Dax Tagesrückblick 21.05.2024

Alle Dax-Indizes am Dienstag rot - Redcare verliert nach Studie zweistellig

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Der Dax und seine Subindizes haben den Handelstag am Dienstag alle im Minus beendet. Für den deutschen Leitindex ging es um 0,2 Prozent nach unten auf 18.727 Punkte. Auch der MDax (minus 1,1 Prozent auf 27.172 Punkte) und der SDax (minus 0,5 Prozent) verzeichneten im Dienstagshandel Verluste. 

In Zurückhaltung übten sich Anleger auch mit Blick auf die am Mittwochabend anstehende Quartalsbilanz des Chip-Giganten Nvidia. Der Trendsetter in Sachen Künstliche Intelligenz ist an der Börse 2,3 Billionen US-Dollar wert. Angesichts der hohen Erwartungen am Markt machte Molnar "viel Enttäuschungspotenzial" aus.

Redcar-Kurs verliert nach Studie zweistellig

Größter Verlierer in allen drei Dax-Indizes Dax, MDax und SDax war die Online-Versandapotheke Redcare Pharmacy. Hintergrund war eine negative Studie der Schweizer Großbank UBS. In ihrer ersten Studie über die Versand-Apotheke empfahl UBS sogleich den Verkauf der Aktien mit einem Kursziel von 86 Euro.

Der Anteilschein von Redcare notierte zum Handelsschluss auf Xetra um elf Prozent im Minus. Im Tagestief hatten die Aktien so wenig wie zuletzt im September gekostet. Seit Jahresbeginn haben die Niederländer rund ein Viertel ihres Börsenwerts eingebüßt.

Die Einführung des elektronischen Rezepts als Wachstumsmotor für Redcare Pharmacy sei nun "mehr als eingepreist", schrieb UBS-Analyst Olivier Calvet in einer Studie. Die Verkaufsempfehlung nehme er vor, obwohl er Redcare als hochwertigen Online-Apothekenhändler betrachtet und obwohl die Aktie innerhalb des vergangenen Monats bereits um circa 20 Prozent gefallen ist.

Unter anderem sei Amazon Pharmacy potenziell eine erhebliche langfristige Bedrohung, da die deutsche Regulierung Redcare zu einem reinen Online-Anbieter gemacht habe. Im ersten Quartal 2024 seien noch 80 Prozent der elektronischen Rezepte mit einer Krankenversichertenkarte in der Apotheke vor Ort eingelöst worden, der Großteil des Restes mit einem Papierausdruck des E-Rezepts.

Kontron reicht kleines Plus für Spitze

Auf der anderen Seite der Skala unter den 160 Unternehmen aus den Dax-Indizes stand am Dienstag der im SDax gelistete Technologiekonzern Kontron (ehemals S&T). Die Aktie legte gut zwei drei Prozent zu. Hintergrund: Der österreichische Konzern hat einen Auftrag zur Lieferung von Ladestationen für Elektroautos an Land gezogen. Das Auftragsvolumen betrage im ersten Schritt mindestens 200 Millionen Euro, teilte der SDax-Konzern am Dienstag in Linz mit. Auftraggeber sei einer der weltgrößten Automobilhersteller.

Bei der Entwicklung der vollvernetzten Ladelösung stütze sich das Unternehmen auf die Expertise seiner neuen Tochtergesellschaft eSystems, hieß es weiter. Den Hersteller für Ladesysteme hatte Kontron Anfang des Jahres im Zuge der Übernahme des deutschen Elektronikunternehmens Katek erworben. "Nun zeigen sich bereits die ersten Erfolge und Synergie-Effekte", sagte Unternehmenschef Hannes Niederhauser. Unter anderem würden durch die Aufwertung der Katek-Produkte mit Kontron-Software erhebliche Kostenvorteile erzielt. (mit Material von dpa-AFX)

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