Börse am Morgen 09.07.2024

Dax im Minus – Alles schaut auf Fed-Chef Powell – Mercedes nach Abstufung im Minus

onvista · Uhr
Quelle: Imagentle/SHutterstock.com

Leichte Kursverluste haben am Dienstag das Bild am deutschen Aktienmarkt geprägt. Mit Spannung schauen die Börsianer am Dienstag auf die US-Notenbank Fed. „Die gesamte Aufmerksamkeit gilt heute wohl Fed-Chef Jerome Powell“, schrieb die Landesbank Helaba am Morgen in einem Marktausblick.

Der Fed-Chef stellt sich einer halbjährlichen Anhörung im US-Kongress. Kritische Fragen an den obersten Notenbanker der USA werde es wohl mit Blick auf die noch immer hohe Inflation in den USA geben, prognostiziert die Helaba. Grundsätzlich stehe die Tür für eine erste Zinssenkung in den USA aber offen, der Markt setze derzeit auf einen solchen Schritt im September. Im weiteren Wochenverlauf stehen daher vor allem Daten zu den US-Verbraucherpreisen im Fokus.

Der Dax liegt gut eine Stunde nach Handelsbeginn mit 0,36 Prozent im Minus bei 18.406 Punkten. Zum Wochenauftakt hatte der Index anfängliche Gewinne nicht halten können.

Mercedes nach Abstufung im Minus

Die Mercedes-Benz-Aktie ist nach einer Abstufung der Bank of America (BoA) im Minus. Die BoA hat das Kursziel um über elf Prozent auf 60 Euro gesenkt.

Analyst Horst Schneider von der BoA sorgt sich um den Modellzyklus der Stuttgarter und folglich die Ergebnisse der kommenden Jahre. Das Durchschnittsalter der Mercedes-Flotte steige im Vergleich zur Konkurrenz, so Schneider. Zudem ist er recht skeptisch für den Absatz im Top-Segment. Der Ergebniskonsens dürfte seiner Einschätzung nach um 10 bis 15 Prozent korrigieren.

Die Aktie des Autobauers liegt eine Stunde nach Handelsbeginn mit rund 3,5 Prozent im Minus bei knapp 63 Euro. Die Aktie des Autobauers liegt am Ende des Dax. Der Grund für diesen Sturz

Ein wenig optimistischer ist die britische Investmentbank HSBC. Sie hat das Kursziel zwar um fünf Euro auf 82 Euro gesenkt, belässt aber die Kaufempfehlung. Damit ergibt sich ein Kurspotenzial von 30 Prozent. Nach dem schwachen Jahresauftakt der Branche dürfte es für manche wie auch Mercedes im zweiten Quartal besser gelaufen sein, schrieb Analyst Michael Tyndall. Er hält die Papiere der Stuttgarter auch wegen des Margenpotenzials und der Aktienrückkäufe für attraktiv. Sein Favorit insgesamt ist allerdings Renault.

Airbus legt bei Auslieferungen etwas an Tempo zu

Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus hat bei den Auslieferungen von Jets im Juni etwas zugelegt. Der im Dax gelistete Konzern übergab 67 Maschinen an die Kunden.

Im Mai hatte Airbus nur 53 Flugzeuge geschafft und vor rund zwei Wochen dann seine Jahresziele gesenkt. Airbus will im Gesamtjahr noch um die 770 Maschinen ausliefern, bis zur Mitte des Jahres sind es bisher mit 323 deutlich weniger als die Hälfte. In aller Regel legen die Auslieferungen zum Jahresende hin an Geschwindigkeit zu. Airbus hatte zur Begründung für die gekappten Jahresziele Probleme in der Lieferkette angegeben.

Airbus erhielt im Juni Bestellungen über 73 Jets. Stornierungen von Aufträgen gab es dagegen keine.

Redaktion onvista/dpa-AFX

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