Vorbörse: Dax setzt Erholungskurs vorerst fort – Furcht vor Stagflation lauert jedoch im Hintergrund

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Vorbörse: Dax setzt Erholungskurs vorerst fort – Furcht vor Stagflation lauert jedoch im Hintergrund

DEUTSCHLAND: – ERHOLUNG GEHT WEITER – Der Dax scheint am Donnerstag seinen am Vortag eingeschlagenen Erholungskurs zunächst fortzusetzen. So taxierte der Broker IG den deutschen Leitindex etwas weniger als zwei Stunden vor dem Xetra-Start mit plus 0,56 Prozent auf 15 451 Punkte. Der September aber macht seinem Ruf als schwächerer Börsenmonat alle Ehre, es zeichnet sich auf Monatssicht aktuell ein Verlust von etwas mehr als zwei Prozent ab. Sowohl der Dax als auch andere wichtige Börsenindizes in Europa hatten am Vortag einen Teil ihrer hohen Verluste vom Dienstag wettgemacht. Die Erholung sehe aber nur halbherzig aus, sagte am Morgen Analyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK. Die Furcht vor Stagflation – also einer Mischung aus höherer Inflation bei gleichzeitig strauchelnder Konjunktur – nehme zu, was angesichts der stark steigenden Energiepreise und deren Auswirkungen auf die verfügbaren Einkommen der Menschen nicht verwundere.

USA: – LEICHT ERHOLT – Die US-Aktienmärkte haben sich zur Wochenmitte auf einen zarten Erholungskurs begeben. Händler sprachen davon, dass einige „Schnäppchenjäger“ an die Aktienmärkte zurückgekehrt seien mit der Auffassung, dass der schlimmste Ausverkauf seit Mai tags zuvor übertrieben gewesen sei. Aktien aus den Branchen Konsumgüter und Versorger führten die Gewinnerliste an, während Technologiewerte ein uneinheitliches Bild boten. Frische Daten vom US-Immobilienmarkt hatten kaum Einfluss auf die Notierungen. Der Dow Jones Industrial schloss 0,26 Prozent höher bei 34 390,72 Punkten. Am Vortag war der Leitindex um gut 1,6 Prozent gefallen. Der breiter gefasste S&P 500 stieg am Mittwoch um 0,16 Prozent auf 4359,46 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 , der tags zuvor um fast 2,9 Prozent abgesackt war, sank letztlich um 0,12 Prozent auf 14 752,89 Punkte.

ASIEN: – CSI 300 UND NIKKEI LEICHT IM PLUS – In Asien haben die wichtigsten Aktienmärkte am Donnerstag überwiegend leicht zugelegt und damit einen Teil der Verluste vom Vortag wettgemacht. In Japan zog der Leitindex Nikkei-225 kurz vor Handelsende 0,10 Prozent zu, blieb aber unter der psychologisch wichtigen Marke von 30 000 Punkten. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, legte zuletzt ein halbes Prozent zu. Im Minus war jedoch die Börse in der Sonderverwaltungszone Hongkong. Dort fiel der Leitindex Hang-Seng-Index im späten Handel knapp ein Prozent im Minus.

Knock-Outs zum db Ölpreis Brent

Kurserwartung
Rohstoff wird steigen
Rohstoff wird fallen
Höhe des Hebels
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DAX 15365,27 0,77%

XDAX 15357,90 0,57%

EuroSTOXX 50 4080,22 0,53%

Stoxx50 3504,05 0,85%

DJIA 34390,72 0,26%

S&P 500 4359,46 0,16%

NASDAQ 100 14752,89 -0,12%

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 170,03 0,01%

DEVISEN:

Euro/USD 1,1606 0,08%

USD/Yen 111,90 -0,05%

Euro/Yen 129,87 0,01%

Der Euro hat am Donnerstag weiter in der Nähe seines tiefsten Stands seit etwa 14 Monaten notiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1605 US-Dollar, nachdem sie am späten Vorabend mit 1,1589 Dollar auf den tiefsten Stand seit Juli 2020 gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag noch auf 1,1654 Dollar festgesetzt.

Unter Druck steht der Euro nicht erst seit gestern. Der zu vielen Währungen aufwertende US-Dollar lastet schon seit einiger Zeit auf dem Euro und anderen Währungen. Ausschlaggebend ist die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, die auf eine erste moderate Straffung ihres extrem lockeren Kurses zusteuert. Das gibt dem Dollar Rückenwind.

Am Donnerstag stehen zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. In Europa werden unter anderem Inflations- und Arbeitsmarktzahlen aus Deutschland erwartet. In den USA werden gesamtwirtschaftliche Wachstumsdaten veröffentlicht. Außerdem äußert sich eine Reihe von Zentralbankern, darunter US-Notenbankchef Jerome Powell.

ROHÖL:

Brent 78,46 -0,18 USD

WTI 74,78 -0,05 USD

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 78,41 US-Dollar. Das waren 23 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um sechs Cent auf 74,77 Dollar.

Trotz der leichten Abschläge befinden sich die Erdölpreise auf relativ hohem Niveau. Am Dienstag war der Brent-Preis mit mehr als 80 Dollar auf einen dreijährigen Höchststand gestiegen, hatte danach aber nachgegeben. Ein Grund für die Abschläge ist der zuletzt deutlich stärkere US-Dollar. Er verteuert das international in Dollar gehandelte Rohöl für viele Nachfrager, was auf deren Nachfrage lastet.

