Dax Tagesrückblick 10.05.2024

Dax bleibt auf Rekordjagd – Siemens Energy erholt sich weiter – Munich Re profitiert von Hochstufung

onvista · Uhr
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Der Dax hat am Freitag seinen Rekordlauf fortgesetzt. Zwischenzeitlich hatte der deutsche Leitindex erstmals die Marke von 18.800 Punkten geknackt. Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets sprach von einem „starken Ausbruch bei schwachen Umsätzen“. Auftrieb gab vor allem die Hoffnung auf doch noch zeitnahe Leitzinssenkungen in den USA. Die dünnen Handelsumsätze am Brückentag nach Christi Himmelfahrt trugen ihr Übriges dazu bei, denn an solchen Tagen reichen bereits wenige Orders, um das Börsenbarometer kräftiger in die eine oder andere Richtung zu bewegen.

Der Dax schloss 0,46 Prozent höher bei 18.772 Punkten, nachdem er bereits am Vormittag sein Rekordhoch bei 18.845 Punkten erreicht hatte. Auf Wochensicht ergibt sich ein Gewinn von 4,28 Prozent - das stärkste Wochenplus seit November letzten Jahres. Der MDax egte um 0,13 Prozent auf 26.743 Punkte zu.

Tags zuvor hatte der Dax die Schwächephase von Anfang April mit dem Sprung auf eine weitere Bestmarke endgültig abgehakt. Neben positiven Außenhandelsdaten aus China hatten Jobdaten aus den USA das Börsenbarometer höher getrieben.

Siemens Energy: Aktie setzt Erholungsrally weiter

Die Siemens-Energy-Aktie sind am Freitag im Aufwind geblieben. Die Papiere des Energietechnikkonzerns zogen bis zum Nachmittag um 4,2 Prozent auf 24,28 Euro an und setzten sich damit an die Spitze des Dax. Der deutsche Leitindex legte auf rekordhohem Niveau etwas zu.

Am Mittwoch hatte Siemens Energy über ein starkes Quartal berichtet und zudem die Prognose erhöht. Dies hatte der Ende Oktober letzten Jahres begonnen Kurserholung zusätzlichen Schub verliehen. Am Freitag äußerten sich die Analysten von MWB Research positiv zu den Anteilscheinen und erhöhten das Kursziel von 22 auf 26 Euro. Die Aktien blieben unterbewertet, schrieb der Experte Oliver Wojahn.

Munich Re: BoA hebt den Daumen, Aktie legt zu

Munich Re, von der Bank of America (BofA) auf Buy hochgestuft, legten um 3,13 Prozent auf 455,40 zu. Analystin Freya Kong traut den Papieren des Rückversicherers eine Fortsetzung ihres Laufs zu und setzte mittelfristig nun ein Kursziel von 530 Euro. Bereits tags zuvor hatten zahlreiche Häuser die Kursziele für die Aktie in Reaktion auf die Quartalszahlen nach oben geschraubt. Das neue Ziel der BofA übertrifft diejenigen der anderen genannten Häuser aber noch deutlich.

Berenberg stuft ab – Symrise unter Druck

Ein skeptischer Analystenkommentar könnte dem bereits tags zuvor gestockten Erholungsversuch von Symrise am Freitag einen weiteren Schlag versetzen. Die Papiere des Herstellers von Duftstoffen und Aromen büßten am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss rund zwei Prozent auf 101,50 Euro ein, nachdem Berenberg-Analystin Samantha Darbyshire auf Preisdruck im wichtigen und eigentlich schnell wachsenden Geschäft mit Zusätzen für Haustiernahrung verwiesen hatte. Die Expertin sieht mit einem neuen Kursziel von 106 (alt 126) Euro zwar noch etwas Luft nach oben, aber das reicht nicht mehr für eine Kaufempfehlung. Sie stufte die Aktien auf Halten ab.

Gegen Ende April war der Aktienkurs des Dax-Konzerns nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen für das erste Quartal stark unter Druck geraten und bis auf knapp 98 Euro abgesackt. Insgesamt waren die Niedersachsen zwar schneller gewachsen, als Analysten es im Durchschnitt auf dem Zettel gehabt hatten. Allerdings waren die Erwartungen vieler Investoren hoch, nachdem zuvor der Schweizer Konkurrent Givaudan bereits mit seinem Jahresauftakt überzeugt hatte.

Auf den Kursrutsch folgte gleichwohl eine Erholung, die die Papiere auch wieder über die 21-Tage-Linie - einem wichtigen Indikator des kurzfristigen Trends - geführt hat. Diese Chartunterstützung wackelt nun wieder, da die Symrise-Aktie den Handelstag mit einem Minus von 1,45 Prozent bi 101,95 Euro.

Redaktion onvista/dpa-AFX

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