Goldpreis erholt sich deutlich – rückgängige Anleiherenditen und schwächerer Dollar treiben den Preis wieder nach oben

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Goldpreis erholt sich deutlich – rückgängige Anleiherenditen und schwächerer Dollar treiben den Preis wieder nach oben

Der Goldpreis ist am Freitag gestiegen und hat damit die Erholung der vergangenen Handelstage fortgesetzt. Bis zum Nachmittag stieg der Preis an der Börse in London bis auf 1772 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und damit auf den höchsten Stand seit Ende Februar. Der Goldpreis konnte damit an die kräftigen Kursgewinne vom Donnerstag anknüpfen. Am Montag war der Preis für das Edelmetall noch deutlich tiefer bei etwa 1740 Dollar in die Handelswoche gestartet. In Euro gerechnet wurde die Feinunze zuletzt bei 1478 Euro gehandelt.

Goldpreis erholt sich von Rückschlag

Knock-Outs zum Goldpreis

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Im Verlauf von etwa zwei Wochen konnte der Goldpreis in Dollar mehr als fünf Prozent zulegen und sich damit ein Stück weit von der jüngsten Talfahrt erholen. Im März war der Preis für das Edelmetall noch bis auf 1676 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit dem vergangenen Sommer. Unter anderem hatte ein starker Anstieg der Renditen für Staatsanleihen der USA den Goldpreis belastet.

Zuletzt sind die Kapitalmarktzinsen aber wieder deutlich gefallen. US-Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren wurden kurz vor dem Wochenende mit einer Rendite von 1,57 Prozent gehandelt. Zum Vergleich: Im März lag die Rendite noch bei 1,74 Prozent. Die hohe Rendite hatte die Nachfrage nach US-Anleihen gestärkt, während viele Anleger im März einen Bogen um Gold gemacht hatten.

Dollar unter Druck

Neben den niedrigeren Renditen für US-Anleihen wird der Goldpreis nach Einschätzung des Händlers Alexander Zumpfe vom Handelshaus Heraeus aber auch durch die jüngste Kursentwicklung des Dollar gestützt. Die amerikanische Währung hat zuletzt an Wert verloren, was das in Dollar gehandelte Gold in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger macht und die Nachfrage stärkt.

Außerdem verwies Zumpfe auf die steigenden Verbraucherpreise. In der Eurozone und in den USA sind die Inflationsraten zuletzt deutlich gestiegen. Mit gewaltigen Konjunkturprogrammen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und einer weiter extrem lockeren Geldpolitik sind darüber hinaus die Inflationserwartungen an den Finanzmärkten gestiegen. Das stützt den Preis für Gold, weil das Edelmetall von einigen Anlegern auch als Inflationsschutz geschätzt wird.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: Olivier Le Moal / Shutterstock.com

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