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Vorbörse: Hohe Ölpreise werden zum Belastungsfaktor – Wall Street schließt rot, Nikkei, Hang-Seng und CSI im Minus – Dax fällt wieder Richtung 15.000

onvista · Uhr

DEUTSCHLAND: – VERLUSTE ERWARTET – Nach einem stabilen Wochenauftakt dürfte der deutsche Aktienmarkt am Dienstag wieder den Rückwärtsgang einlegen. Der X-Dax <DE0008469008> als Indikator für den deutschen Leitindex deutete rund eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels ein Minus von 0,82 Prozent auf 15 074 Punkte an. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitbarometer der Eurozone wird rund ein Prozent tiefer erwartet. Aktuell treiben die Anleger unter anderem Sorgen wegen der hohen Verschuldung vieler chinesischer Immobilienkonzerne sowie Inflationsängste um.

Damit könnten beim Dax die Chartunterstützung um 15 000 Punkte sowie die als längerfristiger Trendindikator geltende 200-Tage-Linie wieder ins Visier rücken. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners spricht aktuell von einem „erbitterten Kampf“ zwischen Bullen und Bären, der sich an den hohen Handelsumsätzen zeige. „Die einen versuchen, bei Rücksetzern billig in den Markt hineinzukommen, und die anderen versuchen, bei Kursanstiegen möglichst teuer herauszukommen“, so Altmann. Die weitere Richtung sei offen – kurz bevor die Berichtssaison für das dritte Quartal durchstartet.

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien von Gerresheimer <DE000A0LD6E6> einen Blick wert sein. Im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate notierten die Papiere des Spezialverpackungsherstellers zuletzt rund 1,0 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Vortag. Eine anhaltend hohe Nachfrage nach Produkten wie Glasampullen, Spritzen und pharmazeutischen Kunststoffverpackungen gab Gerresheimer im dritten Geschäftsquartal (bis Ende August) weiterhin Rückenwind. Hohe Kosten belasteten aber die Gewinnmargen.

Der IT-Dienstleister Cancom <DE0005419105> will gut neun Prozent seiner Aktien vom Markt zurückkaufen. Die Transaktion soll spätestens im Oktober 2022 abgeschlossen ein. Cancom-Anteilsscheine schnellten auf Tradegate um 4,6 Prozent nach oben.

USA: – VERLUSTE – An der Wall Street hat die Anleger nach der guten Vorwoche wieder der Mut verlassen. Die wichtigsten Aktienindizes büßten im Handelsverlauf am Montag anfängliche Gewinne ein und schlossen im Minus. Weiterhin herrscht die Sorge, dass die anhaltende Ölpreisrally zu Energieengpässen führen und die globale Wirtschaftserholung von der Corona-Pandemie abwürgen könnte. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> gab am Ende um 0,72 Prozent auf 34 496,06 Punkte nach. Der S&P 500 <US78378X1072> fiel um 0,69 Prozent auf 4361,19 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 <US6311011026> ging es um 0,72 Prozent auf 14 713,73 Punkte nach unten.

ASIEN: – VERLUSTE – Sorgen wegen Schuldenprobleme der chinesischen Immobilienwirtschaft haben die Börsen Asiens am Dienstag belastet. So ließ der hoch verschuldete Immobilienkonzern Evergrande laut einigen Anleihegläubigern abermals eine Frist für eine Kuponzahlung verstreichen. Der japanische Leitindex Nikkei-225 <JP9010C00002> <XC0009692440> fiel um zuletzt knapp ein Prozent. Der Hongkonger Hang-Seng-Index <HK0000004322> sank um ein Prozent und der CSI-300-Index <CNM0000001Y0>, der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, fiel um knapp ein Prozent zu.

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 168,85 +0,07%

DEVISEN: – EURO WEITER IM KELLER – Der Euro <EU0009652759> hat sich am Dienstag vor neuen Stimmungsdaten aus Deutschland kaum von der Stelle bewegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1560 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1574 Dollar festgesetzt.

