Neuer KI-Chip für PCs soll Intel aus der Krise führen

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Frankfurt (Reuters) - Mitten in einer wirtschaftlichen Krise stellt Intel für Künstliche Intelligenz (KI) optimierte Prozessoren für PCs vor.

Der "Core Ultra" mit dem Code-Namen "Lunar Lake" biete eine größere Rechenleistung als die Konkurrenz und verbrauche dabei weniger Strom, sagte Privatkundenchef Jim Johnson bei einer Produktpräsentation am Dienstag anlässlich der anstehenden Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.

Der kriselnde US-Konzern, der wegen eines wegbrechenden Geschäfts ein milliardenschweres Sparprogramm aufgelegt hat, setzt große Hoffnungen auf die neue Chip-Generation. Rechner-Hersteller hätten Prozessoren für 80 verschiedene Geräte bestellt, teilte Intel auf Anfrage mit. "Das zeigt, dass unsere Kunden von der Leistungsfähigkeit des Chips für den Einsatz in KI-Computern aller Art überzeugt sind." Bis Ende 2025 wolle Intel weltweit 100 Millionen KI-Rechner mit Prozessoren ausrüsten.

Das Unternehmen hat den KI-Trend bislang verschlafen und vor allem bei ertragsstarken Hochleistungsprozessoren für Server keine konkurrenzfähigen Produkte im Angebot. Hier beherrscht Nvidia etwa 80 Prozent des Weltmarktes. Intel will unter anderem mit einer neuen Generation seines KI-Prozessors "Gaudi" dagegenhalten.

Zu einem möglichen Aus für das geplante Werk in Magdeburg wegen des angekündigten Sparkurses wollte sich Intel auf Anfrage nicht direkt äußern. "Wir investieren weiterhin in Bereiche, die für unser Geschäft von zentraler Bedeutung sind, um sicherzustellen, dass wir für langfristiges Wachstum gut positioniert sind." Das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalts hofft auf eine Umsetzung des Projekts. "Als Land haben wir alles getan, um die Ansiedlung zu unterstützen. Intel hat uns bestätigt, dass es weiterhin an diesem Standort festhalten möchte."

(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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