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Bitcoin: SEC schiebt BTC-Spot-ETFs erneut den Riegel vor - Bitcoin rutscht unter 20.000 Dollar - das sind mögliche Preisziele

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: ImageFlow/Shutterstock.com

Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Anträge auf Zulassung eines Bitcoin-Spot-ETFs seitens Bitwise Asset Management und auch von Grayscale, dem weltweit größten Bitcoin-Fonds, bereits eine Woche vor der finalen Frist erneut abgelehnt, mit der Begründung, dass die Anbieter Fragen hinsichtlich Bedenken durch Marktmanipulation erneut nicht ausreichend beantworten konnten. Die SEC befürchtet, dass Anlegern durch ein mögliches Spot-ETF-Produkt kein ausreichender Schutz geboten werden kann.

Grayscale hat daraufhin angekündigt, eine Klage gegen die SEC einzureichen. Das Unternehmen reicht eine Petition ein, um die Entscheidung beim U.S. Court of Appeals for District of Columbia Circuit anzufechten. Der Rechtsstreit wird von Donald B. Verrilli Jr., dem leitenden Rechtsstrategen von Grayscale, einem ehemaligen US-Generalstaatsanwalt, und einem Team von Anwälten der Anwaltskanzlei Davis Polk & Wardwell geführt.

Verrilli sagte, die SEC versäume es, „ähnliche Anlageinstrumente einheitlich zu behandeln, und handele daher willkürlich und launisch unter Verstoß gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz und das Wertpapierbörsengesetz von 1934“. Grayscale kritisiert die Position der Aufsichtsbehörde angesichts früherer Entscheidungen, anderen Bitcoin-basierten ETFs grünes Licht zu geben, einschließlich solcher, die auf Terminmärkten basieren, und einem, der es Anlegern ermöglicht, die Kryptowährung zu shorten, als inkonsequent.

Bitcoin fällt unter 20.000 Dollar

Der Bitcoin-Preis ist im heutigen Handel erneut deutlich unter Druck geraten – im Einklang mit den Aktienmärkten, die erneut unter wachsender Rezessionsangst zu kämpfen haben. Die Kryptowährung ist mit einem Minus von 5 Prozent unter die runde Marke von 20.000 Dollar gerutscht und kämpft derzeit um die Marke von 19.000 Dollar. Damit notiert sie kurz vor Ende des Monats weiterhin deutlich unter dem 200-Wochen-Trend, einem relevanten Indikator, der in der Vergangenheit ein starkes Signal für einen Boden in einem Bitcoin-Bärenmarkt war.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Kryptowährung zum ersten Mal eine Monatskerze unterhalb dieses Indikators schließen wird und damit der Weg für weiteres Abwärtspotenzial offen ist. Gegenwind kommt weiterhin von Seiten der traditionellen Finanzmärkte, die immer stärker unter dem Druck einer wirtschaftlichen Rezession stehen, die zumindest in Europa und wahrscheinlich auch in den USA kaum noch aufgehalten werden kann.

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Der Konsens der meisten Anleger und Analysten richtet sich derzeit danach, dass die schlechten konjunkturellen Aussichten noch nicht zur Genüge an den Märkten eingepreist sind. Das sorgt auch für weiteren Druck auf den Krypto-Markt, da die Anleger in Cash-Positionen fliehen, die trotz der derzeitigen Inflation in einem Marktumfeld des wirtschaftlichen Abschwungs und anhaltender Unsicherheit kurzfristig die beste und liquideste Position darstellen.

Zur Enttäuschung beigetragen haben dürfte auch die erneute Ablehnung der SEC für einen Bitcoin-Spot-ETF. Unmittelbar hat die nicht stattgefundene Umwandlung des Grayscale-Trusts in einen ETF jedoch auch nicht den Weg für kurzfristiges Abwärtsrisiko freigemacht, da der Trust derzeit unter einem enormen Preis-Discount im Vergleich zum tatsächlichen Wert der Assets under Management gehandelt wird. Warum dieser Umstand zu einem weiteren Preisschock führen könnte, lesen Sie in diesem Artikel:

Warum die Umwandlung des Grayscale-Trusts in einen ETF kurzfristig Schlechtes für den BTC-Preis bedeuten könnte

Nächstes Kursziel 13.000 Dollar?

Angesichts des derzeit schlechten Marktumfelds ist weiterer Preisdruck für Bitcoin daher ein wahrscheinliches Szenario. Da die runde Marke von 20.000 Dollar nicht als Unterstützung herhalten kann, rückt mit der Zone um 13.500 Dollar die nächste charttechnische Unterstützung in den Fokus.

Quelle: tradingview

Laut Mark Newton, Managing Director bei Fundstrat Global Advisors, dürfte eine Bodenbildung erst nach einer weiteren Schwächephase erfolgen. Der Analyst erwartet, dass Bitcoin bis in die zweite oder dritte Juliwoche hinein Schwäche zeigen wird, bevor sich ein mittelfristiges Tief entwickelt.

Laut dem Analysten könnte aus technischer Sicht ein letztes Tief unter den Juni-Tiefs für Bitcoin notwendig sein, bevor eine Bodenbildung vom Markt offiziell anerkannt wird. Es gebe eine überdurchschnittliche Chance auf einen „endgültigen Niedergang im ‚Washout‘-Stil“, bevor Bitcoin den Tiefpunkt erreicht. „Technisch gesehen liegt nicht viel unter 17.592 Dollar vor 12.500 bis 13.000 Dollar, was meiner Meinung nach ein ausgezeichneter Ort für mittelfristige Käufer sein sollte, um Long-Positionen hinzuzufügen“, so die Einschätzung des Analysten.

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