Daimler: Gelungener Start ins neue Geschäftsjahr ++ HeidelbergCement: Besser als erwartet ++ HelloFresh: Prognose schnellt rauf ++ Dax startet auf Rekordhoch

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Daimler: Gelungener Start ins neue Geschäftsjahr ++ HeidelbergCement: Besser als erwartet ++ HelloFresh: Prognose schnellt rauf ++ Dax startet auf Rekordhoch

Trotz der neuen Sanktionen gegen Russland will Washington nach den Worten von US-Präsident Joe Biden die Spannungen mit Moskau nicht weiter verschärfen. „Die USA sind nicht darauf aus, einen Kreislauf der Eskalation und des Konflikts mit Russland einzuleiten“, sagte Biden am Donnerstag im Weißen Haus. Er warnte zugleich: „Wenn Russland sich weiterhin in unsere Demokratie einmischt, bin ich bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen.“ Die jetzt verhängten Sanktionen hätten härter ausfallen können, sagte Biden. Er habe sich aber dazu entschlossen, „verhältnismäßig“ zu reagieren.

Biden hatte Kremlchef Wladimir Putin in einem Telefonat am Dienstag ein Gipfeltreffen in einem Drittland vorgeschlagen. Am Donnerstag sagte der US-Präsident, nach seinem Vorschlag solle ein solches Treffen im Sommer in Europa stattfinden. Ob Putin die Einladung annimmt, ist weiter offen. Im Kreml hieß es dazu, dass Sanktionen für solche Gipfelpläne nicht hilfreich seien. Allerdings müssten am Ende die Staatschefs selbst entscheiden, ob sie sich treffen.

Als Vergeltung für Moskau zugeschriebene Hackerangriffe und Einmischungen in die US-Wahlen hatten die USA zuvor zehn russische Diplomaten ausgewiesen und eine Reihe neuer Sanktionen verhängt. Unter den Diplomaten der Vertretung in Washington seien auch fünf Mitarbeiter russischer Geheimdienste, erklärte das Weiße Haus am Donnerstag. Das russische Außenministerium nannte die Handlungen der amerikanischen Seite „inakzeptabel“ und kündigte eine scharfe Reaktion auf die neuen US-Sanktionen an.

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Dax: Neues Rekordhoch

Brummende Geschäfte deutscher Konzerne und starke US-Börsen haben die deutschen Aktienindizes zum Wochenausklang auf Rekordhöhen getrieben. Der Dax ließ seine bisherige, nach Ostern erreichte Bestmarke hinter. Er gewann im frühen Handel 0,48 Prozent auf 15 328,64 Zähler.

Ein historisches Hoch erreichte auch der MDax . Zuletzt gewann der Index mittelgroßen Werte 0,65 Prozent auf 33 221,79 Punkte. Der Nebenwerteindex SDax, dem am Vortag erstmals der Sprung über 16 000 Punkte gelungen war, setzte seine Rekordfahrt ebenfalls fort und rückte zuletzt um 0,69 Prozent auf 16 070,05 Punkte vor.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg mit plus 0,3 Prozent erstmals seit 2008 wieder über die Marke von 4000 Punkten.

In New York war die Rekordrally der großen Indizes am Vortag schon weiter gegangen, der Dow Jones Industrial war erstmals über die Marke von 34 000 Punkten geklettert.

Daimler: Gut aus den Starlöchern gekommen

Der Auto- und Lkw-Bauer Daimler ist vor allem dank eines starken China-Geschäfts und Kostensenkungen deutlich besser ins Jahr gestartet als erwartet. Mit einem bereinigten operativen Gewinn von knapp fünf Milliarden Euro verdiente der Konzern nicht nur mehr als von Experten erwartet, sondern auch mehr als vor der Corona-Pandemie. Selbst im Rekordjahr 2017 war das operative Ergebnis zum Jahresauftakt nicht so hoch. Experten hatten nach Angaben des Unternehmens knapp vier Milliarden Euro erwartet, wie das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mitteilte. Die Aktie war auf die Nachrichten vorbörslich bei Anlegern gefragt.

Im ersten Quartal habe sich vor allem der Absatz in der Autosparte in allen wichtigen Regionen und hier insbesondere China vorteilhaft entwickelt, hieß es weiter. Dies habe den Produktmix und die Preisdurchsetzung stark unterstützt. Verbunden mit erheblichen Senkungen der Fixkosten führte dies zu einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis.

