Großer kleiner Bruder MDAX

Klaus Brune

Der MDAX ist eine deutsche Erfolgsgeschichte und feiert an diesem Dienstag (19.1.) seinen 25. Geburtstag. Schon bei seinem Start am 19.1.1996 hatte er mit 2 684 Zählern den großen Bruder DAX hinter sich gelassen, der damals bei 2 097 Punkten stand (ausgehend von 1 000 Punkten beider Indizes im Basisjahr 1987). Die Outperformance der mittelgroßen Nebenwerte setzte sich in der Folge fort: Seit der Jahrtausendwende schafften sie 654%, während der SDAX auf 425% kommt und der DAX mit 98% deutlich abfällt. 2021 muss der MDAX mit einem Kursgewinn von 1,8% den Small Caps (+3,7%) jedoch bisher den Vortritt lassen, liegt aber erneut weit vor dem Leitindex (+0,1%).

Das 25. Jahr seines Bestehens wird ohnehin ein besonderes für den Mittelklasse-Index. Denn im September, wenn die zehn größten MDAX-Werte in den DAX aufrücken, wird er etwa ein Drittel seiner Marktkapitalisierung verlieren. Das Deutsche Aktieninstitut fürchtet einen Bedeutungsverlust und fordert bereits jetzt ein zukunftsfähiges Reformkonzept, das die gesamte DAX-Familie in den Blick nimmt, damit alle Indizes attraktive Investmentziele bleiben. Zumindest bis September büßt der MDAX aber nichts von seiner Attraktivität ein. Ganz im Gegenteil: Je mehr die potenziellen DAX-Kandidaten in den kommenden Monaten in den medialen Blickpunkt rücken, desto stärker werden Anleger diese Titel kaufen. Davon profitiert der gesamte Index.

Und unser Musterdepot: Aktuell sind acht der zwölf darin enthaltenen Werte im MDAX gelistet. Mit Siemens Healthineers und Symrise haben wir zudem zwei mögliche Aufsteiger dabei. Den Spurt des Index auf das jüngst erreichte Allzeithoch bei 31 572 Punkten (+23% seit November) konnten wir mitnehmen. Bis Herbst erwarten wir neue Höchststände beim großen kleinen Bruder des DAX, werden das Klumpenrisiko aber nicht weiter erhöhen.

Haftungsausschluss:

Dieser Bericht ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Für Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen sowie für Vermögensschäden wird keine Haftung übernommen.

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Expertenprofil
Klaus Brune Klaus Brune Ressortleiter Börse PLATOW Verlag

Klaus Brune leitet seit Juli 2017 das Börsen-Ressort des PLATOW Verlags. Nach einem Studium der Amerikanistik in Frankfurt und Carbondale, lllinois (USA), berichtete er mehr als 20 Jahre auf Deutsch und auf Englisch über die internationalen Finanzmärkte. Bei der News Corp. war er zuletzt als Managing Editor für die deutschsprachige Redaktion von Dow Jones News verantwortlich, zuvor leitete er fast zehn Jahre lang als stellvertretender Redaktionsleiter das Reporternetzwerk des Unternehmens.

Bei der PLATOW Redaktion verantwortet er die beiden Publikationen „PLATOW Börse“ und „PLATOW Emerging Markets“. Im Fokus stehen dabei Aktien, welche sich im Normalfall durch ein bewährtes Geschäftsmodell, eine moderate Bewertung und einen stabilen Newsflow auszeichnen. Als Beimischungen werden auch „Fallen Angels“ mit starkem Kurserholungspotenzial oder kurzfristige Spekulationen mit entsprechend höherem Risiko eingesetzt. Mit seinem Redaktionsteam führt Klaus Brune jährlich mehrere hundert Hintergrundgespräche mit Vorständen und anderen Insidern börsennotierter Gesellschaften.

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