Am Dienstag richten sich die Blicke auf die Konjunkturerwartungen des Mannheimer ZEW-Instituts. Für die monatliche Umfrage unter Finanzexperten wird mit einer abermaligen Eintrübung gerechnet. Zuletzt hatten vor allem die erheblichen Lieferprobleme im Welthandel die Stimmung belastet.

Daneben treten einige hochrangige Notenbanker öffentlich in Erscheinung. Unter anderem wollen sich EZB-Präsidentin Christin Lagarde und der Vizechef der US-Notenbank Fed, Richard Clarida, zu Wort melden.

Euro/USD 1,1557 0,04

USD/Yen 113,34 0,02

Euro/Yen 130,98 0,04

ROHÖL: – WEITER HOHES NIVEAU – Die Ölpreise haben sich am Dienstag in der Nähe ihrer am Vortag markierten mehrjährigen Höchststände gehalten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 83,90 US-Dollar. Das waren 25 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 19 Cent auf 80,71 Dollar.

Zu Wochenbeginn war der Brentpreis mit mehr als 84 Dollar auf den höchsten Stand seit etwa drei Jahren gestiegen. Für ein Fass WTI mussten rund 82 Dollar gezahlt werden und damit so viel wie seit etwa sieben Jahren nicht mehr.

Getrieben werden die Rohölpreise durch die derzeitige Energieknappheit. Diese lässt vor allem die Preise von Gas und Kohle steigen. Die Preise von Erdöl als mögliche Ersatzenergiequelle werden dadurch mit nach oben gezogen. Hinzu kommen spezifische Knappheiten am Ölmarkt und eine konjunkturell bedingt anziehende Nachfrage.

Brent 83,60 -0,05 USD

WTI 80,39 -0,13 USD

onvista Mahlzeit: Weiterhin viele dunkle Wolken über dem Dax – Tesla, Bayer, Morphosys und Neo Lithium Übernahme macht Verdopplung im Musterdepot perfekt

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UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR NEMETSCHEK AUF 95 (85) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR DAIMLER AUF 105 (110) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR TEAMVIEWER AUF 20 (29) EUR – ‚EQUAL WEIGHT

– BERENBERG HEBT STEMMER IMAGING AUF ‚BUY‘ (HOLD) – ZIEL 42 (35) EUR

– BERENBERG HEBT ZIEL FÜR DEUTZ AUF 7,60 (7,50) EUR – ‚HOLD‘

– DEUTSCHE BANK SENKT TEAMVIEWER AUF ‚HOLD‘ (BUY)

– MORGAN STANLEY HEBT ZIEL FÜR KION AUF 83 (77) EUR – ‚EQUAL-WEIGHT‘

– GOLDMAN STARTET NIKE MIT ‚BUY‘ – ZIEL 172 USD

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR AIR LIQUIDE AUF 163 (160) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR UBS AUF 15 (14,50) CHF – ‚UNDERWEIGHT‘

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR ASOS AUF 2900 (4250) PENCE – ‚EQUAL WEIGHT‘

– BERENBERG HEBT ZIEL FÜR VEOLIA ENVIRONNEMENT AUF 35 (30) EUR – ‚BUY‘

– BERENBERG STARTET METSO OYJ MIT ‚BUY‘ – ZIEL 10,50 EUR

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR INTESA SANPAOLO AUF 3,00 (2,95) EUR – ‚BUY‘

– GOLDMAN SENKT AHOLD DELHAIZE AUF ‚NEUTRAL‘ (BUY) – ZIEL 30,50 EUR

– GOLDMAN SENKT SWEDBANK AB AUF ‚SELL‘ (NEUTRAL) – ZIEL 170 (180) SEK

– GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR CARREFOUR AUF 17 (17,50) EUR – ‚NEUTRAL‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR TUI AUF 2,10 (0,90) EUR – ‚UNDERPERFORM‘

– JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR KERING AUF 750 (775) EUR – ‚BUY‘

– JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR BNP PARIBAS AUF 62 (61) EUR – ‚NEUTRAL‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR DELIVEROO AUF 320 (393) PENCE – ‚NEUTRAL‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR JUST EAT TAKEAWAY.COM AUF 8448 (9145) PENCE – ‚NEUTRAL‘

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

06:50 CHE: Givaudan, 9Monatsumsatz

07:00 DEU: Gerresheimer, Q3-Zahlen (10.00 h Call)

08:00 GBR: Easyjet, Pre-Close Trading Update (8.45 h Call)

14:00 DEU: Allianz, AGCS Cyber-Report

17:45 FRA: LVMH, Q3-Umsatz

CHE: Lonza, Capital Markets Day

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Erzeugerpreise 09/21

08:00 GBR: Arbeitsmarktdaten 09/21

08:00 DEU: Großhandelspreise 09/21

08:00 DEU: Insolvenzen 07/21 sowie Trendindikator September 2021

11:00 DEU: ZEW-Index 10/21

12:00 FRA: OECD Frühindikator 09/21

12:00 USA: Institute of International Finance (IIF) Fortsetzung Jahrestagung (bis 15.10.) unter anderem mit EZB-Bankenaufsichtschef Enria, EZB-Ratsmitglied Knot und Fed-Vize-Chairman Clarida

15:00 USA: Neue IWF-Konjunkturprognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft

16:30 USA: Online-Pk zum Global Financial Stability Report

17:30 EUR: Pk des EU-Haushaltskommissars Johannes Hahn zum Verkauf grüner EU-Anleihen

SONSTIGE TERMINE

09:00 LUX: Fortsetzung der mündlichen Verhandlung vor dem Plenum des EuGH zum Schutz des EU-Haushalts bei Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit

09:00 DEU: Informelles Treffen der EU-Gesundheitsminister. Unter anderem soll es um bestehende Herausforderungen in der Covid-19-Pandemie gehen.

+ 16.30 Pk

09:15 DEU: Verhandlung am Landgericht Düsseldorf zum Streit um Sturmgewehr-Großauftrag der Bundesregierung

10:00 DEU: Auftakt Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über Oppositionsklagen gegen die Aufstockung der staatlichen Parteienfinanzierung

10:00 LUX: Fortsetzung: Treffen der EU-Agrar- und Fischereiminister

11:00 DEU: Besuch des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella

+ 10.00 Begrüßung Mattarellas durch Bundeskanzlerin Angela Merkel

10:30 DEU: Bundesgerichtshof verhandelt zur Listung von Ärzten auf dem Bewertungsportal Jameda

13:00 ITA: Virtueller G20-Sondergipfel zur Krise in Afghanistan

DEU: Fortsetzung ITS-Weltkongress für Mobilität und Logistik

19:00 DEU: Eröffnung des 25. Internationalen Jahreskongresses der Automobilindustrie. Das Thema lautet „Revolution in der Autowelt: Neue Ideen – Neue Mobilität – Neue Wege“. Dazu wird Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ein Grußwort sprechen.

EUR: EU-Ukraine-Gipfel – Kiew fordert von Brüssel eine Beitrittsperspektive und vor allem mehr Hilfe in der Konfrontation mit Moskau

RUS: Das neue russische Parlament – die Staatsduma – tritt nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Wahl zu ihrer ersten Sitzung zusammen

USA: Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (bis 17.10.)

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

Prognose Vorwert

EUROZONE

11.00 Uhr

Deutschland

ZEW-Umfrage

Oktober (Punkte)

Erwartungen 23,5 26,5

Lage 28,0 31,9

GROSSBRITANNIEN

08.00 Uhr

Arbeitslosenquote

3 Monate bis August 4,5 4,6

USA

— keine entscheidenden Daten erwartet —

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: curioso / shutterstock.com

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