Dax, Eurostoxx und US-Märkte verlieren deutlich an Boden – auch Gold und Bitcoin tauchen ab – Pfizer kann zugesagte Impfstofflieferung nicht einhalten

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Dax, Eurostoxx und US-Märkte verlieren deutlich an Boden – auch Gold und Bitcoin tauchen ab – Pfizer kann zugesagte Impfstofflieferung nicht einhalten

An den europäischen wie auch den US-Börsen nehmen die Anleger am Freitag am Ende einer bis dahin zögerlichen Börsenwoche doch noch im größeren Stile Gewinne mit. Der Dax fiel am Nachmittag nach dem Auftakt in New York erst unter eine Unterstützung bei 13.800 Punkten und rutschte dann immer weiter ins Minus ab. Zuletzt büßte der deutsche Leitindex mit 13.723,95 Punkten 1,9 Prozent ein. Der EuroStoxx folgte seinem Beispiel und verlor 1,6 Prozent auf 3584,99 Zähler.

In New York war der Dow Jones Industrial vor dem langen Wochenende und dem bald anstehenden Machtwechsel in Washington um zuletzt fast ein Prozent gefallen. Am Montag pausiert der US-Handel wegen des Martin Luther King Day, am Mittwoch soll Joe Biden dann als Nachfolger von Donald Trump vereidigt werden.

Börsianer sehen die Aktienmärkte derzeit in einer Konsolidierung nach dem starken Jahresauftakt mit einem Dax-Rekord oberhalb von 14.100 Punkten. Die Chartexperten von Index-Radar betonten jedoch am Morgen vor der Verkaufswelle, dass derzeit noch von normalen Schwankungen im Aufwärtstrend die Rede sein könne. Experte Andreas Büchler sieht den Dax bei 13.500 Punkten nach unten abgesichert.

Auch die als Kaptialsicherung angesehenen Assets Gold und Bitcoin mussten im Zuge dieser Korrektur mit nach unten gehen. Während das Edelmetall gut 1,1 Prozent einbüßen muss, taucht Bitcoin im heutigen Handel mehr als 8 Prozent ab, nachdem der herbe Crash vor ein paar Tagen wieder so gut wie eingeholt worden war.

Pfizer kann zugesagte Impfstofflieferungen nicht einhalten

Weiteres kaltes Wasser auf die Hoffnungen einer schnellen Erholung aus der Corona-Krise kam heute mit der Meldung von Pfizer, dass die zugesagten Impfstofflieferungen nicht eingehalten werden können.

Der Pharmakonzern Pfizer kann nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in den kommenden drei bis vier Wochen die bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern. Das sei der EU-Kommission und über diese den EU-Mitgliedsstaaten kurzfristig mitgeteilt worden, teilte das Ministerium am Freitag mit. Ein Sprecher fügte hinzu, dass die für Deutschland am Montag vorgesehene wöchentliche Lieferung wie geplant erfolge.

Grund für die Lieferprobleme sind demnach Umbauten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs. Diese dienten nach Angaben des Unternehmens dazu, die Kapazitäten ab Mitte Februar zu erhöhen. Aus Puurs würden alle Länder der Welt außer den USA beliefert. „Die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern nehmen diese sehr kurzfristige wie unerwartete Mitteilung der Kommission und von Pfizer mit Bedauern zur Kenntnis“, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.

Unklar ist noch, wie groß die Mengen an Impfstoff sind, die nun vorerst nicht zur Verfügung stehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und seine Länderkollegen berieten nach Angaben des Sprechers am Nachmittag kurzfristig in einer Schaltkonferenz über die Lage.

Bund und Länder erwarteten, dass die EU-Kommission in den Verhandlungen mit Pfizer schnellstmöglich Klarheit und Sicherheit für die weiteren Lieferungen und Lieferdaten schaffe. „Zugesagt ist in jedem Fall, dass die für das 1. Quartal angekündigten Mengen vollständig im ersten Quartal geliefert werden“, hieß es weiter.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: MaxxiGo / Shutterstock.com

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