Puma: Weiterhin vorsichtig ++ Square: Bitcoin gekauft ++ Formycon: Aktie hebt ab ++ Dax: Fed-Chef sorgt für Ruhe

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Der Chef der amerikanischen Notenbank hat es geschafft die Märkte zu beruhigen. Die Sorgen, dass die Fed aufgrund der steigenden Inflation und Zinsen ihre lockere Geldpolitik aufgeben könnte hat Jerome Powell Dienstag- Abend zerstreut.

Puma: Weiterhin vorsichtig ++ Square: Bitcoin gekauft ++ Formycon: Aktie hebt ab ++ Dax: Fed-Chef sorgt für Ruhe

Der Chef führte aus, dass Inflation und Beschäftigung weit unter den Zielen der Federal Reserve liegen, was bedeutet, dass die lockere Geldpolitik wahrscheinlich bestehen bleibt.

Die Aussage war Balsam für sie Seelen der Anleger, die Jerome Powell weiter beruhigte: „Die Wirtschaft ist weit von unseren Beschäftigungs- und Inflationszielen entfernt, und es wird wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis wesentliche weitere Fortschritte erzielt werden.

Vor dem Bankenausschuß im Senat fügte Powell noch hinzu, dass die wirtschaftlichen Aussichten immer noch „höchst ungewiss“ sind. Er fügte hinzu, dass die amerikanischen Notenbank “entschlossen ist, unser gesamtes Instrumentarium zu nutzen, um die Wirtschaft zu unterstützen und sicherzustellen, dass die Erholung von dieser schwierigen Zeit so robust wie möglich verläuft”.

Dax auch beruhigt

Der Dax hat am Mittwoch nach den Verlusten der vergangenen zwei Handelstage moderat zugelegt. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell sorgt heute auch in der Dax-Familie für deutlich entspanntere Anleger. Kurz nach dem Handelsstart gewann der deutsche Leitindex 0,31 Prozent auf 13.908,27 Punkte. Mittlerweile liegt das Börsenbarometer bei rund 13.950 Punkten und kommt 14.000 wieder näher.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen legte um 0,60 Prozent auf 31 833,45 Punkte zu, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,19 Prozent auf 3696,13 Zähler stieg.

Puma: Corona belastet weiter

Der Sportartikelhersteller erwartet im neuen Jahr vor allem zu Beginn weitere Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie. Derzeit seien immer noch 50 Prozent der Einzelhandelsgeschäfte, die Puma-Produkte verkauften, in Europa geschlossen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mit. Da die Zahl der Neuinfektionen weltweit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liege, hätten mehrere Regierungen ihre Maßnahmen bereits bis Ende Februar oder sogar bis in den März hinein verlängert. So geht Puma davon aus, dass das erste Quartal und auch der Beginn des zweiten Quartals stark belastet wird. In der zweiten Jahreshälfte sollen sich die Geschäfte wieder „stark“ verbessern. Die Aktien gaben im vorbörslichen Handel etwas nach.

Insgesamt erwartet Puma daher für 2021 einen leichten währungsbereingten Anstieg der Umsätze, die im vergangenen Jahr bei 5,2 Milliarden Euro lagen. Dabei sehen die Herzogenauracher durchaus Aufwärtspotenzial. Das operative Ergebnis (Ebit) und das Konzernergebnis sollen sich deutlich verbessern. Diese waren im Zuge der Pandemie im vergangenen Jahr eingebrochen. Das Ebit hatte sich mit 209 Millionen Euro mehr als halbiert, der Konzerngewinn lag mit 78,9 Millionen Euro sogar knapp 70 Prozent unter Vorjahresniveau.

Square: Bitcoin kräftig nachgekauft

Der von Twitter-Chef Jack Dorsey mitgegründete und geführte US-Bezahldienst hat für 170 Millionen Dollar (140 Millionen Euro) rund 3.318 Bitcoins gekauft. Das Unternehmen gab die Investition am Dienstag nach US-Börsenschluss bekannt und bezeichnete sie als „Teil eines anhaltenden Bekenntnisses zu der Kryptowährung“.

Square hatte zuvor schon für 50 Millionen Dollar Bitcoins erworben und bemüht sich auch, die digitale Währung in seine Zahlungsdienste zu integrieren. Squares Aktien fielen nachbörslich jedoch kräftig, obwohl die Firma den Umsatz im jüngsten Quartal mehr als verdoppelte und die Markterwartungen mit ihrem Geschäftsbericht übertraf.

Das Interesse großer Unternehmen am Bitcoin war zuletzt stark gestiegen, was die atemberaubende Kursrally in den vergangenen Wochen noch weiter angefacht hatte. So investierte der US-Elektroautobauer Tesla 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoins und Finanzkonzerne wie Mastercard kündigten an, sich für digitale Vermögenswerte zu öffnen.

Nach dem Bitcoin-Höhenflug ging es diese Woche zunächst steil bergab: Am Dienstag fiel der Kurs zeitweise unter 45 000 Dollar, nachdem am Wochenende ein Rekordhoch von 58 354 Dollar markiert worden war. Auf längere Sicht bleiben die Kursgewinne indes spektakulär – vor einem Jahr kostete ein Bitcoin noch weniger als 10 000 Dollar.

