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Aktien Europa: Kursgewinne - Unternehmenszahlen stützen

dpa-AFX · Uhr

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Am europäischen Aktienmarkt hat sich die Erholung am Mittwoch fortgesetzt. Der Leitindex EuroStoxx 50 gewann gegen Mittag 1,2 Prozent auf 4033,11 Punkte, nachdem er sich schon am Dienstag im Handelsverlauf stabilisiert hatte.

Auch der französische Cac 40 legte mit 1,3 Prozent auf 6875,01 Punkte merklich zu. Der britische FTSE 100 hielt mit 0,31 Prozent auf 7515,35 Punkte dagegen nicht ganz mit, da sich Rohstoff- und Ölwerte unterdurchschnittlich entwickelten.

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"Die größte Panik vor einer weiteren Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts scheint vorerst vorüber" stellte Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank fest. Dies dokumentiere sich auch am Rückgang der Ölpreise, die in den vergangenen Tagen als Angstbarometer für die Ukraine-Krise fungiert hatten.

Entwarnung kann freilich noch nicht gegeben werden. "Die Unsicherheit über Größe und Dauer des Konflikts bleibt wie die Spekulationen über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen im Markt und dürfte für weiterhin hohe Volatilität sorgen", betonte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robo Marktes.

Die USA und Europa hatten mit einem Paket von Strafen auf die jüngste Eskalation Moskaus in der Ukraine-Krise reagiert. US-Außenminister Antony Blinken sagte ein geplantes Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow ab. Das Weiße Haus schloss ein mögliches Treffen von US-Präsident Joe Biden mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin vorerst aus.

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Positive Signale kamen erneut von der Konjunktur. Nach starken ifo-Zahlen am Vortag aus Deutschland überzeugten auch Daten aus Frankreich. Die Unternehmensstimmung hat sich dort im Februar überraschend deutlich aufgehellt.

Stärkster Einzelsektor waren die Autowerte. Hier gab es gute Zahlen: Trotz anhaltender Chip-Engpässe peilt der Opel-Mutterkonzern Stellantis auch 2022 eine zweistellige operative Gewinnmarge an. Die Aktie kletterte um über fünf Prozent.

Den Kursgewinnen der Lebensmittelhersteller gaben die Zahlen von Danone Nahrung. Der französische Konzern hatte das vergangene Jahr mit einem unerwartet starken Schlussspurt abgeschlossen. Analystin Celine Pannuti von JPMorgan bezeichnete das Zahlenwerk als solide. Die Bewertung der Aktie bewege sich zudem unter dem Durchschnitt des Sektors. Danone zogen um 3,4 Prozent an.

Die Versorger profitierten unterdessen von den Zahlen des Energieproduzenten Iberdrola . Das spanische Unternehmen hatte im vergangenen Jahr von dem Ausbau der erneuerbaren Energien profitiert. Sowohl das operative als auch das Nettoergebnis lagen über den Erwartungen der von Bloomberg befragten Analysten, die Aktie zog um 2,1 Prozent an.

Am Ende des Feldes lagen die Ölwerte. Auch Rohstofftitel kamen nur auf moderate Zuwächse. Hier belasteten die leichten Abgaben von Rio Tinto . Trotz Rekordergebnis im vergangenen Jahr kam die Aktie nicht voran. Analyst Tyler Broda von der kanadischen Bank RBC verwies auf die steigenden Kosten, die das Unternehmen in seinem Ausblick erwähnt hatte. Auch die Aussagen zur Dividende enttäuschten ein wenig./mf/jha/

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