Dax dank weiterem fiskalischen Rückenwind im Plus – Risikofaktor Geopolitik bleibt – Auto- und Touristik-Werte stark

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Dax dank weiterem fiskalischen Rückenwind im Plus – Risikofaktor Geopolitik bleibt – Auto- und Touristik-Werte stark

An der Börse sind erneut die Optimisten in der Überzahl. „Die geopolitischen Spannungen bleiben zwar weiter latent im Hintergrund bestehen“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Die Investoren haben derzeit allerdings ihren Fokus ganz auf die Wiedereröffnung der Weltwirtschaft gerichtet, und diese macht bedeutende Fortschritte.“

Dax und EuroStoxx50 bauten ihre jüngsten Kursgewinne am Mittwoch aus und legten jeweils etwa eineinhalb Prozent auf 11.657 beziehungsweise 3047 Punkte zu. Der US-Standardwerteindex Dow Jones lag bei Handelsschluss in Europa 0,5 Prozent im Plus. Die „Antikrisen-Währung“ Gold verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 1701,70 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). „Fortschritte bei der Entwicklung von Coronavirus-Medikamenten und das bisherige Ausbleiben einer zweiten Infektionswelle lassen die Risikobereitschaft der Anleger steigen“, sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades.

Rückenwind erhielten die Aktienmärkte auch von dem 750 Milliarden Euro schweren EU-Rettungsplan. Zwei Drittel des Geldes soll in Form von Zuschüssen an die von der Pandemie besonders gebeutelten Staaten fließen. „Ja, es wird zu einer Umverteilung innerhalb der EU kommen“, sagte Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank. „Soviel Solidarität muss allerdings sein, denn indirekt ist das exportstarke Deutschland auch Hauptnutznießer der EU.“

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Vor diesem Hintergrund deckten sich Investoren mit Anleihen südeuropäischer Staaten ein, die von der Pandemie besonders hart getroffen wurden. Dies drückte die Renditen der zehnjährigen Titel aus Italien, Spanien, Griechenland und Portugal zeitweise jeweils auf den niedrigsten Stand seit etwa acht Wochen.

Risikofaktor Geopolitik

Der Streit zwischen den USA und China um ein „Sicherheitsgesetz“ für Hongkong dürfe aber nicht außer Acht gelassen werden, warnte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Dieses Thema hat das Potenzial, einen neuen wirtschaftlichen und politischen Konflikt zwischen den beiden Supermächten auszulösen. Wenn sich die USA und China gegenseitig bekämpfen, dann hat das einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft.“

Am Rohölmarkt schlugen die Spannungen auf die Stimmung. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um fast fünf Prozent auf 34,39 Dollar je Barrel (159 Liter).

Touristik und Autowerte im Aufwind

Die Aussicht auf eine Lockerung der Reisebeschränkungen bescherte den Reise- und Touristikwerten einen erneuten Kurssprung. Dabei stachen erneut die Titel von TUI heraus, die nach ihrem gut 50-prozentigen Anstieg vom Dienstag weitere 17 Prozent zulegten. Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen mahnte allerdings zur Besonnenheit. Schließlich sei unklar, wie die wichtige Sommer-Reisesaison verlaufen werde. „Vielleicht ziehen doch so einige den Urlaub auf Balkonien vor.“

Am Nachmittag rückte die Lufthansa ins Rampenlicht. Wegen der EU-Auflagen verschob der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft die Entscheidung über die Annahme des neun Milliarden Euro schweren Rettungspakets des Bundes. Die Aktie gab daraufhin ihre zwischenzeitlichen Gewinne fast komplett ab und schloss 0,4 Prozent im Plus bei 9,27 Euro.

An der Wall Street fielen die Titel von Twitter dagegen um 4,5 Prozent. Nachdem der Kurznachrichtendienst zwei Beiträge von US-Präsident Donald Trump erstmals mit Warnhinweisen wegen falscher Faktendarstellung gekennzeichnet hatte, drohte Trump sozialen Medien mit Regulierung oder Schließung. Facebook gaben 3,3 Prozent nach.

onvista/reuters

Titelfoto: Imagentle / Shutterstock.com

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