vorläufigen Daten stieg der Absatz von Pkw und Nutzfahrzeugen von den Herstellern an die Händler im Jahresvergleich um 14,9 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge.

China ist der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen (inklusive Audi und Porsche), Daimler und BMW. Die Covid-19-Pandemie hatte in China früh im Jahr das Wirtschaftsleben lahmgelegt, allerdings fuhren die Autofabriken auch früher als in Europa und Nordamerika wieder hoch.

Dax schaltet einen Gang höher

Nach einem verhaltenen Start in die neue Börsenwoche schaltet der deutsche Leitindex heute einen Gang höher und geht deutlich schwungvoller in den zweiten Handelstag der Woche. Nach guten Vorgaben aus den USA legt der Dax heute früh um 1,07 Prozent zu und startet mit 12.823,80 Punkten in den Dienstag.

Bayer: Zukauf auf der Insel

Der Leverkusner Phamrakonzern übernimmt die britische Biotechfirma Kandy Therapeutics und verstärkt sich damit im Bereich Frauengesundheit. Bayer sichert sich damit einen Wirkstoff von Kandy zur Linderung menopausaler Probleme von Frauen, der 2021 in die entscheidende abschließende Phase der klinischen Entwicklung gebracht werden soll. Nach Zulassung könnte der Wirkstoff Umsätze in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro weltweit erzielen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Bayer legt für den Deal eine Vorauszahlung von 425 Millionen Dollar auf den Tisch, Kandy winken zudem potenzielle Meilensteinzahlungen von bis zu 450 Millionen Dollar bis zur Markteinführung des Wirkstoffs sowie weitere, an den Umsatz gekoppelte, Meilensteinzahlungen im dreistelligen Millionenbereich. Der Abschluss der Transaktion wird bis September erwartet.

HelloFresh: Die Boxen bleiben beliebt

Der Kochboxenlieferant entwickelt sich immer mehr zu einem der größten Gewinner der Corona-Krise. Zum wiederholten Mal erhöhte das Unternehmen seine Jahresprognose. Beim Umsatz werde jetzt ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 75 bis 95 Prozent erwartet, teilte der seit März im MDax notierte Konzern am Montagabend in Berlin mit. Zuvor hatte Hellofresh ein Plus von 55 bis 70 Prozent angepeilt. Die um Sondereffekte bereinigte Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde bei 9 bis 11 Prozent liegen (zuvor 8-10%).

Das Unternehmen hatte erst Mitte Juli bei der Vorlage der Eckdaten für das zweite Quartal die Prognosen erhöht. Den vorläufigen Zahlen zufolge lag der Umsatz in den drei Monaten bis Ende Juni zwischen 965 Millionen Euro und 975 Millionen Euro – nach 437 Millionen Euro im zweiten Quartal des Vorjahres. Das war nach Angaben des Unternehmens deutlich mehr, als Experten zu dem Zeitpunkt erwartet hatten. Das Umsatzwachstum belief sich in den Segmenten USA und International auf jeweils mehr als 100 Prozent.

Das kräftige Umsatzwachstum zahlt sich auch beim operativen Ergebnis aus. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte zwischen 145 Millionen Euro und 155 (Vorjahresquartal: 18,3) Millionen Euro gelegen haben – auch hier hatten die Experten nach Angaben des Konzerns bisher mit deutlich weniger gerechnet. Die Zahl der aktiven Kunden dürfte im zweiten Quartal bei zirka 4,2 Millionen gelegen haben. Die detaillierten Zahlen will Hellofresh am heutigen Dienstag vor Börsenstart vorlegen.

Zalando: Geschäfte laufen weiter wie geschmiert

Der Modehändler hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg von 45,5 Millionen auf 122,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) wurde mit 211,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Zalando profitierte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von deutlich mehr Bestellungen der Kunden über das Internet. Der Umsatz stieg daher um 27,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro.

Auch die Aktivitäten mit Drittanbietern gewannen an Zugkraft. Das Plattformgeschäft will der Konzern im zweiten Halbjahr daher weiter ausbauen. Die Prognose für 2020 bekräftigte das Unternehmen.

Kurz & knapp:  

Uniper: Der Energiekonzern Uniper wird trotz Corona-Krise etwas optimistischer und hebt seine Jahresprognose leicht an. Die Düsseldorfer erwarten nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) zwischen 800 Millionen Euro und einer Milliarde. Zuvor lag die untere Grenze noch bei 750 Millionen Euro. Das teilte Uniper am Dienstag in Düsseldorf mit. Auch beim bereinigten Konzernüberschuss bessert das Management nach: Der Gewinn soll zwischen 600 und 800 Millionen Euro liegen. Hier lag der untere Wert vorher bei 550 Millionen Euro. Der Energiekonzern konnte seine positive Entwicklung im zweiten Quartal fortsetzen, dennoch hatten Experten ein wenig mehr erwartet. Das bereinigte Ebit liegt nach den ersten sechs Monaten bei 691 Millionen Euro nach 308 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg von 189 Millionen im ersten Halbjahr auf 527 Millionen Euro.

Jungheinrich: Der Gabelstaplerhersteller hat im ersten Halbjahr wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger verdient. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahr um 28,9 Prozent auf 59,7 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag im Rahmen der Vorstellung des Halbjahresberichts in Hamburg mitteilte. Je Aktie entsprach das einem Gewinn von 0,60 Euro nach 0,83 Euro im vergangenen Jahr. Jungheinrich litt in den ersten sechs Monaten unter einer schwachen Nachfrage, der Konzernumsatz sank daher wie bereits seit Juli bekannt von 2 Milliarden Euro auf 1,8 Milliarden Euro. Auch die restlichen Eckdaten und die im Juli ausgegebene Prognose wurden zudem bestätigt.

Deutz: Der Motorenhersteller hat die Folgen der Corona-Krise im zweiten Quartal stark zu spüren bekommen und erneut rote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand ein Verlust von 42,3 Millionen Euro, wie das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen am Dienstag in Köln mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Deutz noch einen Gewinn von 24,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Bereits im ersten Quartal hatten die Kölner wegen der Pandemie einen Fehlbetrag ausgewiesen, der nun nochmal deutlich höher ausfiel.Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 41 Prozent auf 280,2 Millionen Euro einbrach, sackte der Auftragseingang um rund 39 Prozent auf 266,9 Millionen Euro ein. Auch operativ verzeichnete Deutz einen Verlust. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei minus 38,1 Millionen Euro, nach plus 22,1 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Corestate: Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie haben beim Immobilienverwalter auf die Bilanz gedrückt. Im ersten Halbjahr sei der Umsatz im Jahresvergleich um rund ein Fünftel auf 95,6 Millionen Euro zurückgegangen, wie das Unternehmen am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebitda) schrumpfte um mehr als 60 Prozent auf 25,9 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein bereinigter Konzerngewinn von 11,4 Millionen Euro, nach 47,8 Millionen Euro im Vorjahr.

Von Markus Weingran / dpa-AFX / Reuters

Foto: Homepage Bayer

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