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Und im Oktober kommt der Crash…

Jessica Schwarzer

Er ist einer der schlechtesten Börsenmonate überhaupt, schlimme Crashs inklusive: der Oktober. Schwarzseher haben Hochkonjunktur. Apropos Konjunktur: Ist die Lage wirklich so übel?

Und im Oktober kommt der Crash…

Zugegeben, der Oktober ist berühmt berüchtigt. Einige der schrecklichsten Börsencrashs der jüngeren Geschichte fielen in den Herbst. Mit den Abstürzen in den Jahren 1929, 1987, 1989, 1997 oder 2008 ist der Oktober der Crash-Monat schlechthin. An seinem schlechten Ruf ist – historisch betrachtet – tatsächlich etwas dran. Es ist eine Historie des Schreckens.

Aber: Die Geschichte muss sich nicht wiederholen. Und nicht in jedem Oktober knallt es. Im Gegenteil. Auch wenn der Herbstmonat statistisch eher schlecht abschneidet, sind sinkende Börsenkurse keinesfalls programmiert. Natürlich nicht.

Richtig ist aber auch: Derzeit gibt es einige Krisenherde, die durchaus einen Crash auslösen könnten. Vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China lastet schwer auf der Weltwirtschaft und den Finanzmärkten. US-Präsident Donald Trump hat es in der Hand. Aber will er eine Eskalation? Im kommenden Herbst wird in den USA gewählt, Trump will eine zweite Amtszeit. Eine Wirtschaftskrise samt Börsencrash wird er verhindern wollen. Und apropos Statistik: Das vierte Jahr einer US-Präsidentschaft ist in der Regel für die Börse das beste.

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Fakt ist aber auch: Die Weltwirtschaft stottert, manche Konjunkturdaten senden Rezessionswarnungen, auch in den USA. Dort schockierte jüngst der „ISM Manufacturing Index“ mit der schlechtesten Industriestimmung seit mehr als zehn Jahren. Er gilt als wichtigster Frühindikator für die US-Wirtschaft. Auch das US-Geschäftsklima ist – wenig verwunderlich – unter Druck gekommen. Die deutsche Industrie ist ebenfalls in einem Abwärtstrend, Europas Wirtschaft schrumpft. Ein Warnsignal sah der eine oder andere auch in einem vorübergehenden Liquiditätsengpass in den USA. Im September gab es am US-Geldmarkt plötzlich einen Anstieg der Zinsen von zwei auf zehn Prozent. Eine ähnliche Entwicklung war 2007 zu beobachten, unmittelbar vor Ausbruch der Finanzkrise.

Stehen wir also unmittelbar vor der nächsten Krise? Vor einem Börsencrash? Argumente dafür gibt es jede Menge. Aber dann sind da noch die Notenbanken, die bereits gegensteuern und mit wieder sinkenden Zinsen in den USA und neuerlichen Anleihekäufen in Europa die Wirtschaft – und damit auch die Börsenkurse – stützen.

Und es gibt auch immer wieder positive Nachrichten, etwa vom US-Arbeitsmarkt. Auch der Markit-Stimmungsindikator für das verarbeitende Gewerbe in den USA hat sich jüngst etwas verbessert. Zuletzt gab es  zudem wieder Hoffnung, dass die USA im Handelsstreit mit China einlenken und die nächste Zollrunde Mitte Oktober in letzter Minute doch noch verhindert wird. Das würde der Konjunktur gut tun. Positive Nachrichten gab es auch von der chinesischen Wirtschaft, die sich zu stabilisieren scheint.

Nicht unbedingt die Gemengelage für einen Crash. Fakt ist aber auch: Crashs kommen meistens ziemlich überraschend. Spricht das jetzt für oder gegen die Argumente der Schwarzseher? Wer weiß das schon. Irgendwann wird es knallen. Das gehört an der Börse einfach dazu. Aber ich wage die Prognose, dass das nicht im Oktober 2019 passieren wird. Wetten?

Foto: MaxxiGo / Shutterstock.com

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Expertenprofil
Jessica Schwarzer Jessica Schwarzer

Jessica Schwarzer ist eine der renommiertesten Finanzjournalistinnen Deutschlands. Die langjährige Chefkorrespondentin und Börsenexpertin des Handelsblatts (2008 bis 2018) arbeitet heute selbstständig als Journalistin und Moderatorin. Die gebürtige Düsseldorferin hat mehrere Bücher über die Psychologie von Anlegern und Investmentstrategien geschrieben. Zuletzt erschien ihr viertes Buch 'Hin und Her macht Taschen leer? Was die Börsenweisheiten von Kostolany, Buffett und Co. heute noch taugen - Teil 2’. Die deutsche Aktienkultur ist ihr eine Herzensangelegenheit, für die sich sie auch mit Vorträgen und Seminaren, und bei der Initiative finanz-heldinnen stark macht.

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