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Dax: Feierlaune lässt gegen Handelsende etwas nach – Wirecard stärkster Wert

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Dax: Feierlaune lässt gegen Handelsende etwas nach – Wirecard stärkster Wert

Entspannungszeichen im US-Handelskonflikt mit China sowie im EU-Haushaltsstreit mit Italien haben dem deutschen Aktienmarkt zu einem furiosen Start in die neue Woche verholfen. Der Dax legte ordentlich zu und stieg um 1,85 Prozent auf 11.465,46 Punkte, den höchsten Schlusskurs seit drei Wochen. Damit konnte der Leitindex die charttechnisch wichtige Hürde von 11.400 Punkten endlich knacken. In der Vorwoche war er daran dreimal gescheitert.

„Eine einvernehmliche Lösung im Handelskonflikt scheint wieder im Bereich des Möglichen zu liegen“, merkte die Postbank an. Daraufhin habe sich in den Börsensälen wieder Optimismus breit gemacht.

USA und China wollen miteinander reden

Auf dem G20-Gipfels in Buenos Aires machten die Regierungschefs von USA und China einen ordentlichen Schritt aufeinander zu und wendeten eine weitere Eskalation im Handelsstreit vorerst ab. China hat sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zu einem Entgegenkommen bei Autozöllen bereiterklärt. Peking wollte dies zunächst zwar nicht bestätigen, dementierte die Darstellung Trumps aber auch nicht. Zudem soll es ab Januar zumindest für 90 Tage keine weiteren Zölle geben.

„Der Waffenstillstand ist eine gute Nachricht für China, denn er gibt den Politikern dort mehr Zeit, die zuletzt schwächelnde Wirtschaft zu stützen“, urteilte Analyst Alec Phillips von Goldman Sachs. China ist für viele deutsche Unternehmen ein wichtiger Absatzmarkt.

Com‘on - Der Börsenpodcast: Diese Woche mit Einschätzungen zu Apple, Tesla, Gazprom und K+S

Experten bleiben skeptisch

Die Devisenexperten der Commerbank kommentieren das Geschehen in Argentinien nüchterner: Das Ergebnis von Buenos Aires sei wohl das bestmögliche gewesen. Amerikas Gegner im Handelskonflikt hofften darauf, dass Trump zu einer ähnlichen Lösung wie im NAFTA-Rahmen bereit sei: „minimale Zugeständnisse der Gegenseite, die er seiner Anhängerschaft als Erfolg verkaufen kann. Darauf deutet die kurze Verhandlungsperiode hin, die nach US-Interpretation Teil der amerikanischen-chinesischen Vereinbarung vom Wochenende ist: 90 Tage.“ In so kurzer Zeit seien die grundsätzlichen Probleme aber nicht zu lösen, glauben die Commerzbank-Fachleute. „Es riecht also wieder nach oberflächlichem Kompromiss. Doch bleibt auch das Risiko bestehen, dass in 90 Tagen der Wind wieder anders weht und es doch auf Eskalation hinausläuft.“

Italien nun doch kooperativ

Auch die Verhandlungen zwischen Italien und der EU laufen aktuell in die richtige Richtung. Italien weicht von seinem Konfrontationskurs ab und will offensichtlich eine weitere Eskalation in diesem Jahr vermeiden. Die Hoffnung der Italiener besteht, so vielleicht sogar das Defizitverfahren umgehen zu können. „Das negative Wachstum der italienischen Wirtschaft im 3. Quartal legt jedoch das eigentliche Problem Italiens offen. Italien benötigt dringend strukturelle Reformen. Aktuell erscheinen alle Wachstumsannahmen der italienischen Regierung extrem ambitioniert“, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

VW, BMW & Co gewinnen

Von der aktuellen Entspannung zwischen den beiden Weltmächten profitiert aus Branchensicht der Automobilsektor. Die Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen besetzen mit starken Kursgewinnen zwischen drei und fast fünf Prozent die vorderen Positionen im Dax.

Ebenfalls gut lief es für den Halbleiterhersteller Infineon, der mit einem Plus von 4,13 Prozent auf ein neues Hoch seit Oktober schoss.

Die Pole-Position an diesem starken Tag konnte sich Mobile-Payment-Dienstleister Wirecard sichern, die Aktien gewannen heute 5,2 Prozent dazu.

VW mahnt zur Vorsicht

Bei Volkswagen blickten die Aktionäre angesichts der starken Branchenzahlen über verschiedene kritische Nachrichten hinweg. Laut „Financial Times“ warnte VW-Compliance-Chefin Hiltrud Werner davor, dass Volkswagen wegen der weltweit vielen Klagen zum Diesel-Skandal vor dem schwersten Jahr der Unternehmensgeschichte stehe. Darüber hinaus könnte die Dieselaffäre für VW in Deutschland noch teurer werden. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ droht dem Autobauer ein neues Bußgeldverfahren, nachdem die Staatsanwaltschaft Braunschweig bereits im Juni ein Bußgeld von 1 Milliarde Euro verhängt hatte. Trotz dieser Nachrichten kann die VW-Aktie einen Gewinn von 3,14 Prozent verbuchen.

Lufthansa schwimmt gegen den Strom

Entgegen dem starken Dax-Trend ging es für die Lufthansa-Aktien mit minus 1,3 Prozent nach unten. Sie litten unter den massiv gestiegenen Ölpreisen, die vom erneuerten Pakt zwischen den beiden wichtigen Förderstaaten Russland und Saudi-Arabien sowie einer gedrosselten Produktion in Kanada profitierten. Dennoch haben sich die Titel der Fluggesellschaft seit Ende Oktober um mehr als ein Viertel ihres Wertes erholt und notiert auf dem höchsten Stand seit über zwei Monaten.

3 Dax-Werte im Einzelcheck: Conti, BASF und FMC - Com’on - Der Börsenpodcast

OnVista mit dpa-AFX

Foto: Rob Wilson / Shutterstock.com

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