Lukaschenko: Strebe keine weitere Amtszeit als belarussischer Präsident an

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(Reuters) - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko strebt nach eigenen Angaben keine weitere Amtszeit an.

Der heute 70-Jährige war im Januar für eine siebte fünfjährige Amtszeit wiedergewählt worden. In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem Magazin "Time" sagte Lukaschenko, er plane nicht, erneut zu kandidieren. Zudem wies er seit langem bestehende Spekulationen zurück, er bereite seinen Sohn Nikolai auf die Nachfolge vor. "Nein, er ist kein Nachfolger", wurde er in Auszügen des Interviews von der staatlichen belarussischen Nachrichtenagentur Belta zitiert. Der tatsächliche Nachfolger solle "nicht sofort alles kaputt machen", sondern das Land weiterentwickeln, um einen "revolutionären Zusammenbruch" zu vermeiden.

Lukaschenko, ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, regiert Belarus seit mehr als drei Jahrzehnten autoritär. Nach der Präsidentschaftswahl 2020, die nach Einschätzung der Opposition und westlicher Regierungen gefälscht war, schlug er massive Straßenproteste nieder. Alle führenden Oppositionellen wurden inhaftiert oder zur Flucht aus dem Land gezwungen. Menschenrechtsgruppen zufolge befinden sich noch fast 1200 politische Gefangene in Haft. Lukaschenko bestreitet, dass es solche Häftlinge gibt.

(Bericht von Mark Trevelyan; Geschrieben von Scot W. Stevenson; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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