MTU Aero erwartet mehr Rendite

Der Flugzeug-Zulieferer MTU Aero Engines macht nach eigenen Angaben Fortschritte bei der Rückrufaktion für schadhafte Triebwerke und schraubt die Renditeerwartungen nach oben.
Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) werde in diesem Jahr bei rund 13 Prozent liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Bisher hatte MTU von mehr als zwölf Prozent gesprochen. Der Umsatz soll wie geplant auf 7,3 bis 7,5 Milliarden Euro steigen. Im ersten Halbjahr kletterte er um zehn Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte sogar um 16 Prozent auf 470 Millionen Euro zu, entsprechend einer Marge von 13,7 (Vorjahr: 13,0) Prozent.
"Mit diesen Ergebnissen halten wir Kurs auf unsere Ziele für das Gesamtjahr", sagte Vorstandschef Lars Wagner. "Gestützt wird unsere Annahme von einem anhaltend positiven Marktumfeld und Fortschritten bei der Ausgestaltung des Getriebefan-Flottenmanagement-Programms."
Mehr als 3000 dieser Triebwerke, die vor allem im Airbus A320 zum Einsatz kommen, müssen in den nächsten Jahren - zum Teil vorzeitig - für bis zu zehn Monate in die Werkstatt, weil in ihnen eine defekte Turbinenscheibe des Partners Pratt & Whitney verbaut ist. Bei der Reparatur braucht MTU nun aber weniger Material als gedacht. Die Rückrufaktion werde daher in diesem Jahr nur etwa 35 Prozent des Umsatzes in der Instandhaltung ausmachen. Bisher hatte MTU mit 40 bis 45 Prozent geplant.