Das Spiel, das du einfach nicht mitspielen solltest

Aktienwelt360 Extra · Uhr
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Der Aktienmarkt ist kein Spiel. Aber wir können sagen, dass es verschiedene Spielweisen gibt, wie man langfristig erfolgreich sein kann. So können Nuancen aus verschiedenen Ansätzen bestehen. Der eine schwört auf Dividendenaktien. Der andere auf Growth-Aktien. Aber auch andere Alternativen sind denkbar.

Beispielsweise, wonach man seine Investitionen ausrichtet. Der eine schaut lediglich auf Unternehmen. Ein anderer auf Kennzahlen. Möglicherweise ein Dritter auf den Newsflow, ein Hoch oder ein Tief. Es wäre falsch, von einem grundsätzlichen Richtig oder Falsch auszugehen. Selbst ein Warren Buffett nutzt zur Bewertung der Märkte schließlich den nach ihn benannten Buffett-Indikator. Diese Kennzahl setzt die Börsenbewertung des Marktes in ein Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt.

Wie gesagt: Wir sprechen nicht von einem Spiel. Aber wenn du das erfolgreiche Investieren als ein solches betrachten möchtest, so gibt es eines, von dem ich dir abraten würde, dort mitzuspielen.

Das Spiel, das clevere Investoren in der Regel meiden

Meiner Meinung nach ist es nämlich ein zu verrücktes und undurchsichtiges Spiel, wenn man kurzfristige Neuigkeiten einpreisen möchte. Das kann beispielsweise ein Zinsentscheid sein. Oder auch ein Arbeitsmarktbericht. Oder eben die vielen anderen kurzfristigen (vermeintlich wichtigen) Indikatoren, die man innerhalb eines Monats so serviert bekommt.

Ohne Zweifel: Sie können in ihrer Tendenz eine Aussagekraft besitzen. Kurz- oder mittelfristig sind sie jedoch eines: Eine Wette des Marktes auf ein Besser oder Schlechter. Gerade Privatinvestoren können hier häufig nur daneben liegen. Und überhaupt sollten wir uns fragen, warum das wichtig ist.

Nehmen wir zum Beispiel Coca-Cola. Wir können zu der Aktie stehen, wie wir wollen. Im Endeffekt ist es jedoch egal, ob es möglicherweise 100.000 Arbeitslose mehr gibt. Zumindest für den US-amerikanischen Getränkekonzern. Auch eine kurzfristige Inflationsrate wird hier nicht die Nadel so entscheidend bewegen. Ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unternehmen und einer Monatskennzahl ist nicht entscheidend.

Und trotzdem wird auch die Coca-Cola-Aktie auf solche Indikatoren reagieren. Positiv, negativ? Mal ein paar Prozent ins Plus. Und mal ein paar wenige Prozente ins Minus. Das ist es, womit kurzfristig-orientierte Trader ihr Geld verdienen. Wobei ich mal wage zu behaupten: Sie sind eigentlich kaum langfristig-orientiert daran interessiert, womit Coca-Cola eigentlich sein Geld verdient. Für sie ist es ein Spiel. Oder eben eine Wette.

Bleibe beim wirklich Wichtigen!

Ich rate den meisten Investoren daher: Wählt euch euer Spiel gut aus. Es kann vielleicht für den einen ratsam sein, nur dann zu investieren, wenn sich der Markt in einer Abwärtsspirale befindet. Warum auch nicht? Die Bewertungen vieler Unternehmen werden dann günstig. Ein anderer sagt sich vielleicht, dass Zeit allgemein das Timing schlägt und investiert zu jederzeit. Möglich ist Vieles.

Nur würde ich diese kurzfristigen Nebenwetten sein lassen. Das ist in der Regel nicht das Spiel der besonders erfolgreichen Investoren.

Der Artikel Das Spiel, das du einfach nicht mitspielen solltest ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Vincent Uhr besitzt Aktien von Coca-Cola.

Aktienwelt360 2025

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