Unterstützung erhalten die Ölpreise hingegen durch die konjunkturell bedingt hohe Energienachfrage. Hinzu kommt eine anhaltende Angebotsknappheit, ausgelöst vor allem durch Engpässe in den USA. Der Ölverbund Opec+ weitet seine Förderung zwar schrittweise aus. Laut Experten reicht das aber nicht, um die fehlenden Mengen auszugleichen.

UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

– GOLDMAN SENKT DEUTSCHE POST AUF ‚BUY‘ (CONVICTION BUY LIST) – ZIEL 66 (71) EUR

– JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR GEA GROUP AUF 39 (36) EUR – ‚NEUTRAL‘

– JPMORGAN SENKT SCOUT24 AUF ‚NEUTRAL‘ (OVERWEIGHT) – ZIEL 64 (80) EUR

– RBC SENKT BEIERSDORF AUF ‚UNDERPERFORM‘ (SECTOR PERFORM) – ZIEL 82 (86) EUR

UBS HEBT ZIEL FÜR LUFTHANSA AUF 4,90 (4,60) EUR – ‚SELL‘

– WDH/GOLDMAN HEBT AROUNDTOWN AUF ‚BUY‘ (NEUTRAL) – ZIEL 7,5 (7,3) EUR

– WDH/QUIRIN SENKT DÜRR AUF ‚SELL‘ (BUY) – ZIEL 33 (47) EUR

– BERENBERG HEBT ZIEL FÜR ENEL AUF 7,70 (7,30) EUR – ‚HOLD‘

– HSBC HEBT ATOS AUF ‚BUY‘ – ZIEL 55 EUR

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR BARCLAYS AUF 315 (300) PENCE – ‚BUY‘

– JPMORGAN NIMMT EURONEXT MIT ‚NEUTRAL‘ WIEDER AUF – ZIEL 108 EUR

– KEPLER CHEUVREUX HEBT PEARSON AUF ‚HOLD‘ (REDUCE) – ZIEL 750 (670) PENCE

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Hornbach Q2-Zahlen

08:00 SWE: Hennes & Mauritz Q3-Zahlen

10:00 DEU: Hella Hauptversammlung

10:00 DEU: Oberlandesgericht Stuttgart verhandelt erneut über Klage eines Spediteurs gegen Daimler wegen der Beteiligung am sogenannten Lkw-Kartell

14:00 CHE: Novartis ESG Investor Day

NLD: Fairphone präsentiert neue Produkte

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Industrieproduktion 08/21

03:00 CHI: Einkaufsmanagerindex (CFLP) Dienste und Industrie 09/21

03:45 CHI: Caixin Einkaufsmanagerindex Industrie 09/21

06:30 DEU: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 08/21

08:00 GBR: BIP Q2/21 (2. Veröffentlichung)

08:00 GBR: Leistungsbilanz Q2/21

08:45 FRA: Erzeuger- und Verbraucherpreise 08/21

08:45 FRA: Konsumausgaben 08/21

09:55 DEU: Arbeitsmarktdaten 09/21

10:00 DEU: Verbraucherpreise Bayern, Brandenburg, Hessen 09/21

11:00 EUR: Arbeitsmarktdaten 08/21

11:00 ITA: Verbraucherpreise 09/21

14:00 DEU: Verbraucherpreise 09/21

14:30 USA: BIP Q2/21 (3. Veröffentlichung)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)

14:30 USA: Konsumausgaben Q2/21 ( Veröffentlichung)

15:45 USA: Chicago PMI 09/21

16:00 USA: Der Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, und Finanzministerin Janet Yellen stehen dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses mit Blick auf die konjunkturstützenden Maßnahmen gegen die Corona-Krise Rede und Antwort.

DEU: Verbraucherpreise Baden-Württemberg 09/21

SONSTIGE TERMINE

DEU: Fachveranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (BAG-SPNV) (bis 01.10.)

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

^ Prognose Vorwert

EUROZONE

08.45 Uhr

Frankreich

Verbraucherpreise HVPI

September

Monatsvergleich -0,1 +0,7

Jahresvergleich +2,8 +2,4

09.55 Uhr

Deutschland

Arbeitslosenzahlen

Bereinigt

September (Tsd) -37,0 -53,0

11.00 Uhr

Eurozone

Arbeitslosenquote

August 7,5 7,6

11.00 Uhr

Italien

Verbraucherpreise HVPI

September

Monatsvergleich +1,5 +0,2

Jahresvergleich +3,0 +2,5

14.00 Uhr

Deutschland

Verbraucherpreise

September

Monatsvergleich +0,1 0,0

Jahresvergleich +4,2 +3,9

Verbraucherpreise HVPI

September

Monatsvergleich +0,2 +0,1

Jahresvergleich +4,0 +3,4

GROSSBRITANNIEN

8.00 Uhr

BIP Q2, 2. Schätzung

Quartalsvergleich +4,8 +4,8*

Jahresvergleich +22,2 +22,2*

USA

14.30 Uhr

Erstanträge Arbeitslosenhilfe 330 351

(Vorwoche, in Tsd)

BIP Q2, 3. Schätzung +6,6 +6,6

15.45 Uhr

Chicago Einkaufsmanagerindex, Sept 65,0 66,8

(in Pkt)

*Erstschätzung

(Jeweils in Prozent, soweit nicht anders angegeben)

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: anathomy / Shutterstock.com

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Kurs zu db Ölpreis Brent Rohstoff

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26.11.2021, 19:59, Deutsche Bank Indikation
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