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Mit Wasser den Dax schlagen

Investment Idee: Investieren Sie in Wasser

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Avatar_023/Shutterstock.com

Auf der Suche nach neuen Anlagestrategien soll man einfach nur die Augen offenhalten: Welche Produkte oder Dienstleistungen finden sich im Alltag? Was braucht man? Auf was will man nicht verzichten? Auf was kann man nicht verzichten?

Die Klassiker fallen einem sofort ein: Auf Hygieneartikel (Unilever und Procter & Gamble) und Nahrungsmittel (Nestlé und Danone) kann man nicht verzichten, auf Süßes (Coca-Cola und Hershey) wollen viele nicht verzichten.

Das sind alles Produkte des täglichen Bedarfs: Man findet sie auf der Toilette, beim Waschbecken und in der Dusche (Toilettenpapier, Seife und Shampoo) oder auf dem Esstisch (Maggi, Suppen & Co.) Hinzu kommt natürlich noch Wasser (Nestlé und Danone). Doch es gibt auch Produkte, denen wir im Alltag nicht begegnen, ohne die wir aber kein sauberes Wasser hätten, das aus dem Hahn kommt.

Wasser! Ohne kommen wir nicht aus – und sauberes Wasser wird immer wichtiger. Gerade mit Blick auf die wachsende Bevölkerung weltweit. Es wird eine Aufgabe sein, allen diesen Menschen sauberes Wasser zur Verfügung zu stellen. Zum Glück gibt es Unternehmen, die Wasser reinigen, aufbereiten, transportieren, der Landwirtschaft zur Verfügung stellen. Kurzum: Dank denen Menschen Zugang zu sauberem Wasser haben.

Über einen ETF in die Wasserwirtschaft investieren

Genau in diese Unternehmen können Anleger investieren – und zwar über den ETF „iShares Global Water“, über den Anleger einfach und unkompliziert an die Wertentwicklung dieser Branche teilnehmen können.

Der ETF bildet den S&P Global Water Index nach, der 50 Unternehmen listet, die in der Wasserbranche arbeiten. Jedes Unternehmen muss eine Marktkapitalisierung von mindestens 250 Mio. Dollar aufweisen. In jedem Quartal müssen Aktien im Wert von mindestens 1 Mio. Dollar gehandelt werden. Das bedeutet: Wenn der ETF Anteile verkaufen muss, findet er immer genügend Abnehmer und muss nicht großzügig Preisnachlässe gewähren.

Der ETF umfasst zwei Bereiche der Wasserbranche: erstens die Herstellung von Materialien und Ausrüstung und zweitens die Dienstleistung rund um Wasser.

Xylem optimiert Klärwerke

Die größte Position ist das US-Unternehmen Xylem, das mit 8,34 Prozent gewichtet ist (Stand: Dezember 2022). Xylem arbeitet in der Wasser- und Abwasserbranche und bietet Lösungen rund um das Thema Wasser an, wie etwa:

  • Pumpen
  • Regler
  • Instrumente zur Analyse

So zum Beispiel die Stadtwerke Trier, deren Hauptklärwerk das Wasser von 170.000 Einwohnern aufbereitet. Das schmutzige Wasser kommt an und wird mit Chemikalien versetzt, die den Abbau der Viren und Bakterien fördern. Damit die Zusätze arbeiten, benötigen sie Sauerstoff, der gleichmäßig in das Wasser eingeblasen wird. Ein Drehzahlregler bewegt das Wasser und versorgt es vollständig mit Sauerstoff.

Das Problem bisher: Der Regler war nicht optimiert. Das führte zu einem höheren Verbrauch an Energie; denn die Bakterien zersetzenden Chemikalien und der Sauerstoff wurden wahllos in das Wasser gelassen. Das war für den Menschen zwar unbedenklich, aber führte zu einem hohen Verbrauch an Energie und Kosten.

Die Stadtwerke Trier haben diesen Energiefresser erkannt und haben einen intelligenten Regler von Xylem installiert, der die Umwälzung des Wassers und die Zufuhr von Sauerstoff optimiert.

Veolia Environnement: Dienstleistungen rund um das Wasser

Ein weiterer Vertreter ist die französische Firma Veolia Environnement, die ebenfalls verdrecktes und schmutziges Wasser aufbereitet. Veolia bietet u. a. Dienstleistungen im Bereich der Aufbereitung von Wasser an. Kunden sind Kommunen, Industrie und auch Privatkunden.

Veolia betreibt zum Beispiel Kläranlagen im Auftrag von Kommunen und stellt so die Versorgung mit sauberem Wasser für die Bevölkerung sicher. Dabei setzt das Unternehmen die neueste Technik ein, um den Vorgang zu optimieren. So erzielt Veolia ein noch besseres Ergebnis und reduziert den Verbrauch von Energie und senkt die Kosten. Durch den Einsatz von Sensoren und Messgeräten wird die Qualität des Wassers in Echtzeit gemessen und sofort die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet. Anders als Xylem stellt Veolia diese Geräte nicht her, sondern setzt sie ein.

Weiterer Vorteil: Veolia steht auf mehr Beinen. Es bereitet Wasser auf, entsorgt und verarbeitet Abfall und bietet einen umfassenden Service für das Gebäudemanagement an. Aus Teilen des Abfalls produziert Veolia sogar Strom und speist in das Netz ein.

Besser als der Dax

Die Performance des ETFs ist beeindruckend: von Dezember 2017 bis Dezember 2022 kletterte sein Wert um 52 Prozent. Damit steht er besser da als der Dax, der nur auf plus 8 Prozent kam.

Dieser ETF ist ausschüttend und hat während dieses Zeitraumes pro Anteil 3,68 Dollar an die Anleger ausgezahlt. 2021 betrug die Dividendenrendite 2,27 Prozent.

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