In der Autosparte betrug der bereinigte operative Gewinn im ersten Quartal rund 3,8 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite der Sparte habe in den ersten drei Monaten bei 14,3 Prozent gelegen – ein für die Branche sehr guter Wert. Zum Vergleich: Anfang 2019 hatte Daimler in dem Bereich operativ knapp 1,4 Milliarden Euro verdient. 2020 war das Ergebnis dann zum Jahresstart auf rund 600 Millionen eingebrochen.

Konzernweit verbuchte Daimler inklusive der Sondereffekte im vergangenen Quartal einen operativen Gewinn von knapp 5,8 Milliarden Euro. Hier hatte die durchschnittliche Analystenprognose den Angaben des Unternehmens zufolge bei knapp fünf Milliarden Euro gelegen. Angaben zum Umsatz und Überschuss machte Daimler nicht. Detaillierte Zahlen für das erste Quartal will der Konzern am 23. April veröffentlichen.

Das gute Ergebnis hatte sich bereits angedeutet, da Daimler-Chef Ola Källenius zuletzt immer wieder von einer Fortsetzung des positiven Trends gesprochen hatte. Die Höhe des Ergebnisses kommt aber für die meisten Analysten überraschend. Dies könnte den jüngsten Aufwärtstrend der Aktie weiter beflügeln.

Das Daimler-Papier legte in diesem Jahr unter anderem getrieben von dem wieder rund laufenden Geschäft und der angekündigten Aufspaltung bereits um rund 30 Prozent zu. Zuletzt kostete das Papier wieder rund 75 Euro und lag damit rund 250 Prozent über dem Tief im Corona-Crash des vergangenen Frühjahrs.

Källenius hatte im Februar einen radikalen Umbau des Traditionsunternehmens angekündigt. Er will den Konzern aufspalten, was die Daimler AG auf lange Sicht verschwinden lassen wird. Nur zwei eigenständige, dafür jeweils börsennotierte Unternehmen soll es künftig noch geben: Mercedes-Benz für die Autos und Vans und Daimler Truck für Lastwagen und Busse.

„Dies ist ein historischer Moment für Daimler und der Anfang für eine tiefgreifende Umgestaltung des Unternehmens“, hatte der Manager Anfang Februar gesagt. Noch keine zwei Jahre im Amt, ist es für den Schweden schon der zweite Konzernumbau. Nach Källenius‘ Amtsantritt im Mai 2019 hatte sich Daimler die jetzige Struktur gegeben: drei eigenständige Sparten unter dem Dach und in komplettem Besitz der Daimler AG.

Damit soll nun schon wieder Schluss sein. Die Daimler Mobility AG verschwindet, die Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen gehen in den beiden anderen Sparten auf. Und auch die Holding wird auf lange Sicht nicht mehr gebraucht. Dafür bringt Daimler die Truck-Sparte wohl noch in diesem Jahr an die Börse. Die Mehrheit der Anteile soll in die Hände der heutigen Aktionäre gegeben werden – zu welchen Konditionen, steht noch nicht fest. Daimler selbst will nur eine Minderheit behalten.

HeidelbergCement: Über den Erwartungen

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat dank stabiler Branchenkonjunktur im ersten Quartal besser verdient als am Markt erwartet. Der operative Gewinn stieg nach vorläufigen Zahlen von Januar bis März auf 223 Millionen Euro von 59 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen informierte am späten Donnerstagabend per Pflichtmitteilung über die Zahlen, da sie über der von Vara Research ermittelten Markterwartung von 92 Millionen Euro lagen. Auch der Umsatz fiel im ersten Vierteljahr besser aus als von Analysten kalkuliert. Der Erlös übertraf mit 3,95 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um 28 Millionen Euro, während die Fachleute mit einem Rückgang auf 3,8 Milliarden Euro gerechnet hatten. Die Aktien des Dax-Konzerns lagen vorbörslich anderthalb Prozent im Plus.

HeidelCement-Chef Dominik von Achten hatte sich Mitte März zuversichtlich über das laufende Geschäftsjahr gezeigt: „Der gute Jahresbeginn bestätigt unsere optimistische Sicht auf 2021.“ Nach Einschätzung des Ifo-Instituts lief die Baukonjunktur in Deutschland zu Jahresbeginn gut. Im Gesamtjahr erwartet das deutsche Baugewerbe aber spürbar weniger Wachstum und stellt sich auf mehr Gegenwind durch die Corona-Krise ein. Die Umsätze dürften dieses Jahr um 1,3 Prozent auf gut 368 Milliarden Euro zulegen – nur etwa halb so stark wie im Corona-Jahr 2020, wie die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) erklärte.