Kurz & knapp:

Formycon: Der Entwickler von Entwickler von biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten hat für seinen innovativen SARS-CoV-2-Blocker FYB207 die Zustimmung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zu dem vorgeschlagenen Entwicklungskonzept erhalten. Durch den Scientific Advice unterstützt das nationale Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel die durch Formycon geplante Entwicklung von FYB207. Abgestimmt wurden vor allem die Analytik, Prozessentwicklung, Herstellung (sogenannter CMC-Teil: Chemistry-Manufacturing and Control), die präklinische Entwicklung sowie das Konzept der klinischen Prüfung Phase I und II, inklusive der damit verbundenen bioanalytischen Strategie. Die Begutachtung der Anträge für die klinischen Prüfungen soll unter einem beschleunigten Verfahren durchgeführt werden. Alle präklinischen Aktivitäten sowie die Vorbereitungen für den Eintritt in die klinische Prüfung mit FYB207 schreiten somit planmäßig voran. Zudem bereitet Formycon ein Scientific Advice Meeting mit der U.S. Food and Drug Administration (FDA) vor und hat sich GMP-Produktionskapazitäten für FYB207 bei einem erfahrenen deutschen Hersteller gesichert.

Ströer: Der Werbevermarkter hat trotz heftigem Gegenwind in der Corona-Krise im Jahr 2020 teilweise besser abgeschnitten als erwartet. Mit einem bereinigten operativen Jahresergebnis von 465 Millionen Euro übertraf das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen sein selbst gestecktes Ziel. Allerdings war das knapp ein Fünftel weniger als noch vor einem Jahr, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Köln mitteilte. Den angestrebten Umsatz in Höhe von 92 bis 97 Prozent des Vorjahreswertes (1,59 Milliarden Euro) verfehlte Ströer leicht. So erlöste der Konzern 2020 1,44 Milliarden Euro – 9 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Ein Händler sagte in einer ersten Reaktion, die Ergebnisse seien besser ausgefallen als erwartet. Das Unternehmen hatte im März seine Prognose gestrichen, im November dann aber wieder einen Ausblick gewagt. Die endgültigen Zahlen will Ströer am 30. März bekannt geben.

Hensoldt: Der Rüstungselektronik-Hersteller hat im abgelaufenen Jahr trotz der Corona-Krise zugelegt und rechnet 2021 mit weiteren Zuwächsen. So stieg der Umsatz 2020 auch dank neuer Großaufträge um gut acht Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wie das seit Kurzem im SDax gelistete Unternehmen am Mittwoch in Taufkirchen mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) wuchs um 1,7 Prozent auf 219 Millionen Euro. Der Auftragsbestand sprang sogar um mehr als die Hälfte auf 3,4 Milliarden Euro nach oben. Für das neue Jahr stellte Hensoldt-Chef Thomas Müller einen Anstieg des Umsatzes auf 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro in Aussicht. Die bereinigte Ebitda-Marge soll etwa 18 Prozent erreichen. Dabei ist das Geschäftsvolumen mit geringem Wertschöpfungsanteil herausgerechnet. Im vergangenen Jahr hatte die Marge 18,2 Prozent betragen. Die Anteilseigner sollen für 2020 eine Dividende von 13 Cent erhalten. Dies entspreche 20 Prozent des bereinigten Jahresüberschusses. Zum Überschuss selbst machte Hensoldt keine Angaben. Den Geschäftsbericht will das Unternehmen erst am 22. März veröffentlichen.

New Work: Die Betreiberin des Karrierenetzwerk Xing hat im vergangenen Geschäftsjahr trotz einiger negativer Effekte durch die Virus-Krise etwa in ihrem Eventgeschäft Umsatz und Ergebnis gesteigert. Die pro-forma-Erlöse stiegen nach vorläufigen Berechnungen im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 276 Millionen Euro, wie die New Work am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Der Wert wurde zur besseren Vergleichbarkeit um den Effekt der Übernahme der Jobplattform Honeypot bereinigt. Das Unternehmen zahlt den Aktionären eine stabile Dividende von 2,59 Euro. „Natürlich spüren auch wir die Auswirkungen der Corona-Pandemie“, sagte Unternehmenschefin Petra von Strombeck laut Mitteilung. Gleichzeitig zeige sich New Work in dem herausfordernden Umfeld stabil und das Geschäftsmodell als widerstandsfähig. „Wir blicken insgesamt zuversichtlich in die Zukunft.“ 2020 lag das vergleichbare Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von New Work mit 92,3 Millionen Euro um etwa 9 Prozent über dem Vorjahreswert. Der vergleichbare Konzernergebnis lag bei 37,4 Millionen Euro, das waren 4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Vodafone: Der britische Telekommunikationskonzern will seine europäische Funkturmsparte Vantage Towers bis spätestens Ende März an die Frankfurter Börse bringen. Dabei solle ein „bedeutender Minderheitsanteil“ platziert werden, teilte Vodafone am Mittwoch in London mit. Weitere Details zum Börsengang wurden zunächst nicht genannt. Bereits zuvor war über den Börsengang spekuliert worden. Der Wert des Börsengangs liege bei mindestens 15 Milliarden Euro, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. Bloomberg hatte bereits Mitte November gemeldet, Vodafone wolle bei dem IPO (Initial Public Offering) vier Milliarden Euro erlösen. Damals war von einer Bewertung von bis zu 20 Milliarden Euro inklusive Schulden die Rede. Bloomberg-Daten zufolge wäre dies der größte Börsengang an einer europäischen Börse seit mehr als drei Jahren. Vodafone hatte seine Börsenpläne für die europäische Funkturmsparte bereits 2019 öffentlich gemacht und im vergangenen Sommer konkretisiert. Durch den Verkauf von Sendemasten können Telekomkonzerne ihre Bilanzen entlasten und etwa Geld für Investitionen in das neue schnelle 5G-Mobilfunknetz einsammeln. Funktürme und Mobilfunkstandorte gelten angesichts der Niedrigzinsen als attraktives Investment für professionelle Anleger wie Versicherer und Finanzinvestoren, die an einer stabilen Rendite aus den Standortmieten interessiert sind.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

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