Flüchte nicht in Was-Wäre-Wenn!

Aktienwelt360 Extra · Uhr
Ein Mann sitzt nachdenklich vor seinem Laptop

Manchmal denken wir uns gerne in ein Was-Wäre-Wenn hinein. Das heißt: Wir überlegen, wie die Welt oder unser Portfolio wohl aussähe, wenn gewisse Dinge anders eingetreten wären. Es mag ein attraktives Gedankenspiel sein. Aber letztlich bringt es einem als Investor reichlich wenig.

Genau jetzt werden viele Investoren vermutlich wieder in einem Was-Wäre-Wenn denken. Die Wahl des US-Präsidenten, die erneut zu Gunsten von Donald Trump ausgegangen ist, bringt gefühlt mehr Unsicherheit, als der Markt derzeit widerspiegelt. Trotzdem sage ich dir sehr klar eines: Solche Gedanken führen ebenfalls zu nichts.

Das Was-Wäre-Wenn und die bessere Alternative

Um ehrlich zu sein: Ich glaube auch, dass eine US-Präsidentin Kamala Harris für den Aktienmarkt planbarer gewesen wäre. Vermutlich auch besser einzuschätzen und nicht so impulsiv. Aber um das noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Wir bekommen diese Präsidentin der USA nicht. Wir müssen mit Donald Trump Vorlieb nehmen.

Unsere Wünsche, unsere Hoffnungen oder was auch immer du gerade denkst, es bringt dir nichts. Stattdessen solltest du mir der neuen Realität lernen, zu leben. Um auch hier ehrlich zu sein, ich glaube gar nicht, dass ein US-Präsident Donald Trump so großartig negativ für den Aktienmarkt sein muss. Selbst wer seine impulsive und manchmal emotionale Art nicht schätzt, die US-Politik besteht aus mehr als nur einem Präsidenten. Die Republikaner, auch wenn sie Trump zu ihrem Kandidaten gemacht haben, werden mit Sicherheit nicht zusehen, wie er in jedes Fettnäpfchen tritt. Es gibt schließlich auch noch den Senat und das Repräsentantenhaus, die zugegebenermaßen auch in den Händen der Partei von Trump sind.

Trotzdem ist das Was-Wäre-Wenn nicht förderlich. Als Investoren müssen wir uns überlegen, was aus der neuen Realität für uns folgt. Im Idealfall sogar versuchen, dass wir aus dieser neuen Begebenheit Kapital schlagen. Wobei ich der Letzte bin, der sagt, dass Aktionismus jetzt angebracht erscheint.

Im Endeffekt ist der Aktienmarkt stets abhängig von der Realität und nicht dem Was-Wäre-Wenn. Dazu gehört aber auch, dass die Aktienmärkte dazu neigen, langfristig an Wert zu gewinnen. Und Innovation über Jahre hinweg die besten Renditen erzielt. Daran wird auch eine gewisse, gewünschte oder ungewollte Politik wenig verändern. Und das ist eine eigentlich gute Nachricht.

Bleibe im Hier und Jetzt

Das Was-Wäre-Wenn mag manchmal attraktiv erscheinen. Zu den bodenständigen Eigenschaften erfolgreicher Investoren zählt jedoch, die Realität zu sehen und anzuerkennen. Wenn dir das gelingt, wirst du voraussichtlich ein besserer Investor sein. Aber das schafft nicht jeder, vor allem nicht, wenn man unrealistischen Wünschen nacheifert.

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