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Dax reagiert erschrocken auf jüngste FED-Signale – Tech-Werte leiden besonders

onvista · Uhr

Die Furcht vor einer restriktiveren Geldpolitik in den USA hat den deutschen Aktienmarkt wieder fest im Griff. Der Leitindex Dax fiel im frühen Handel am Donnerstag um 1,20 Prozent auf 16.070 Punkte, nachdem er zur Wochenmitte noch einen historischen Höchststand nur um wenige Punkte verfehlt hatte.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Donnerstag 1,27 Prozent auf 35.178,94 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,48 Prozent nach unten.

FED diskutiert über Verringerung der Bilanzsumme

Für Verunsicherung sorgten jüngste Aussagen der US-Notenbank (Fed). Wie aus dem am Vorabend veröffentlichten Protokoll der Fed hervorgeht, sprachen sich einige ihrer Mitglieder dafür aus, schon kurz nach der ersten Zinserhöhung mit der Verringerung der Bilanzsumme der Notenbank zu beginnen. Damit würden auslaufende Anleihen nicht mehr ersetzt, was die Anleihenkurse drücken und die Renditen entsprechend erhöhen dürfte. Dies wiederum würde Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren weniger attraktiv erscheinen lassen.

Zudem wurde wiederholt betont, dass sowohl die Wirtschafts- als auch die Inflationsentwicklung für einen rascheren Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik sprächen. Eine schnellere Anhebung der Zinsen als zuvor erwartet könne gerechtfertigt sein, hieß es.

Tech-Werte leiden besonders

Das hatte vor allem an der Technologiebörse Nasdaq einen Ausverkauf ausgelöst. Die stark wachstumsorientierten Tech-Unternehmen gelten als besonders zinssensibel, weil mit höheren Zinsen auch die Finanzierungskosten steigen. Als besonders verwundbar dürften sich die am höchsten bewerteten Anlagen erweisen – zu denen nicht zuletzt die Tech-Aktien zählen, schrieb Analyst Jeffrey Halley vom Handelshaus Oanda.

Auch europaweit gerieten die Aktien technologieorientierter Unternehmen stark unter Druck. So büßten Infineon im Dax knapp drei Prozent ein. Im MDax fielen die Anteilsscheine von Carl Zeiss Meditec , Teamviewer und Nemetschek zwischen zweieinhalb und mehr als fünf Prozent.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: H-AB/Shutterstock.com

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