HeidelCement veröffentlicht die vollständige Quartalsbilanz am 6. Mai. Nach bisheriger Jahresprognose will der international tätige Dax-Konzern den Umsatz und den bereinigten Betriebsgewinn leicht, also um einen niedrigen bis mittleren Prozentsatz, steigern. Vorausgesetzt hat von Achten allerdings, dass die Corona-Pandemie der Baukonjunktur weiter nichts anhaben kann.

Kurz & knapp:

HelloFresch: Der Kochboxenversender schaut nach einem überraschend guten Jahresstart noch optimistischer auf 2021. Das Umsatzwachstum werde bei 35 bis 45 Prozent liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Berlin mit. Zuvor war Hellofresh von 20 bis 25 Prozent ausgegangen. Die währungsbereingte Ebitda-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sieht die Firma nun bei zehn bis zwölf nach bisher neun bis zwölf Prozent. Laut Hellofresh werden damit die Erwartungen von Analysten übertroffen. Ebenfalls besser als von Experten erwartet sei vorläufigen Berechnungen zufolge das erste Quartal verlaufen, hieß es weiter. Der Umsatz dürfte von knapp 700 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf bis zu fast 1,5 Milliarden Euro geklettert sein. Das Ebitda werde sich zwischen 155 und 165 Millionen Euro bewegen (Vorjahr: 63,1). Die endgültigen Zahlen will das Unternehmen am 4. Mai veröffentlichen. Diese könnten von den oben genannten Daten abweichen.

Porsche: Der Sportwagenbauer Porsche hat im ersten Quartal 2021 rund ein Drittel mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Zwischen Januar und Ende März seien 71 986 Fahrzeuge an Kunden übergeben worden – das seien 36 Prozent mehr als im Startquartal 2020, teilte die VW -Tochter am Freitag in Stuttgart mit. Im Vorjahr hatte die Corona-Pandemie, die Mitte März ihren Lauf nahm, Porsche und andere Autobauer bei den Verkäufen zum Teil ausgebremst. Im Gesamtjahr hatte Porsche weltweit gut 272 000 Autos abgesetzt, etwas weniger als 2019. Angesichts des starken Verkaufsstarts im neuen Jahr kann der Sportwagenbauer nun hoffen, erstmals die Marke von 300 000 verkauften Fahrzeugen zu knacken. Darauf bestehe „eine berechtigte Chance“, hatte Vorstandschef Oliver Blume bereits Mitte März bei der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens gesagt. Im ersten Quartal profitierte Porsche von Absatzsteigerungen in allen relevanten Weltmärkten. Am kräftigten ging es in China bergauf, allein dort wurden fast 22 000 Autos verkauft. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem satten Plus von 56 Prozent. In den USA legten die Verkäufe um 45 Prozent zu, in Europa um 16 Prozent, im Heimatmarkt Deutschland immerhin noch um 14 Prozent.

PfeifferVakuum: Der Vakuumpumpenhersteller hat im ersten Quartal dank einer höheren Nachfrage aus der Halbleiterbranche Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Umsatz stieg vorläufigen Zahlen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 191,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Asslar mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich um 76,4 Prozent auf 22,6 Millionen Euro, die entsprechende Marge von 8,4 auf 11,8 Prozent. Damit habe Pfeiffer Vacuum deutlich besser abgeschnitten als vom Kapitalmarkt erwartet, hieß es. Dazu warb das Unternehmen mit 233,9 Millionen Euro über ein Drittel mehr an Aufträgen ein. Auch da spielte die höhere Nachfrage aus dem Halbleitermarkt eine große Rolle, insbesondere in den letzten Wochen des ersten Quartals. Dank der robusten Entwicklung erhöhte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr. Das Umsatzwachstum und die Ebit-Marge sollen sich 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern und jeweils bei über 10 Prozent liegen. 2020 betrug der Umsatz 618,7 Millionen Euro, die Ebit-Marge lag bei 7,3 Prozent. Ende März hatte Pfeiffer Vacuum lediglich ein Umsatzplus von mehr als 5 Prozent sowie eine höhere Ebit-Marge in Aussicht gestellt. Einzelheiten will das Unternehmen am 4. Mai veröffentlichen.

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Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: Christian Mueller / shutterstock.com

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