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Biontech: Impfstoff gegen Omikron-Variante auf einem guten Weg - hilft das der Aktie wieder auf die Sprünge?

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Seda Yalova/Shutterstock.com

Biontech und Pfizer rücken jetzt auch der Omicron-Variante auf die Pelle. Wie beide Konzerne am Wochenende vermeldeten gibt es positive Daten aus einer Phase-2/3-Studie hinsichtlich Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität von zwei Omicron-adaptierten COVID-19-Impfstoffkandidaten. Das Ergebnis: Eine Auffrischimpfung beider an Omicron angepasster Impfstoffkandidaten löst eine wesentlich stärkere Immunantwort gegen Omicron BA.1 im Vergleich zum aktuellen COVID-19-Impfstoff der Unternehmen aus. Die robuste Immunantwort wurde über zwei Prüfdosisstufen, 30 µg und 60 µg, beobachtet.

Wie wir seit den frühen Tagen der Pandemie gesagt haben, werden wir der Wissenschaft folgen und unsere eigenen Ansätze nach Bedarf anpassen, um bei der Bekämpfung von COVID-19 zu helfen, während sich das Virus weiterentwickelt

Albert Bourla - Chief Executive Officer von Pfizer

Im Hause Biontech ist die Überzeugung groß, dass der Impfstoff zugelassen wird.

Die Daten zeigen die Fähigkeit unserer monovalenten und bivalenten Omicron-adaptierten Impfstoffkandidaten, variantenspezifische Antikörper-Neutralisationsreaktionen signifikant zu verbessern

Prof. Ugur Sahin, MD, CEO und Mitbegründer von BioNTech 

Zulassung Anfang drittes Quartal?

Pfizer und Biontech gaben in ihrer gemeinsamen Pressemittelung auch den weiteren Fahrplan für den möglichen neuen Impfstoff bekannt. Die Ergebnisse werden der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) und der European Medicines Agency (EMA) am 28. Juni im Vorfeld der bevorstehenden Gespräche mitgeteilt. Am 30 Juni bekommt dann das Related Biological Products Advisory Committee (VRBPAC) die Daten.

Neuer Impfstoff dürfte keinen neuen Schub auslösen

Das Biontech und Pfizer sich den Varianten des Corona-Virus relativ schnell anpassen, ist bereits in den Kursen eingepreist. Ebenfalls eingepreist sind rückläufige Einnahmen mit den Impfstoff-Varianten. Der neue Impfstoff dürfte daher nicht für einen weiteren Schub sorgen, da er bei seiner Markteinführung den vorherigen Impfstoff ersetzt. Aus diesem Grund erwarten wir keinen Schub für die Kurse. 

Neue Fantasie muss her

Was Biontech braucht ist ein Erfolg außerhalb des Corona-Universums. Die Anleger waren eine sehr lange Zeit nur auf das Geschehen rund um Covid 19 fixiert. Mittlerweile bietet dieser Ansatz allerdings keine neue Fantasie mehr. Daher erfordern höhere Kurse einen neuen Ansatz. Der aus der Pipeline von Biontech schon bald kommen. 

Quelle: Homepage Biontech

Einige Kandidaten davon sind ziemlich weit in der Entwicklung. Bereits zu Beginn des dritten Quartals könnte die Mainzer Biotech-Schmiede neue Daten veröffentlichen. Sollten die positiv sein, dann könnte das die Aktie wieder in Schwung bringen. 

Quelle: Biontech

Beide Papiere sind interessant

Das beide Papiere im Sog der allgemeinen Marktstimmung noch einmal in Stück weiter nachgeben ist nicht ausgeschlossen. Trotzdem sind die Aktien von Pfizer und Biontech nach unserer Einschätzung Kandidaten für das Depot. Pfizer eignet sich dabei eher für konservative Anleger. Zum einen sind die Amerikaner beim Thema Corona mehr als gut aufgestellt und zum anderen haben sie sich mit der Beteiligung an Valneva sehr gut positioniert bei dem neuen möglichen Impfstoff Borreliose-Impfstoffs VLA15, welcher der erste überhaupt auf diesem Gebiet wäre. Anfang drittes Quartal soll hier die dritte klinische Testphase starten. Ein weiteres Argument für die Papiere von Pfizer ist, dass der Kurs bei weitem nicht so stark korrigiert hat, wie viele andere US-Titel.

Die Papiere von Biotech sind eher für spekulative Anleger geeignet, die auch bei einem weiteren Kursrückgang die Nerven bewahren. Sollten die neuen Kandidaten aus der Pipeline der Mainzer positive Ergebnisse liefern, dann dürfte sich ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau in 12 bis 18 Monaten mehr als gelohnt haben. 

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